Centrum Warenhaus

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Logo der Centrum Warenhäuser

Als Bestandteil der Handelsorganisation der DDR diente die HO-Volkseigene Versand- und Warenhausvereinigung „Centrum“ für die Versorgung der Bevölkerung mit einem Vollsortiment an Konsumgütern. Standorte waren Ober- und Mittelzentren der DDR. Als Kaufhäuser der Konsum-Genossenschaft wurde die Konsument-Kaufhausreihe gegründet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Architektur

Die Fassade des ehemaligen Centrum Dresden
Ehemaliges Centrum-Warenhaus Berlin Alexanderplatz mit seiner 2004 abgerissenen Aluminium-Waben-Fassade
„Solidaritätsverkauf für Chile“ im Centrum Warenhaus 1975 in Ost-Berlin
Centrum Magdeburg, links ist am Giebel noch das C-Logo zu erkennen (1996)
Centrum am Berliner Ostbahnhof im Juni 1981
Centrum Berlin-Ostbahnhof, heute Galeria Kaufhof, 2006

Die ersten Centrum Warenhäuser nutzten bestehende Kaufhausbauten (z. T. bis 1989 s.h. Görlitzer Warenhaus). Ab Juni 1968 begann die Errichtung und Inbetriebnahme des ersten Warenhausneubaus der DDR in Montagebauweise des Centrum Warenhauses Hoyerswerda. Weitere Neubauten wie z. B. das „alte“ Centrum am Altmarkt in Dresden entstanden im vorherrschenden Stil des Sozialistischen Klassizismus.

Ab 1970 wurde eine Reihe von Neubauten im Stil der Klassischen Moderne geplant, die z. B. in Berlin am Alexanderplatz, in Dresden an der Prager Straße und in Magdeburg, Breiter Weg mit einer neuartigen Fassade aus Aluminiumelementen errichtet wurden. Dabei wurden auch experimentelle Konstruktionen aus Stahlbeton verwendet, wie z. B. an statische Lastverläufe angepasste Decken (Dresden). Die Aluminiumfassade des Suhler Centrum wurde von dem bekannten Künstler Fritz Kühn entworfen.

Das größte und modernste Centrum-Warenhaus wurde in der Hauptstadt Berlin am Ostbahnhof 1979 eröffnet.

[Bearbeiten] Nach 1990

Nach dem politischen Veränderungen 1990 wurden die meisten Centrum Warenhäuser von Kaufhof, Karstadt und Hertie übernommen und in der Mehrzahl bis heute weiter betrieben. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Karstadt-Konzerns wurde die Entscheidung getroffen, eine Reihe von Häusern (z.B. Halle (Saale), Hoyerswerda - April 2007) zu schließen.

  • Am Standort Dresden wurde das ehemalige Centrum ab Dezember 2006 abgerissen, um ein neues größeres Einkaufszentrum zu errichten. Beim Neubau nach Plänen von Peter Kulka soll die alte Fassade rekonstruiert werden.
  • In Suhl wurde das Warenhaus ab Oktober 2006 umgebaut. Dabei wurde das Gebäude, 1966-1969 erbaut (von Heinz Luther (Kollektiv), Ulrich Möckel, Fritz Popp), um zwei Geschosse zurückgebaut und um ein Parkhaus erweitert. Es wich damit bis zum Februar 2008 einem neuen Einkaufszentrum. Mit dem Umbau verschwand auch die Kunst am Bau und damit sowohl die metallplastische Strukturfassade von Prof. Fritz Kühn (bedeutender Metallgestalter aus Berlin) als auch die konstruktivistische Fächertreppe aus Stahlbeton von Waldo Dörsch.
  • Das ehemalige Centrum-Warenhaus am Berliner Alexanderplatz (Entwurf: Josef Kaiser, erbaut 1967-70, heute Galeria Kaufhof) wurde 2004-2005 umgebaut und vergrößert. Dabei wurde die charakteristische Waben-Fassade durch eine neue Sandsteinfassade ersetzt (Josef Paul Kleihues, Büro Kleihues+Kleihues).

[Bearbeiten] Standorte

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Centrum Warenhaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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