Cer(III)-chlorid

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Kristallstruktur
Strukturformel von Cer(III)-chlorid
__ Ce3+     __ Cl
Kristallsystem

hexagonal

Raumgruppe

P6_3/m \;

Koordinationszahlen

Ce[9], Cl[3]

Allgemeines
Name Cer(III)-chlorid
Andere Namen
  • Cerchlorid
  • Certrichlorid
Verhältnisformel CeCl3
CAS-Nummer
  • 7790-86-5
  • 18618-55-8 (Heptahydrat)
  • 19423-76-8 (Monohydrat)
PubChem 161282
Kurzbeschreibung

weißer, hygroskopischer, geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 246,48 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,92 g·cm−3 (20 °C)[1]

Schmelzpunkt

848 °C[1]

Siedepunkt

1727 °C[1]

Löslichkeit

löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26​‐​36
Toxikologische Daten

2111 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[4]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Cer(III)-chlorid ist eine chemische Verbindung von Cer und Chlor.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Cer(III)-chlorid

Es nimmt an feuchter Luft schnell Wasser auf und bildet verschiedene Hydrate wie Cer(III)-chlorid-Heptahydrat (CeCl3·7 H2O).

Verwendung[Bearbeiten]

Cer(III)-chlorid kann als Ausgangsstoff zur Synthese anderer Cerverbindungen eingesetzt werden. Es kann ebenfalls als Lewis-Säure dienen, zum Beispiel als Katalysator für Friedel-Crafts-Acylierungen und zur Alkylierung von Ketonen. Möglich ist außerdem der Einsatz bei der Luche-Reduktionen[5] und als Bestandteil von Detektor-Kristallen.[6]

Luche-Reduktion von Carvon

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Eintrag zu Cer(III)-chlorid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 6. Oktober 2007 (JavaScript erforderlich).
  2. a b Datenblatt Cerium(III) chloride bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 16. März 2011 (PDF).
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. Datenblatt CEROUS CHLORIDE, ANHYDROUS (Version vom 27. September 2007 im Internet Archive) bei GFS CHEMICALS.
  5. Hintermann, Lukas: Katalytische enantioselektive Fluorierung, Dissertation, ETH Zürich, 2000. doi:10.3929/ethz-a-004062829
  6. Saint-Gobain: BrilLanCe™ 380 crystal

Weblinks[Bearbeiten]