Châteaurenard

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Dieser Artikel erläutert die Gemeinde Châteaurenard im Département Bouches-du-Rhône, siehe auch Château-Renard im Département Loiret.
Châteaurenard
Wappen von Châteaurenard
Châteaurenard (Frankreich)
Châteaurenard
Region Provence-Alpes-Côte d'Azur
Département Bouches-du-Rhône
Arrondissement Arles
Kanton Châteaurenard
Gemeindeverband Rhône Alpilles Durance.
Koordinaten 43° 53′ N, 4° 51′ O43.8833333333334.8552777777778Koordinaten: 43° 53′ N, 4° 51′ O
Höhe 15–110 m
Fläche 34,95 km²
Einwohner 15.665 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 448 Einw./km²
Postleitzahl 13160
INSEE-Code
Website Châteaurenard de Provence

Schlossruine Châteaurenard
.

Châteaurenard ist eine Gemeinde in Frankreich mit 15.665 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur im Département Bouches-du-Rhône im Arrondissement Arles. Die Gemeinde ist Hauptort des gleichnamigen Kantons.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde, die liegt zehn Kilometer südlich von Avignon. Nachbargemeinden sind Noves, Rognonas, Eyragues und Graveson. Châteaurenard liegt zwischen den Alpilles und der Durance.

Etymologie[Bearbeiten]

Während der Revolution trug die Gemeinde den Namen Mont-Renard.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Aufgrund der günstigen Lage in der Ebene zwischen den Alpilles und der Durance war das Gebiet schon seit Urzeiten besiedelt. Die Grotten in den umliegenden Hügeln wurden gegen 2000 vor Christus erstmals besiedelt. Im 1. Jahrhundert unterwarfen die Römer die bisher in dem Gebiet siedelnden Stämme und bauten einige Villen nahe der Straße Roumieux Der Ort lag strategisch wichtig an der Durance und war Zugangspunkt zur Ebene von Tarascon und Arles. Erst im 10. Jahrhundert wurde ein Castrum aus Holz gebaut. Im Jahr 1010 wurde der Ort erstmals als Castro Reynardi erwähnt. Im späten Mittelalter war Châteaurenard Sitz der Familie Reinhard (frz. Aussprache gleicht „Renard“, was auch Fuchs heißt). Sie gab dem Ort den Namen. Das 1792 zerstörte Schloss hatte ursprünglich einen zentralen und vier weitere Türme, heute stehen davon noch zwei. Durch das Schloss wuchs der Ort der damals Casteù Reinard hieß.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kirche Saint-Denis
  • Schloss aus dem 12. bis 15. Jahrhundert
  • Museum der landwirtschaftlichen Werkzeuge

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Neben einer Städtepartnerschaft mit dem italienischen Villanova d’Asti hat der Ort auch eine Städtepartnerschaft mit Altenholz in Schleswig-Holstein.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Frédéric Mascle (* 1. Januar 1853 in Châteaurenard, † 24. Februar 1917 in Marseille; französischer Politiker und Beamter)
  • Marcel Jullian (* 31. Januar 1922 in Châteaurenard, † 28. Juni 2004 in Paris; französischer Autor, Publizist, Regisseur und Fernsehproduzent)
  • Jacques Lalande (* 1921 in Châteaurenard; gegenständlicher Maler).
  • Frédéric Martel (* 28. Oktober 1967 in Châteaurenard; französischer Autor und Journalist)
  • Léon Vachet (* 29. Dezember 1932 in Châteaurenard, † 11. November 2010; langjähriger Abgeordneter der Nationalversammlung)
  • Cédric Liabeuf (* 5. August 1979 in Châteaurenard, französischer Fußballspieler)

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008
Einwohner 9602 10220 11027 11072 11790 13070 14817

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Châteaurenard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Gemeinde auf CommunesGenWeb
  2. Geschichte Châteaurenards