Châtel-Guyon

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Châtel-Guyon
Wappen von Châtel-Guyon
Châtel-Guyon (Frankreich)
Châtel-Guyon
Region Auvergne
Département Puy-de-Dôme
Arrondissement Riom
Kanton Riom-Est
Gemeindeverband Communauté de communes Volvic Sources et Volcans.
Koordinaten 45° 55′ N, 3° 4′ O45.9213888888893.0661111111111548Koordinaten: 45° 55′ N, 3° 4′ O
Höhe 374–721 m
Fläche 14,06 km²
Einwohner 6.239 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 444 Einw./km²
Postleitzahl 63140
INSEE-Code

Châtel-Guyon – Ortsansicht

Châtel-Guyon ist eine französische Gemeinde mit 6239 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Puy-de-Dôme in der Region Auvergne.

Lage[Bearbeiten]

Châtel-Guyon liegt oberhalb des westlichen Rands der Limagne etwa 23 Kilometer (Fahrtstrecke) nördlich von Clermont-Ferrand und etwa sechs Kilometer nordwestlich von Riom.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 2.982 3.530 4.386 4.743 5.241 6.133

Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts ist eine stetige Zunahme der Bevölkerung des Orts festzustellen, welche hauptsächlich auf den Zuzug von Menschen aus Clermont-Ferrand zurückzuführen ist. Im Jahr 1973 wurde der kleine Weinort Saint-Hyppolite mit seinen etwa 650 Einwohnern eingemeindet. Aus dem alten Ortsnamen Châtelguyon wurde nunmehr Châtel-Guyon.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In der Gegend wird – möglicherweise schon seit der Römerzeit – Weinanbau betrieben. Außerdem hat der Ort ein kleines Thermalbad mit etwa 20.000 Besuchern jährlich – eine entsprechende Infrastruktur (Hotels, Casino, Golf- und Tennisplätze etc.) ist vorhanden.

Zeichnung (15. Jh.) der mittelalterlichen Burg von Châtelguyon

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name des Ortes ist zurückzuführen auf eine – im 19. Jahrhundert bis auf den letzten Stein abgetragene – mittelalterliche Burg, zu deren Füßen sich der Ort entwickelte. Die Burg wurde vom Grafen Guido II. († 1222) errichtet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die ehemalige Burg sowie das Priorat Saint-Coust, das vom Mutterkloster, der Abtei Mozac, gegründet wurde, lagen bereits im 18. Jahrhundert in Ruinen. Im 19. Jahrhundert wurden die Steine beider Bauten abgetragen und als Baumaterial verkauft. Auf dem Hügel oberhalb des Orts, auf dem ehemals die Burg stand, steht heute ein Kreuz (calvaire).

  • Ein Museum (Maison des Vignerons) zeigt Möbel und Trachten aus der Umgebung.
  • Einige Häuser der Jahrhundertwende haben noch dezente Jugendstilmerkmale.
  • Die Église Sainte-Anne ist eine – oberhalb des Orts gelegene – Wallfahrtskirche aus dem 19. Jahrhundert, die im Jahre 1956 mit Fresken zu Themen aus der Apokalypse geschmückt wurde.

Sonstiges[Bearbeiten]

Im Jahr 1886 hielt sich der französische Romancier Guy de Maupassant für einige Monate in Châtelguyon auf. Ein Jahr später erschien sein Roman Mont Oriol, der in der Gegend spielt.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Châtel-Guyon unterhält eine Städtepartnerschaft mit Montmagny, Québec, Kanada.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gabriele Kalmbach, Hans E. Latzke: Auvergne & Cevennen. DuMont, Köln 2001 ISBN 3-7701-2925-3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Châtel-Guyon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien