Chésopelloz

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Chésopelloz
Wappen von Chésopelloz
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Freiburg (FR)
Bezirk: Saanew
BFS-Nr.: 2179i1f3f4
Postleitzahl: 1720
Koordinaten: 572498 / 18407146.8072277.078332620Koordinaten: 46° 48′ 26″ N, 7° 4′ 42″ O; CH1903: 572498 / 184071
Höhe: 620 m ü. M.
Fläche: 1.67 km²
Einwohner: 126 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 75 Einw. pro km²
Website: www.chesopelloz.ch
Kapelle St. Ulrich in Chésopelloz

Kapelle St. Ulrich in Chésopelloz

Karte
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Chésopelloz (Freiburger Patois Tsèjopèlou?/i) ist eine politische Gemeinde im District de la Sarine (deutsch: Saanebezirk) des Kantons Freiburg in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Chésopelloz liegt auf 620 m ü. M., 6 km westlich der Kantonshauptstadt Freiburg (Luftlinie). Das Bauerndorf erstreckt sich am westlichen Talhang der Sonnaz, östlich des Piamont, im Freiburger Mittelland.

Die Fläche des 1.7 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt der Molassehöhen zwischen der Broyeebene und dem Saanetal. Das Gebiet wird von Südwesten nach Nordosten von der Talmulde der Sonnaz durchquert; die nördliche Grenze verläuft entlang des linken Seitenbachs Ruisseau du Moulin. Im Westen erstreckt sich der Gemeindeboden bis an den Waldrand des Piamont, wo mit 700 m ü. M. der höchste Punkt von Chésopelloz erreicht wird. Südöstlich der Sonnaz reicht das Gebiet in den Wald von Verdilloud und auf die Höhe von Corminboeuf. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 2 % auf Siedlungen, 26 % auf Wald und Gehölze, 71 % auf Landwirtschaft und etwas weniger als 1 % war unproduktives Land.

Zu Chésopelloz gehören der Weiler Le Haut (622 m ü. M.) am östlichen Talhang der Sonnaz sowie mehrere Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Chésopelloz sind Belfaux, Corminboeuf, Avry, Noréaz, Ponthaux und Autafond.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Mit 126 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) gehört Chésopelloz zu den kleinsten Gemeinden des Kantons Freiburg. Von den Bewohnern sind 82.6 % französischsprachig, 13.8 % deutschsprachig und 1.8 % sprechen Italienisch (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Chésopelloz belief sich 1850 auf 118 Einwohner, 1900 auf 152 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts nahm die Bevölkerungszahl durch starke Abwanderung bis 1980 um fast 60 % auf 65 Personen ab. Seither wurde wieder ein rasches Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Chésopelloz war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute haben der Ackerbau, der Obstbau, die Milchwirtschaft und die Viehzucht einen wichtigen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Einige weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. Die Wasserkraft der Sonnaz wurde früher für den Betrieb einer Mühle genutzt. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die hauptsächlich in der Region Freiburg arbeiten.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt abseits der grösseren Durchgangsstrassen, die Hauptzufahrt erfolgt von Corminboeuf. Der nächste Anschluss an die Autobahn A12 (Bern-Vevey) befindet sich rund 6 km vom Ortskern entfernt. Durch eine Buslinie der Transports publics Fribourgeois, die von Freiburg nach Chésopelloz führt, ist das Dorf an das Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1229 unter dem Namen Chissapenlo. Später erschienen die Bezeichnungen Cheseaupenlo (1406), Chesaupello (1445) und Chesopelo (1668). Der Ortsname setzt sich aus dem altfranzösischen Wort chésal (kleines Haus) und dem Personennamen Pennilo zusammen und bedeutet damit Haus des Pennilo.

Chésopelloz gelangte 1317 von den Herren von Estavayer durch einen Abtausch an die Abtei Hauterive. Durch Kauf kam das Dorf spätestens 1442 unter die Herrschaft von Freiburg und wurde der Alten Landschaft (Spitalpanner) zugeordnet. Nach dem Zusammenbruch des Ancien régime (1798) gehörte Chésopelloz während der Helvetik und der darauf folgenden Zeit zum Bezirk Freiburg, bevor es 1848 mit der neuen Kantonsverfassung in den Saanebezirk eingegliedert wurde.

Eine Fusion von Granges-Paccot, Givisiez, Corminboeuf FR und Chésopelloz war bis 2014 unter dem Namen „2C2G“ in Vorbereitung - der neue Ort sollte Englisbourg heissen (nach der Familie Englisberg, die in allen vier Orten gewirkt hat). Dies scheiterte an der Ablehnung durch die Bürger Granges-Paccots..[2][3][4][5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Ulrichskapelle stammt von 1683; Chésopelloz gehört zur Pfarrei Belfaux.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Bericht in FN
  3. http://www.rts.ch/info/regions/fribourg/4880522-quatre-communes-fribourgeoises-vers-une-fusion-sous-le-nom-d-englisbourg.html RTS (auf französisch)
  4. Webpage der Fusion 2C2G
  5. http://www.srf.ch/news/regional/bern-freiburg-wallis/fusion-gescheitert-keine-grossgemeinde-neben-freiburg