Chūgoku Denryoku

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Chūgoku Denryoku
Logo Chūgoku Denryoku.svg
Rechtsform Kabushiki-gaisha (Aktiengesellschaft)
ISIN JP3522200009
Gründung 1. Mai 1951
Sitz Hiroshima
Leitung Tadashi Fukuda (Vorstandsvorsitzender)
Mitarbeiter 10.426 (Stand: März 2007)
Umsatz 1,04 Billionen Yen
(Stand: März 2006;
8,848 Milliarden $)
Produkte VersorgerVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website Chugoku Electric Power
Versorgungsbereich

Chūgoku Denryoku K.K. (jap. 中国電力株式会社, Chūgoku denryoku kabushiki-gaisha; wörtlich: Elektrische Energie Chūgoku; kurz: 中電, Chūden oder EnerGia; engl. The Chugoku Electric Power Co., Inc.; kurz: CEPCO) ist einer der kleineren japanischen Energieversorger.

Der Versorgungsbereich umfasst die Region Chūgoku mit den Präfekturen Tottori, Shimane, Okayama, Hiroshima und Yamaguchi.

Geschichte[Bearbeiten]

Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden im April 1939 alle stromerzeugenden Unternehmen verstaatlicht und 1942 zu neun Staatsunternehmen zusammengefasst. Auf Betreiben von Yasuzaemon Matsunaga, dem Vorsitzenden des Rates zur Reorganisation der Stromindustrie, ließen die Alliierten Besatzungsbehörden diese neun Unternehmen zum 1. Mai 1951 privatisieren, wobei eines davon die Chūgoku Denryoku war. Diese behielten zunächst ihre regionalen Monopole[1] und ab der ineffektiven Liberalisierung des Strommarktes 1995 regionale Quasi-Monopole.[2][3]

Stromerzeugung[Bearbeiten]

Das Kernkraftwerk Shimane gehört der CEPCO. Das Kernkraftwerk Kaminoseki ist in Bau und soll 2015 (Block 1) bzw. 2018 (Block 2) ans Netz gehen.

Stromerzeugung 2006[4]
Art Megawatt (2007) Werke
Hydro 4700 (7 %) 97
Thermal 56.200 (81 %) 12
Nuklear 7.900 (11 %) 1
Sonstige 400 (1 %)  ?

Aktionäre[Bearbeiten]

Der größte Anteilseigner ist Yamaguchi Pref. Shinko Zaidan mit 13,34 % (März 2007). Danach kommen Nippon Life Insurance Company mit 6,245 %, The Master Trust Bank of Japan mit 4,75 %, Japan Trustee Services Bank mit 4,44 % und The Sumitomo Trust & Banking Co. mit 2,01 %.

Vorfälle[Bearbeiten]

Am 31. Oktober 2006 berichtete die Zeitung Asahi Shimbun, dass die CEPCO Überwachungsprotokolle des Doyo-Damms gefälscht hat. Der Damm staut den Fluss Matano. Am 15. November wurde weiter bekannt, dass große Mengen Kühlwasser aus dem Kraftwerk Shimonoseki abgelassen wurden, ohne die notwendigen Protokolle einzuhalten, was die Firma letztlich auch zugeben musste. Das ganze führte zu einem Skandal, da bereits Untersuchungen gegen Kansai Denryoku, Tōhoku Denryoku und Japan Atomic Power Company liefen. Die Firmen hatten Daten aus der Überwachung von Kernkraftwerken gefälscht.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Chūgoku Denryoku – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Takeo Kikkawa: The Role of Matsunaga Yasuzaemon in the Development of Japan’s Electric Power Industry. In: Social Science Japan Journal. Vol. 9, Nr. 2, 2006, S. 204–206, doi:10.1093/ssjj/jyl032.
  2. Paul Scalise: Whatever Happened to Japan's Energy Deregulation? Research Institute of Economy, Trade and Industry (RIETI), 24. Juni 2009, abgerufen am 10. Mai 2011 (englisch).
  3. Japan Energy Data, Statistics and Analysis - Oil, Gas, Electricity, Coal. In: Country Analysis Briefs. U.S. Energy Information Administration, Department of Energy, September 2010, abgerufen am 10. Mai 2011 (englisch).
  4. Bericht 2007
  5. "Not Again"