Chacal-Klasse

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Chacal Klasse
Marine nationale française
Foto
Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer
Einheiten: 6
Verdrängung: 2.126 ts Standard; 3.098 t Max.
Länge: 127 m
Breite: 11,2 m
Tiefgang: 3,65 m
Antrieb: 5 Dampfkessel
Dampfturbinen
55.000 PS (41.014 kW)
Geschwindigkeit: 35,5 kn (66 km/h)
Besatzung: 8 Offiziere
196 Mannschaften
Bewaffnung: 5 × 130-mm-Geschütze
2 × 37-mm-Flak
6 × 550-mm-Torpedorohre

Die Chacal-Klasse war eine Schiffsklasse von sechs Zerstörern der französischen Marine. Die Schiffe waren gemeinsam mit den leichteren und langsameren Zerstörern der Bourrasque-Klasse Bestandteil eines Modernisierungsprogrammes der französischen Marine nach dem Ersten Weltkrieg. Die sechs Schiffe wurden zwischen 1922 und 1927 gebaut. Fünf Zerstörer der Klasse wurden im Zweiten Weltkrieg versenkt. Die Kriegsschiffe wurden nach Landraubtieren benannt.

Schiffe der Klasse[Bearbeiten]

Chacal[Bearbeiten]

(französisch :ChacalSchakal)

Die Chacal wurde am 24. Mai 1940 vor Boulogne-sur-Mer durch deutsche Flugzeuge versenkt. Das Wrack liegt in lediglich zwei Metern Tiefe auf der Position 50° 47′ 58″ N, 1° 35′ 44″ O50.7994444444441.5955555555556.

Jaguar[Bearbeiten]

(franz.: JaguarJaguar)

  • Bauwerft: Arsenal de Lorient (Lorient)
  • Kiellegung: 22. August 1922
  • Stapellauf: 7. November 1923
  • Indienststellung: 24. Juli 1926
  • Verbleib: Am 23. Mai 1940 gesunken.

Die Jaguar wurde am 23. Mai 1940 von den deutschen Torpedoschnellbooten S 21 und S 23 torpediert und versenkt. 13 Seeleute fanden den Tod, 23 wurden verletzt. Das Wrack liegt in acht Metern Tiefe bei Position 51° 3′ 26″ N, 2° 22′ 12″ O51.0572222222222.37.

Léopard[Bearbeiten]

(franz.: LéopardLeopard)

  • Bauwerft: At. & Ch de la Loire (Saint-Nazaire)
  • Kiellegung: 1. August 1923
  • Stapellauf: 20. September 1924
  • Indienststellung: 10. Oktober 1927
  • Verbleib: Am 27. Mai 1943 gestranded.

Die Léopard wurde am 3. Juli 1940 in Portsmouth von der Royal Navy gekapert und am 31. August 1940 an die freifranzösische Marine übergeben. Unter freifranzösischem Kommando trug der Zerstörer den Namen FFL Léopard. Das Kriegsschiff strandete am 27. Mai 1943 nördlich Benghazi. Das Wrack wurde am 19. Juni 1943 zerstört.

Lynx[Bearbeiten]

(franz.: LynxLuchs)

  • Bauwerft: At. & Ch de la Loire (Saint-Nazaire)
  • Kiellegung: 14. Januar 1923
  • Stapellauf: 24. Februar 1925
  • Indienststellung: 10. Oktober 1927
  • Verbleib: Am 27. November 1942 selbstversenkt.

Die Lynx wurde nach dem deutschen Einmarsch in Südfrankreich (sogenannte Freie Zone) am 27. November 1942 gemeinsam mit den Resten der Vichy-französischen Marine selbstversenkt, um einen deutschen Zugriff zu verhindern. Das Wrack wurde am 22. Januar 1944 von den Deutschen gehoben und verschrottet.

Panthère[Bearbeiten]

(franz.: PanthèrePanther)

  • Bauwerft: Arsenal de Lorient (Lorient)
  • Kiellegung: 23. Dezember 1922
  • Stapellauf: 28. Oktober 1924
  • Indienststellung: 10. Oktober 1927
  • Verbleib: Am 27. November 1942 selbstversenkt.

Die Panthère wurde nach dem deutschen Einmarsch in Südfrankreich am 27. November selbstversenkt. Die italienische Marine hob das Wrack im März 1943 und schleppte es nach Italien. Der Zerstörer erhielt den Namen FR 22. Das Schiff wurde am 9. September 1943 in La Spezia verschrottet.

Tigre[Bearbeiten]

(franz.: TigreTiger)

  • Bauwerft: AC de Bretagne (Nantes)
  • Kiellegung: 15. September 1923
  • Stapellauf: 2. August 1924
  • Indienststellung: 1. Februar 1926
  • Verbleib: Am 4. Januar 1954 stillgelegt.

Die Tigre wurde am 27. November in Toulon selbstversenkt. Die italienische Marine hob das Wrack und reparierte es. Nach der Kapitulation Italiens wurde der Zerstörer am 28. Oktober 1943 an die freifranzösische Marine übergeben. Die Tigre wurde am 4. Januar 1954 außer Dienst gestellt.

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • M.J. Whitley: Zerstörer im Zweiten Weltkrieg. 2. Auflage. Motorbuchverlag, Stuttgart 1997, ISBN 3-613-01426-2