Chadli Amri

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Chadli Amri

Chadli Amri im Jahr 2011

Spielerinformationen
Geburtstag 14. Dezember 1984
Geburtsort Saint-AvoldFrankreich
Größe 178 cm
Position Rechtsaußen
Vereine in der Jugend
0000–2000
2000–2003
FC Folschviller
FC Metz
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2003–2004
2004–2006
2006–2010
2010–2013
2010–2011
2012
ASC Lascabas
1. FC Saarbrücken
1. FSV Mainz 05
1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern II
FSV Frankfurt (Leihe)

25 (6)
78 (7)
6 (0)
6 (2)
4 (1)
Nationalmannschaft2
2002
2006–2010
Algerien U-21
Algerien
1 (0)
10 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2012/13
2 Stand: 3. April 2013

Chadli Amri (arabisch ‏شادلي عمري‎, DMG Šādilī ʿAmrī) (* 14. Dezember 1984 in Saint-Avold, Frankreich) ist ein algerischer Fußballspieler. Neben der algerischen besitzt er auch die französische Staatsangehörigkeit.

Karriere[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Beginn in Frankreich[Bearbeiten]

Der Stürmer Amri, Sohn algerischer Einwanderer, die schon vor seiner Geburt nach Frankreich kamen, fing als Sechsjähriger mit dem Fußball im lothringischen Dorfverein FC Folschviller an. Von dort aus ging er 2000 in die Jugend des FC Metz. Nachdem altersbedingt 2003 seine Jugendkarriere zu Ende war, wechselte er zum unterklassigen Klub ASC Lascabas.

1. FC Saarbrücken[Bearbeiten]

Amri, der nahe der Grenze zu Deutschland zur Welt kam, ging ein Jahr später zum deutschen Zweitligaaufsteiger 1. FC Saarbrücken direkt an der Grenze zu Frankreich, um sich dort fitzuhalten.[1] Amri wurde kurze Zeit später allerdings verpflichtet. Grund für den Wechsel ins Ausland war laut Amri dass er „hier ein Franzose, in Frankreich aber ein Algerier“ sei. Andererseits aber auch das Anraten von Didier Philippe, zu Dieter Ferner zu gehen. Amri konnte Ferner von seinen Fähigkeiten überzeugen.

Chadli Amri im Trikot des 1. FSV Mainz 05 (2006)

Beim FCS spielte Amri zunächst in der Oberligamannschaft, die von Ferner trainiert wurde. Im Laufe der Saison 2005/06 etablierte sich der Angreifer bei den Profis, für die er in 25 Zweitligaspielen sechs Tore erzielte, die den Abstieg in die Regionalliga jedoch nicht verhindern konnten.[2]

Mit Mainz 05 zwischen Bundesliga und Zweitklassigkeit[Bearbeiten]

In der Sommerpause 2006 wechselte Amri für eine Ablösesumme von 500.000 € zum Bundesligisten 1. FSV Mainz 05.[3] Dort gelang ihm am letzten Spieltag der Saison 2006/07 sein erster Bundesligatreffer gegen den Rekordmeister Bayern München. Nach dem folgenden Abstieg des FSV in die 2. Fußball-Bundesliga avancierte er mit 26 Einsätzen zum Stammspieler und schoss dabei drei Tore.[2]

Im Jahr darauf schaffte er mit dem FSV Mainz 05 den Wiederaufstieg. Durch mehrere kleine Verletzungen konnte er jedoch nur in 18 Spielen auflaufen, in denen er zwei Tore schoss.[2] Im Juni 2009 zog er sich einen Mittelfußbruch in einem Trainingsspiel zu.[4] So stand er Mainz erst wieder Ende Oktober zur Verfügung. Bei seinem Comeback lieferte er sofort eine Torvorlage für Andreas Ivanschitz gegen den SC Freiburg.[5] Im Spiel gegen Eintracht Frankfurt kassierte er eine gelb-rote Karte wegen wiederholten Foulspiels und applaudierte dem Schiedsrichter nach seiner Entscheidung. Amri musste eine Geldstrafe von 3000 € zahlen.[6] Am darauf folgenden Trainingstag zog er sich einen mehrfachen Bänderriss in der linken Schulter zu.[7]

1. FC Kaiserslautern[Bearbeiten]

Sein im Sommer 2010 auslaufender Vertrag beim 1. FSV Mainz 05 wurde nicht verlängert. Daraufhin wechselte Amri zur Saison 2010/11 zum 1. FC Kaiserslautern. In der Hinrunde konnte er aufgrund von Verletzungen allerdings nur ein Spiel für die Roten Teufel absolvieren. Bis zum Saisonende kam er auf sechs Einsätze. Im Sommer 2011 wurde ihm ein Vereinswechsel nahegelegt. Da dieser nicht zustande kam, trainierte er bei der 2. Mannschaft mit.

Auf Leihbasis beim FSV Frankfurt[Bearbeiten]

Der 1. FC Kaiserslautern verlieh Amri ab Januar 2012 für den Rest der Saison an den Zweitligisten FSV Frankfurt, der Leihvertrag beinhaltete aber keine Kaufoption.[8] Am 10. Februar 2012 erzielte er mit dem 1:0 gegen den FC Ingolstadt sein erstes Tor für seinen neuen Arbeitgeber. Bei seinem vierten Einsatz für den FSV zog sich Amri bei einem Zusammenprall mit dem Karlsruher Torwart Orlishausen einen Wadenbeinbruch zu und fiel für den Rest der Saison aus.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Ende August 2006 wurde er erstmals in die algerische Nationalmannschaft berufen, für die er am 2. September 2006 beim 0:0 gegen Guinea in der Qualifikation zum Afrika-Cup sein Debüt gab.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Franz Rudolph: Verlorene Halbzeit. FORUM, 1. Februar 2011, abgerufen am 23. September 2012.
  2. a b c Chadli Amri bei Fussballdaten.de
  3. Transferdaten bei Transfermarkt.de
  4. Amri ist der Pechvogel
  5. Mainz gnadenlos effektiv
  6. Amri's Klatschen kostet
  7. Amri muss pausieren
  8. fck.de Amri auf Leihbasis zum FSV Frankfurt