Chaim Boger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Chaim Boger (1951)

Chaim Boger (hebräisch: חיים בוגר‎; * 25. September 1876 auf der Krim, Russisches Reich, als Chaim Bograschow; † 8. Juni 1963) war ein israelischer Pädagoge und Politiker, der zwischen 1951 und 1955 Abgeordneter der Knesset für die Allgemeinen Zionisten war.

Biographie[Bearbeiten]

Boger besuchte im damaligen Russischen Reich ein Gymnasium, studierte mit seinem Vater und seinem Onkel, Rabbiner Aron Bograschow, die Tora und studierte ab 1901 an der Universität Bern, wo er später eine Promotion in Philosophie ablegte. Danach arbeitete er in russischen Schulen als Hebräischlehrer.

Er gehörte zu den Führungspersonen der Organisation „Zionisten für Zion“, welche dem britischen Uganda-Plan entgegenstand, der einen jüdischen Staat in Ostafrika vorsah. Er wohnte mehreren Zionistischen Kongressen bei und siedelte 1906 in das damals osmanische Palästina über. Er unterstützte die Gründung des Hebräischen Herzlia-Gymnasiums in Tel Aviv, wo er auch als einer der ersten Lehrer unterrichtete und dessen Direktor er von 1919 bis 1951 war.

Nach dem Ersten Weltkrieg gründete er das Viertel Nordia in Tel Aviv für obdachlose Menschen. Von 1921 bis 1930 war er Mitglied der Repräsentantenversammlung des Mandatsgebietes Palästina sowie Mitglied im Stadtrat von Tel Aviv.

Bei den Wahlen 1951 wurde er über die Liste der Allgemeinen Zionisten in die zweite Knesset gewählt.

Boger starb 1963 und wurde in Tel Aviv beigesetzt; später wurde dort eine Straße nach ihm benannt (Bograshov-Straße).

Weblinks[Bearbeiten]