Chaldo-Assyrer

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Chaldo-Assyrer ist ein umstrittener Begriff für das christlich-assyrische/aramäische "Urvolk" des syro-mesopotamischen Raumes.

Der Begriff Chaldo-Assyrer wurde nach dem Sturz Saddam Husseins 2003 in der Verfassung Iraks als Sammelbegriff für jene christlichen Minderheiten im Irak geschaffen, die entweder einen Dialekt des Aramäischen (Syrisch) sprechen oder deren Vorfahren einen solchen sprachen und deren heute lebende Nachkommen zum Teil sprachlich arabisiert wurden.

Mit diesem vereinheitlichenden Namen verlangte dieses Volk auf der Friedenskonferenz in Paris von 1920 seine Rechte auf Selbstbestimmung in seinen Ursiedlungsgebieten.

In der gegenwärtigen irakischen Verfassung sind die Chaldo-Assyrer als Minderheit mit ihrer Sprache anerkannt, doch ihre nationalen Rechte werden als Völkerschaft dadurch nicht gewährt. Sie verfügen im Irak über mehrere Parteien und in Europa und in den USA über mehrere Exil- und Kulturorganisationen.

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