Chalil al-Wasir

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Chalil Ibrahim al-Wazir (* 10. Oktober 1935 in Ramla; † 16. April 1988 in Tunis), auch bekannt als Abu Dschihad, war ein palästinensischer Politiker und stellvertretender Chef der PLO.

Chalil Ibrahim al-Wazir

Leben[Bearbeiten]

Chalil al-Wasir wurde 1948 im Palästinakrieg als Kind zusammen mit seiner Familie aus Ramla vertrieben und kam als Flüchtling in den Gazastreifen. 1959 gründete er u. a. zusammen mit Jassir Arafat die Fatah. Er stieg zum stellvertretenden Chef der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) auf.

Israel wirft al-Wasir die Beteiligung an Anschlägen vor. Er soll ab Ende 1987 die Erste Intifada organisiert haben.[1]

In der Nacht zum 16. April 1988 wurden al-Wasir, zwei Leibwächter und ein Gärtner von einem 26köpfigen israelischen Elitekommando in Tunesien ermordet.[1][2] Der Anschlag wurde vom Mossad geplant.[3] Schon 1997 berichtete die Nachrichtenagentur AP, dass der spätere israelische Verteidigungsminister Ehud Barak in den Mordfall verwickelt sei.[4] Recherchen der Zeitung Jedi’ot Acharonot zu dem Fall durften wegen der israelischen Militärzensur erst im November 2012 veröffentlicht werden.[2] Neben Ehud Barak soll der stellvertretende Ministerpräsident Mosche Jaalon, damals Leiter der Einheit Sajeret Matkal, beteiligt gewesen sein.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Palästinenser. Israel gesteht Mord an PLO-Vize. In: Deutsche Welle, 2. November 2012 (online)
  2. a b Der Spiegel (online)
  3. middle-east-online.com (online)
  4. Gwen Ackerman: „Barak Assassination of Abu Jihad“, AP, 4. Juli 1997. (Abfragedatum: 5. November 2012)