Chambal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Chambal
Verlauf des Chambal im Einzugsgebiet der Yamuna

Verlauf des Chambal im Einzugsgebiet der Yamuna

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Madhya Pradesh, Rajasthan, Uttar Pradesh (Indien)
Flusssystem Ganges
Abfluss über Yamuna → Ganges → Meghna → Indischer Ozean
Quelle im Vindhyagebirge
22° 27′ 0″ N, 75° 31′ 0″ O22.4575.516666666667843
Quellhöhe 843 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung in die Yamuna26.48888888888979.247222222222122Koordinaten: 26° 29′ 20″ N, 79° 14′ 50″ O
26° 29′ 20″ N, 79° 14′ 50″ O26.48888888888979.247222222222122
Mündungshöhe 122 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 721 m
Länge 1050 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 143.220 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss[1] MQ
952 m³/s
Linke Nebenflüsse Banas, Mej
Rechte Nebenflüsse Kali Sindh, Parbati, Shipra
Durchflossene Stauseen Jawahar Sagar, Rana Pratap Sagar, Gandhi Sagar
Großstädte Nagda, Kota
Hydrologischer Hauptstrang des Ganges-Systems
Schlucht des Chambal von der Krone des Gandhi-Sagar-Dammes gesehen

Schlucht des Chambal von der Krone des Gandhi-Sagar-Dammes gesehen

Der Chambal (Hindi: चम्बल, Cambal) ist ein Fluss im nördlichen Indien, der zum Einzugsgebiet des Ganges gehört.

Unterlauf des Chambal bei Dhaulpur, Blickrichtung flussabwärts

Der Chambal entspringt im zentralindischen Vindhyagebirge nahe Indore, durchfließt in zumeist nördlicher oder nordöstlicher Richtung die Bundesstaaten Madhya Pradesh, Rajasthan sowie Uttar Pradesh und mündet nach 1.050 Kilometern in die Yamuna. Er ist nicht nur deren längster Nebenfluss, sondern übertrifft sie auch an Größe, was weiter flussabwärts wiederum für die Mündung der Yamuna in den Ganges gilt.[2] Der Chambal entwässert die Landschaft Malwa zwischen dem Aravalli- und dem Vindhyagebirge. Die größte Stadt an seinen Ufern ist Kota in Rajasthan.

Der Fluss hat mit seinen Nebenflüssen am Rande des Dekkan-Plateaus ein verzweigtes Schluchtensystem geschaffen, in dem er mehrere Stromschnellen bildet und an drei Stellen zur Nutzung seiner Wasserkraft gestaut ist. Auch im unteren Laufabschnitt ist er nicht schiffbar.

Der noch wenig verschmutzte Fluss bietet einigen bedrohten Tierarten Lebensraum, darunter dem Gangesdelfin, dem Gangesgavial sowie dem Sumpfkrokodil. Im Unterlauf sind zwei Abschnitte von zusammen rund 400 Kilometern Länge zu Schutzgebieten erklärt worden.

Das Einzugsgebiet liegt in einem semiariden bis semihumiden Klimabereich, der durch eine savannenartige Vegetation mit dornenreichen Gehölzen und laubabwerfenden Trockenwäldern charakterisiert ist. Im hügeligen Randbereich der Gangesebene sind die Landwirtschaftsflächen verbreitet von Bodenerosion betroffen.

Siehe auch: Liste der längsten Flüsse der Erde

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. G.K. Ambili: Hydrology and Water Resources of Indo-Gangetic basin (IWMI International Water Management Institute, New Delhi)
  2. (Anm.:) Mittlere Wasserführung (MQ):
    Chambal an der Mündung: 952 m³/s
    Yamuna oberhalb der Chambal-Mündung: 430 m³/s
    Yamuna an ihrer Mündung: 2940 m³/s
    Ganges oberhalb der Yamuna-Mündung: 1870 m³/s
 Commons: Chambal River – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien