Champs-Romain

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Champs-Romain (Los Champs e Romanh)
Champs-Romain (Frankreich)
Champs-Romain
Region Aquitanien
Département Dordogne
Arrondissement Nontron
Kanton Saint-Pardoux-la-Rivière
Gemeindeverband Communauté de communes du Périgord vert nontronnais.
Koordinaten 45° 32′ N, 0° 47′ O45.5319444444440.77611111111111Koordinaten: 45° 32′ N, 0° 47′ O
Höhe 155–344 m
Fläche 20,33 km²
Einwohner 310 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 15 Einw./km²
Postleitzahl 24470
INSEE-Code

Rathaus von Champs-Romain
.

Champs-Romain, okzitanisch Los Champs e Romanh, ist eine französische Gemeinde mit 310 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Norden des Départements Dordogne in der Region Aquitanien. Sie gehört zum Arrondissement Nontron und zum Kanton Saint-Pardoux-la-Rivière. Außerdem bildet sie einen Teil des Regionalen Naturparks Périgord-Limousin.

Etymologie[Bearbeiten]

Das nordokzitanische champs, abgeleitet vom Lateinischen campus, bedeutet Felder. Romanh ist aus dem gallorömischen Eigennamen Romanius hervorgegangen.

Geographie[Bearbeiten]

Champs-Romain liegt neun Kilometer östlich von Nontron und fünf Kilometer nordnordöstlich von Saint-Pardoux-la-Rivière (Luftlinie).

Die Gemeinde wird von folgenden Nachbargemeinden umgeben:

Zum Gemeindegebiet von Champs-Romain gehören neben dem Ortskern folgende Weiler, Gehöfte, eine Mühle und ein Schloss:

Au Gravoux (Les Gravoux), Bellevue, Bord, Château le Verdoyer, Croix de Mâlemorts, La Bruyère, La Chabaudie, La Courière, La Croix, La Forge, La Pinière, La Robertie, La Valade, Le Claud-Durand, Le Coderc, Le Communal de Bord, Le Grand Bois, Le Jolivet, Le Petit Bois, Le Piélut, Le Terme, Le Verdoyer, Le Verthamont, Les Brunies, Les Charbonnières, Les Grands Clauds, Les Juilleries, Les Pinquelies, Les Placiaux, Marmeix, Moulin de la Valade, Paugnac, Pierres Blanches, Plaisance, Puyhardy, Romain und Verlaine .

Die Südostgrenze des Gemeindegebietes von Champs-Romain wird von der in einer engen Schlucht nach Südwesten fließenden Dronne gebildet, die sich um die 100 Meter tief in das Grundgebirge eingeschnitten hat. Ihr rechter Nebenfluss, der Ruisseau de Lachenaud, definiert die Südwestgrenze zu Saint-Pardoux-la-Rivière. In ihn mündet der von Nordosten kommende Ruisseau le Manet, der in etwa zentral das Gemeindegebiet entwässert. Der in Nord-Südrichtung fließende Ruisseau la Malencourie, ebenfalls ein rechter Seitenarm der Dronne, markiert die Ostgrenze zu Saint-Saud-Lacoussière.

Der topographisch tiefste Punkt des Gemeindegebietes liegt mit 155 Metern über dem Meer an der Dronne im äußersten Süden, der höchste Punkt mit 344 Metern nördlich von Verlaine im Nordosten.

Geologie[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Champs-Romain liegt vollständig auf dem metamorphen, variszischen Grundgebirge des nordwestlichen Massif Central. Der Westteil wird von neoproterozoischen Paragneisen aufgebaut, die im Ostteil von strukturell tieferliegenden Glimmerschiefern der Parautochthonen Glimmerschiefereinheit abgelöst werden. Sehr wahrscheinlich dürfte es sich hier um einen bedeutenden anormalen Kontakt handeln (Deckenüberschiebung). Der ursprüngliche Kontakt wird aber vollständig vom intrusiven Saint-Mathieu-Leukogranit überdeckt, der auch den größten Teil des östlichen Gemeindegebietes unterlagert. Die Glimmerschiefer sind daher nur noch als kleinere Inseln (bei Les Pinquelies und bei Paugnac) im Leukogranit erhalten geblieben. Im Unterlauf des Ruisseau le Manet sind ordovizische Leptynite in die Paragneise eingelagert. Die Paragneise sind hochgradig metamorph und haben stellenweise den Grad der Anatexis erreicht, zu erkennen an kleineren Granodioritkörpern (westlich von Les Juilleries), die mit dem aus dem Westphal stammenden Piégut-Pluviers-Granodiorit assoziiert sind; der eigentliche Granodiorit wird gerade noch bei Au Gravoux im Nordwesten gestreift. Der Leukogranit drang seinerseits gegen Ende des Oberkarbons entlang der nord-südlich orientierten Kontaktzone auf; er wurde in seiner Abkühlphase von mikrogranitischen und lamprophyrischen Gangschwärmen durchsetzt. Die Mikrogranitgangschar streicht Nordnordwest-Südsüdost. Auch einige Quarz- und Pegmatitgänge sind gegenwärtig.

Der Leukogranit ist in der Nähe der Nord-Süd-streichenden Lamprophyrgänge stellenweise an Uran angereichert (bei Au Gravoux) und enthält beispielsweise bei La Robertie die Minerale Autunit und Chalkolith. Die Vorkommen wurden aber als nicht abbauwürdig eingestuft. Turmalin (Schörl) kann in den Paragneisen gefunden werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde hieß bis 1875 nur Romain, abgeleitet von dem gleichnamigen Ortsteil. Es wurde dann der heute gültige Doppelname gewählt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 433 410 373 332 331 328 317

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister von Champs-Romain ist seit 2008 der parteilose Postangestellte Guy Lastère.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Dronne am Saut du Chalard
  • Der Saut du Chalard, Stromschnellen in der Dronne unterhalb von Romain.
  • Das Château le Verdoyer mit Campingplatz.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Der Ortskern wird von der D 83 gequert, die hinter Saint-Saud-Lacoussière von der nach Nontron führenden D 79 aus in südwestlicher Richtung nach Saint-Pardoux-la-Rivière abzweigt. Entlang der Nordwestgrenze des Gemeindegebietes verläuft die D 85 von Châlus (Haute-Vienne) nach Nontron. In die D 85 münden von Osten kommend die D 79 aus Saint-Saud-Lacoussière sowie bei Au Gravoux aus Südosten die D 96, eine von der D 79 abzweigende Querverbindung nach Abjat-sur-Bandiat und weiter nach Piégut-Pluviers.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Briand, B. et al.: Feuille Châlus. In: Carte géologique de la France à 1/50000. BRGM.
  •  Guillot, P.-L. et al.: Feuille Thiviers. In: Carte géologique de la France à 1/50000. BRGM.


Weblinks[Bearbeiten]