Champtoceaux

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Champtoceaux
Wappen von Champtoceaux
Champtoceaux (Frankreich)
Champtoceaux
Region Pays de la Loire
Département Maine-et-Loire
Arrondissement Cholet
Kanton Champtoceaux
Koordinaten 47° 20′ N, 1° 16′ W47.336944444444-1.266666666666770Koordinaten: 47° 20′ N, 1° 16′ W
Höhe 2–86 m
Fläche 15,54 km²
Einwohner 2.387 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 154 Einw./km²
Postleitzahl 49270
INSEE-Code
Website http://www.champtoceaux.fr

Rathaus von Champtoceaux, im Hintergrund Schlosstor
Loire und Île Neuve von Champalud aus gesehen

Champtoceaux ist eine französische Gemeinde mit 2387 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Maine-et-Loire in der Region Pays de la Loire. Sie gehört zum Arrondissement Cholet und zum Kanton Champtoceaux. Sie liegt am Südufer der Loire westlich von Tours, etwa 50 Kilometer flussabwärts von Angers und etwa 30 Kilometer flussaufwärts von Nantes. Nachbargemeinden sind Oudon (am anderen Flussufer), La Varenne, Drain und Saint-Sauveur-de-Landemont.

Geschichte[Bearbeiten]

Le moulin pendu

Champtoceaux, früher Châteauceaux, war im Mittelalter eine der wichtigsten Festungen Frankreichs, vor allem des Anjou gegenüber der Bretagne. In karolingischer Zeit gehörte sie zur Bretonischen Mark. Ein Felssporn, der sich 70 Meter über dem Fluss erhebt, war der Untergrund der Festung.

Gregor von Tours nennt Champtoceaux (lateinisch „Castrum Sellense“) eine der 25 wichtigsten Festungen der Gallier. Der dazugehörende Hafen, „Portus selus“, sicherte die Versorgung. Um 560 wurde ein Herzog Austrapius zum Bischof in Châteauceaux geweiht, das daraufhin kurzzeitig zum Sitz einer Unterdiözese des Bistums Poitiers wurde.[1] Im 8. Jahrhundert empfing Pippin der Kleine hier die Botschafter des Kalifen von Bagdad.

Bis 942 gehörte Châteauceaux zum Poitou und wechselte dann in den Besitz von Alain II. Barbetorte, Herzog von Bretagne. Nach seinem Tod heiratete seine Witwe den Grafen von Anjou, wodurch Châteauceaux erneut den Besitzer wechselte. Im Jahr 988 befahl Graf Fulko Nerra von Anjou den Bau einer Festung, von der aus auch der Wegezoll erhoben wurde.

Die Burg wurde im Lauf der Zeit mehrfach belagert:

Im Jahr 1420 schließlich wurde die Burg zerstört. Während der Bretonischen Erbfolgekriegs wurde Herzog Johann V. in Châmptoceaux gefangen gesetzt. Nach seiner Befreiung durch die Engländer befahl er die Zerstörung der Burg. Danach spielte Champtoceaux keine politische Rolle mehr.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009
Einwohner 1100 1169 1252 1384 1524 1748 2342

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Robert Favreau: Histoire du Poitou et des Pays charentais, Seite 126

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Champtoceaux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien