Chancay-Kultur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Cuchimilco, hergestellt zwischen 1200 und 1470

Die Chancay-Kultur entwickelte sich an der Küste Mittelperus, nördlich von Lima, zwischen 1300 und 1450.

Tuch der Chancay

Verbreitung[Bearbeiten]

Sie ist unter anderem bekannt durch ihre Keramikfiguren, Graburnen und die Cuchimilcos, die in großer Menge in verschiedenen Grabstätten größerer Nekropolen gefunden wurden, wie etwa in Ancón. Diese Grabstätten wurden alle ausgeplündert. Die Chancay-Kultur breitete sich über vier küstennahe Täler aus: Chillón, Huaura, Rímac und Chancay.

Handwerk und Kunst[Bearbeiten]

Cuchimilcos sind stilisierte anthropomorphe Figuren unterschiedlicher Größe. Sie sind meist relativ plump, unregelmäßig modelliert und mit verlaufender Farbe, was vermuten lässt, dass sie in großer Eile gefertigt wurden.

Die Canchay-Kultur zeichnet sich auch durch eine wertvolle Textil-Kunst aus, die von der Paracas-Kultur übernommen wurde. Beispiele hierfür sind Leichentücher sowie verschiedene Begräbnisobjekte wie z. B. Chancay-Puppen. Diese Stoff-Puppen wurden dem Toten mit ins Grab gegeben. Manche scheinen Lebensabschnitte des Verstorbenen darzustellen oder Menschen, die ihm sehr nahe standen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten]

 Commons: Chancay - Töpferei – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Chancay-Kunst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien