Change Communication
Change Communication (auch: Veränderungskommunikation, Change Kommunikation) ist eine Teildisziplin der Unternehmenskommunikation. Das Ziel von Change Communication ist die adäquate Begleitung von Change Management.
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[Bearbeiten] Ursprung
Der Ansatz von Change Communication ist interdisziplinär: Die Kommunikationsinstrumente und Kommunikationskanäle der Internen Unternehmenskommunikation werden ergänzt um spezifische Tools und Instrumente, die sich in Veränderungssituationen bewährt haben. Diese Tools und Instrumente haben Ihren Ursprung in Ansätzen der Managementlehre und Betriebswirtschaftslehre, wie Change Management, Lernende Organisation, Organisationsentwicklung, Personalentwicklung.
Aber auch Psychologie und Systemtheorie üben einen erheblichen Einfluss aus mit ihrem Blick auf Menschen, auf soziale Beziehungen und Dynamiken in Organisationen. So hat Change Communication neben der bloßen Informationsvermittlung auch Interesse an den Emotionen der Menschen, die sich in Veränderungssituationen in Form von Widerstand oder in verdeckten und offenen Konflikten zeigen.
[Bearbeiten] Ursachen für die Entstehung
Die Entstehung von Change Communication ist Folge der steigenden Dynamik, der Unternehmen seit Jahren ausgesetzt sind: Auswirkungen u.a. von Globalisierung, Prozessmanagement und Technischem Fortschritt mit ihren Konsequenzen für Unternehmen wie erhöhten Wettbewerbsdruck und Rationalisierungszwang.
Zahlreiche Studien haben auf die hohen Reibungsverluste in Changeprojekten hingewiesen. Als Ursache wurde immer wieder auf fehlende Akzeptanz und mangelhafte Einbindung von weiten Teilen des Managements und der Mitarbeiter hingewiesen. Diese Aufgabe ist jetzt Kernaufgabe von Change Communication.
[Bearbeiten] Arbeitsschwerpunkte
Die Schwerpunkte, an denen Change Communication arbeitet, können in folgenden Punkten zusammengefasst werden:
- Zielgruppengerechte Informationspolitik durch Einsatz unternehmensinterner Medien (Newsletter, Mitarbeiterzeitung, Broschüren, Aushänge, Infomarkt, Intranet u.a.)
- Involvierung der betroffenen Manager und Mitarbeiter durch Initiierung von relevanten Dialogen (diverse Ansätze u.a. Großgruppenkonferenzen, Fokusgruppen, Action Learning, unternehmensinterne Wikis oder Blogs)
- Entwicklung bzw. Förderung einer Unternehmenskultur, die es möglich macht, die Chancen in Veränderungen zu erkennen und zu nutzen und nicht einseitig die Bedrohungen
- Beratung und Coaching von Führungskräften in Veränderungsprozessen
[Bearbeiten] Einsatzfelder
Typische Einsatzfelder von Change Communication sind
- Prozessoptimierung
- Restrukturierung
- Mergers & Acquisitions
- Insourcing/Outsourcing
- Strategische Neuausrichtung
[Bearbeiten] Literatur
- Michael Berger, Jutta Chalupsky, Frank Hartmann: Change Management – (Über-)Leben in Organisationen. 6 Auflage. Verlag Dr. Götz Schmidt, Gießen 2008, ISBN 978-3-921313-74-9.
- Egbert Deekeling, Dirk Barghop (Herausgeber): Kommunikation im Corporate Change: Maßstäbe für eine neue Managementpraxis. Gabler, 2008.
- Christoph Harringer, Hannes Maier (Herausgeber): Change Communications Jahrbuch 2011. Springer Verlag, ISBN 978-3642203763.
- Ulrich Hinsen: Führungskommunikation. Dialoge. Kommunikation im Wandel - Wandel in der Kommunikation. Berlin 2009, ISBN 978-3-940543-05-9.
- Jörg Pfannenberg, Veränderungskommunikation: Wie Sie den Change-Prozess wirkungsvoll unterstützen. Themen, Prozesse, Umsetzung. Frankfurter Allgemeine Buch im F.A.Z.-Institut, 2009.
- Eike Wagner et al.: Wie erfolgreiche Veränderungskommunikation wirklich funktioniert ?! Verlag ProBusiness, 2010, ISBN 978-3-86805-556-6.