Chardonnay

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Dieser Artikel beschreibt die Rebsorte; die gleichnamige französische Gemeinde ist unter Chardonnay (Saône-et-Loire) zu finden.
Chardonnay
Synonyme siehe Abschnitt Synonyme
Chardonnay
Art Edle Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera)
Beerenfarbe weiß
Verwendung
Herkunft Frankreich, Burgund
VIVC-Nummer 2455
Abstammung

Kreuzung aus
Pinot × Gouais Blanc (= Heunisch)

Liste von Rebsorten
Rebberge in Chardonnay

Der Chardonnay ist eine weiße Rebsorte mit hohem Qualitätspotenzial.

Der Chardonnay ist genotypisch verwandt mit den Burgundersorten. Eine im Jahr 1998 durchgeführte DNA-Analyse ergab, dass der Chardonnay das Ergebnis einer natürlichen Kreuzung von Pinot und Gouais Blanc/Heunisch ist.[1]

Anbau und Charakter[Bearbeiten]

Weltweit sind ca. 175.000 Hektar Rebfläche mit Chardonnay bestockt. Damit liegt er in der Rangliste der meist angebauten Rebsorten auf Platz 8 (bezogen auf Erhebungen aus den Jahren 2001–2007). An das Klima stellt er wenig Ansprüche, sein Anbau ist nicht auf die gemäßigten Bedingungen seiner burgundischen Heimat angewiesen. Der frühe Austrieb macht ihn allerdings für Spätfröste im Frühjahr anfällig. Dafür ist er auch im Herbst früh reif. Er bevorzugt kalkhaltige Böden.

Der Chardonnay gilt wie auch der Riesling als sehr hochwertige Weißweintraube. Sein Wein zeichnet sich vor allem durch Körperreichtum aus. Das Aroma ist weniger charakteristisch als das eines Rieslings oder Gewürztraminers, dafür kann der Chardonnay den Charakter der Weinbergslage gut zum Ausdruck bringen. Bei ungenügender Traubenreife wirkt er jedoch dünn und grasig. Daher besitzt ein guter Chardonnay stets einen verhältnismäßig hohen Alkoholgehalt, 13 % sind nicht selten. Als einer der wenigen Weißweine kann der Chardonnay durchaus vom Ausbau in Eichenfässern profitieren. Typisch ist sein Geschmack nach Walnüssen, zuweilen auch als rauchig bezeichnet. Bei später Lese hat er schon hervorragende Weine mit Edelfäule (Botrytis cinerea) hervorgebracht; insbesondere im Mâconnais, in Rumänien und in Neuseeland.

Die berühmtesten Chardonnay-Weine wachsen auf den kalkhaltigen Böden von Puligny-Montrachet, Meursault, Corton-Charlemagne und Chablis. Die Trauben haben nussige, im Alter leicht petrolige Aromen. Der Erfolg dieser Traube beruht darauf, dass sie auf nahezu jedem Bodentyp ansprechende Qualitäten hervorbringt. Sie treibt früh aus und darf nicht zu spät gelesen werden, weil sonst die Säure absinkt.

Geschichte und Herkunft[Bearbeiten]

Chardonnay

Ursprünglich ist er im Burgund beheimatet, wo er nach wie vor die besten Früchte trägt. Im Burgund gibt es eine kleine Gemeinde mit dem Namen Chardonnay, einer von "Chardon” (frz. Distel) abgeleiteten Ortsbezeichnung.

Der Chardonnay ist in den letzten Jahren weltweit sehr in Mode gekommen. Diesen Umstand hat er neben seinen geschmacklichen Qualitäten dem Umstand zu verdanken, dass er sehr anpassungsfähig ist und in vielen Anbaugebieten der Welt ansprechende Weine hervorbringt.

Eine 1999 durch Carole Meredith an der University of California, Davis durchgeführte, breit angelegte DNA Analyse mit 352 Rebsorten legt den Schluss nahe, dass die Sorte Chardonnay eine natürliche Kreuzung der Sorten Pinot und Gouais Blanc ist. Aus der gleichen Untersuchung ging hervor, dass die Sorten Aligoté, Aubin Vert, Auxerrois, Bachet Noir, Beaunoir, Dameron, Franc Noir de la Haute Saône, Gamay Blanc Gloriod, Gamay, Knipperlé, Melon de Bourgogne, Peurion, Romorantin, Roublot und Sacy ähnlich wie Bachet Noir alle aus spontanen Kreuzungen zwischen Pinot und Gouais Blanc entstanden. Da die genetischen Unterschiede zwischen Pinot Blanc, Pinot Gris und Pinot Noir äußerst gering sind, liegt eine genaue Spezifizierung des Pinot-Typs noch nicht vor.[2] Diese Abstammung erklärt auch die große Ähnlichkeit zwischen Weißburgunder und Chardonnay.

Die erhebliche genetische Differenz zwischen Pinot und Gouais Blanc erklärt den Erfolg der natürlichen Kreuzungen. Während der Pinot eine aus der Burgundergegend stammende Sorte ist, die direkt aus einer Wildrebe entstand (Meredith glaubt, dass zwischen einer Wildrebe und dem Pinot höchstens zwei Mutationen stehen), wurde der Gouais Blanc vermutlich von den Römern importiert und fand den Weg ins Burgund über das Rhônetal. Einer damaligen Tradition folgend standen beide Sorten im Gemischten Satz in unmittelbarer Nähe zueinander. Dieser Umstand ermöglichte natürliche Kreuzungen in großer Anzahl.

Eine andere molekulargenetische Analyse im Institut INRA in Montpellier durch Professor Boursiquot hat ergeben, dass sowohl der Gouais Blanc als auch der Weiße Heunisch zwei Abkömmlinge einer uns noch unbekannten Rebsorte der großen Heunisch-Familie sind.

Ampelographische Sortenmerkmale[Bearbeiten]

Chardonnay-Traube in der Champagne
Chardonnay-Blatt mit nackter Stielbucht
  • Die Triebspitze ist offen. Sie ist weißlich hellgrün behaart, mit karminrotem Anflug. Die gelbgrünen Jungblätter sind anfangs spinnwebig behaart um danach fast unbehaart zu sein.
  • Die mittelgroßen grünen Blätter sind rundlich, meist ganz oder schwach dreilappig. Nur die Blätter der Geiztriebe sind tief gebuchtet. Die Stielbucht ist lyrenförmig offen und wird in 95 Prozent der Fälle durch Blattnerven (nackte Stielbucht) begrenzt. Das Blatt ist stumpf gezähnt. Die Zähne sind im Vergleich der Rebsorten mittelgroß. Die Blattoberfläche (auch Spreite genannt) ist nur leicht blasig.
  • Die walzenförmige Traube ist selten geschultert, klein bis mittelgroß und dichtbeerig (lockerbeeriger als Pinot Blanc). Die rundlichen bis ovalen Beeren sind klein bis mittelgroß und von grüngelber bis bernsteinener Farbe. Die Schale der Beere ist dünnhäutig bis mittelstark.

Der Chardonnay treibt mittelfrüh aus und ist empfindlich gegen Spätfröste. Ihn zeichnet jedoch bei guter Holzreife eine gute Winterfrosthärte aus.

Sie hat aber eine große Anbaubreite im Vergleich zu anderen Rebsorten. Sie ist mäßig anfällig gegen den Echten Mehltau und den Falschen Mehltau, aber anfällig gegen Grauschimmelfäule und Phytoplasmabefall. Der Phytoplasmenbefall führt zu Vergilbungskrankheiten wie die Goldgelbe Vergilbung (franz.: Flavescence dorée) oder auch die Schwarzholzkrankheit.

Klonselektion[Bearbeiten]

Im Laufe der Jahrzehnte wurde weltweit eine Vielzahl von Klonen selektiert und anerkannt. Die folgende Tabelle zeigt einen Auszug bekannter Klone.

Klon Herkunft Zulassung Mostgewicht Bemerkungen
75 1971
76 Saône-et-Loire 1971 hoch Gleichmäßig guter Ertrag und gute Qualität
77 Beaune 1971
78 Côte-d’Or 1971 niedrig Sehr hoher Ertrag
95 Côte-d’Or 1971 hoch Guter Ertrag und gute Qualität.
Große Beeren, neutrales Aroma, geeignet zur Schaumweinherstellung.
96 Côte-d’Or 1971 mittel Gleichmäßig hoher Ertrag bei mäßiger Qualität.
Große Beeren, neutrales Aroma, geeignet zur Schaumweinherstellung sowie der Erzeugung korrekter Landweine.
116 Colmar ? 1971
117 Colmar ? 1971
118 Colmar ? 1971
119 Colmar ? 1971
128 mittel Gleichmäßig hoher Ertrag bei mäßiger Qualität.
Große Beeren, neutrales Aroma, geeignet zur Schaumweinherstellung sowie der Erzeugung korrekter Landweine.
277 Beaune 1973 mittel wuchsstark. Große Beeren, neutrales Aroma, geeignet zur Schaumweinherstellung.
352 Beaune 1975
414 Beaune 1976
415 Beaune 1976
548 Dijon 1978 hoch Kleine Trauben, aufgrund des hohen Mostgewichts zum Verschnitt geeignet.
Niedriger Ertrag durch Verrieseln.
Neutrales Aroma, geeignet zur Schaumweinherstellung.
549 Beaune 1978
809 Mâcon 1985 Leichtes Muskat-Aroma
1066 2003 Geringer Ertrag, kleine Trauben, neigt zur Verrieselung.
Zur Erzeugung von Qualitätsweinen geeignet.
1067 2003 hoch Kleine Trauben, aufgrund des hohen Mostgewichts zum Verschnitt geeignet.


Ähnlich Klon 548 bei geringerem Ertrag und höherem Mostgewicht.

1068 2003 hoch Kleine Trauben, aufgrund des hohen Mostgewichts zum Verschnitt geeignet.
Ähnlich Klon 548 jedoch mit leichtem Muskat-Aroma.
1 Gm Geisenheim Hohe Botrytisfestigkeit, kräftige Säurestruktur
Geeignet zur Schaumweinherstellung.
2 Gm Geisenheim Hohe Botrytisfestigkeit, kräftige Säurestruktur
Geeignet zur Schaumweinherstellung.
3 Gm Geisenheim Hohe Botrytisfestigkeit, kräftige Säurestruktur
Geeignet zur Schaumweinherstellung.

Verbreitung[Bearbeiten]

Bis vor wenigen Jahren waren die Zahlen zur Verbreitung des Chardonnay sehr unzuverlässig. Weißburgunder und Chardonnay sind rein äußerlich kaum voneinander zu unterscheiden. Blätter, Trauben und Beeren sind einander sehr ähnlich und nur durch ein geschultes Auge sind beide Sorten auseinanderzuhalten.

In Italien beispielsweise wurden erst 1978 ernsthafte Erhebungen begonnen, um den Anteil von Chardonnay in der Reblandschaft zu bestimmen. Daher taucht der Chardonnay in italienischen Statistiken erst ab den frühen 1980er Jahren auf, obwohl schon lange angebaut.

Bei genauer Analyse der Triebspitzen beider Sorten fällt ein Unterschied in der Länge der Behaarung (siehe Trichom) sowie in der Textur der Jungblätter auf. Darüber hinaus verlaufen beim Chardonnay Blattadern im Bereich der Stielbucht, einem Teil des Spreitengrundes, am äußersten Blattrand. Diese recht seltene Anordnung teilt sich der Chardonnay unter anderem mit dem Cabernet Sauvignon.

Frankreich[Bearbeiten]

Hauptartikel: Weinbau in Frankreich

In Frankreich sind ca. 43.887 ha mit Chardonnay bepflanzt (Stand 2007 gemäß Statistik ONIVINS [3][4]). So sind etwa die berühmten burgundischen Weißweine von Chablis, Meursault oder Puligny-Montrachet Chardonnay-Weine. Im Champagner ist Chardonnay im Mittel zu knapp 30 % enthalten, im Blanc-de-Blancs-Champagner sogar zu 100 %. Immer noch stehen ca. 90 % der französischen Chardonnay-Bestände im Burgund und in der Champagne. Die Anbauflächen im Elsass, an der Loire, im Jura und im Midi steigen jedoch stetig an.

Burgund[Bearbeiten]

Chardonnay ist eine der dominierenden Rebsorten des Burgund, obwohl die bestockte Rebfläche nur etwa einem Drittel der des Spätburgunders (im Burgund Pinot Noir genannt) entspricht. Neben dem Chablis wird sie überwiegend an der Côte d’Or – dort hauptsächlich an der Côte de Beaune – sowie an der Côte Chalonnaise und im Mâconnais angebaut.

Höchste Qualität erreicht die Rebsorte in den acht Grand Cru Lagen der Côte d’Or, in der sie zum Anbau zugelassen ist. Neben den Lagen Le Montrachet, Criots-Bâtard-Montrachet, Bâtard-Montrachet, Chevalier-Montrachet und Bienvenue-Bâtard-Montrachet wird sie auch in den Toplagen Charlemagne, Corton-Charlemagne und Le Musigny angebaut. Die Weißweine dieser Lagen zählen zu den renommiertesten, teuersten und exklusivsten dieser Welt und galten lange als Vorbild vieler ambitionierter Winzer der neuen Welt. Sie verfügen meist über einen höheren Alkoholgehalt als in den übrigen Lagen des Burgunds, der häufig über 13 Volumenprozent liegt und überzeugen durch eine Fülle von Aromen. Je nach Einzellage werden den Weinen Aromen von Haselnuss, Marzipan oder auch Butter zugesprochen. Die Weine der Grand Cru Lagen benötigen eine mehrjährige Flaschenlagerung zur Entwicklung des typischen Bouquet.

Südlich der Côte d’Or schließen sich die Weinbauregionen der Côte Chalonnaise und des Mâconnais an. Die bedeutendsten Weinbaugemeinden der Côte Chalonnaise sind Mercurey, Montagny-les-Buxy und Rully. Die besten Erzeuger erzielen dort Qualitäten, die denen der Côte de Beaune nur wenig nachstehen. Die wichtigsten Weinbaugemeinden des Mâconnais liegen nur unweit der Stadt Mâcon. Bedeutendste Appelation dieser Region ist die international bekannte Herkunftsbezeichnung Pouilly-Fuissé. Die Reben wachsen dort zu Füßen der Felsenklippen von Solutré und Vergisson, die das Ende eines Kalkstein-Plateaus markieren, auf dem alle Burgunder mit Ausnahme des Beaujolais wachsen. Die Weine von Pouilly-Fuissé fanden lange Zeit reißenden Absatz in den Vereinigten Staaten. Die daraus resultierende Mangelsituation führte zu einem Preisniveau, das sich dem der Grand Cru Weine der Côte d’Or näherte. Einfache Mâcon-Weine sollten binnen 2–3 Jahre nach der Ernte getrunken werden, da sie ansonsten ihren fruchtig-frischen Charakter verlieren. Dieser Weintypus galt den großen Massenerzeugern in Südafrika, Argentinien und Kalifornien als Vorbild ihrer eigenen Produkte.

Chablis[Bearbeiten]

Hauptartikel: Chablis (Weinbaugebiet)

Der Chardonnay ist die einzig zugelassene Rebsorte des sortenrein ausgebauten Chablis. Der Name war insbesondere in den 1970er und 1980er Jahren sehr bekannt und galt in dieser Zeit als Synonym eines trocken ausgebauten Weißweins. Vor der Einführung des Markenschutzes für den Namen Chablis bedienten sich insbesondere australische und kalifornische Winzer dieses Namens auf dem Flaschenetikett, um mit dem griffigen Namen ihre trockenen Weißweine selbst anderer Rebsorten zu vermarkten.

Das Weinbaugebiet Chablis mit dem Status einer geschützten Herkunftsbezeichnung befindet sich am Rand des Pariser Beckens. Durch Verwerfungen sind an dieser Stelle die Böden des Erdzeitalters Kimmeridgium aufgeschlossen. Im Kalkgestein des Kimmeridgium befinden sich zahlreiche Einschlüsse versteinerter Muscheln.

Höchste Qualitäten werden in den sieben Grand Cru Lagen des Chablis erzeugt. Die Lagen Blanchots, Bougros, Les Clos, Grenouilles, Preuses, Valmur und Vaudésir befinden sich unweit des Städtchens Chablis in Hanglage über dem Fluss Serein. Die sieben Lagen vereinen nahezu 100 Hektar Rebfläche. Eine Besonderheit dieser vom Bodentypus und vom Mikroklima begünstigten Lagen liegt im Ausbilden des goût de pierre à fusil, eines Aromas vom Feuerstein.

Ein weiteres Charakteristikum des Weinbaugebiets ist seine nördliche Lage mit einem kühlen Weinbauklima. Dieses Klima erhält dem Chardonnay eine ausgeprägte Säure, die der Winzer meist zugunsten der Fruchtigkeit im Wein belässt. Die Weine werden daher meist im Edelstahltank ausgebaut und durchlaufen nicht die malolaktische Gärung (auch biologischer Säureabbau oder BSA genannt). Die stahlige Säure, die stark vom vergleichsweise hohen Anteil der Äpfelsäure bestimmt wird, ist einer der Markenzeichen des Chablis und verleiht dem Weißwein eine bemerkenswerte Langlebigkeit.

Unter dem Eindruck der Erfolge der Winzer aus Kalifornien und Argentinien gibt es jedoch immer mehr Befürworter eines Ausbaus der Weine im kleinen Eichenfass, dem Barrique. Beim Ausbau im Holzfaß durchläuft der Wein den biologischen Säureabbau und wird dabei in der Jugend geschmeidiger.

Champagne[Bearbeiten]

Im Anbaugebiet Champagne ist der Chardonnay neben den roten Spätburgunder und Schwarzriesling eine der drei wichtigen Rebsorten. Der Großteil der bestockten Rebfläche befindet sich in den Départements von Aube und Marne. Zusammen mit dem nahegelegenen Chablis steht hier nahezu die Hälfte der mit Chardonnay bestockten Fläche innerhalb Frankreichs.

Insbesondere die Kalksteinböden der Côte des Blancs entlang der Marne eignen sich hervorragend zum Anbau dieser Sorte. Die Belemnit-Kreide aus der Oberen Kreidezeit findet sich im Herzen des Anbaugebietes zwischen der Montagne de Reims und der Côte des Blancs. Der Boden speichert die Feuchtigkeit sehr gut, leitet aber überschüssiges Wasser ebenso gut nach unten ab. Die bedeutendsten Weinbaugemeinden der Côte des Blancs sind Avize, Cramant und Le Mesnil-sur-Oger. Während die Rebflächen in Avize vergleichsweise leichte Weine hervorbringen, kommen aus Cramant die aromatischsten Grundweine der Côte des Blancs. In Le Mesnil-sur-Oger ist der Säuregehalt in der Regel höher als in den umliegenden Gemeinden. In dieser Region entstehen auch die meisten Blanc de Blancs Champagner, also Schaumweine die ausschließlich aus weißen Trauben hergestellt werden. Die Grundweine aus Chardonnay bringen Finesse in den Sortenmix, sofern auch Beerenmaterial von Spätburgunder und/oder Schwarzriesling verwendet werden.

Mit einer Lage zwischen 48° und 49,5° nördlicher Breite liegt die Champagne an der Nordgrenze des französischen Weinbaus. Das Klima ist semi-kontinental mit ozeanischen Einflüssen. Die jährliche Niederschlagsmenge ist mit 650 bis 700 mm recht moderat. Die Sonnenscheindauer beträgt durchschnittlich 1.650 Stunden, wovon aber ein Viertel auf Juli und August entfallen. Die Jahresmitteltemperatur liegt nur knapp über 10 °C[5] Aufgrund dieser Rahmenbedingungen kommt der Chardonnay in der Champagne selten zur Vollreife. Daher ist der Anteil der nicht veratmeten Äpfelsäure in den Beeren zum Zeitpunkt der Lese noch ausgesprochen hoch. Die im Vergleich zur milden Milchsäure aggressivere Äpfelsäure verleiht dem Grundwein den für Schaumwein notwendigen hohen Säuregehalt.

Das kühle Klima verlangt jedoch eine scharfe Ertragsbeschränkung (→ Reberziehung), damit sich in den verbleibenden Beeren ausreichend viele Aromastoffe bilden können. Der lange Verbleib der Grundweine auf der Hefe verleiht den Weinen einen leicht cremigen Charakter.

Andere Regionen Frankreichs[Bearbeiten]

Neben den bereits genannten Region im Norden Frankreichs verfügt die Weinbauregion Languedoc über die größten Chardonnay-Bestände. Ursprünglich wurde der Chardonnay fast ausschließlich im Umfeld der Stadt Limoux angebaut. Zusammen mit der Leitsorte Mauzac ist die Sorte ein wichtiger Bestandteil des Schaumweins Blanquette de Limoux. Gleiches gilt für den Crémant de Limoux.

Mittlerweile geht ein bedeutender Teil der auf mehr als 9000 Hektar angebauten Sorte in den populären Vin de Pays d’Oc. Ziel bei der Schaffung dieses Landweins war es, sortenreine Weine international bekannter Rebsorten in ausreichend großen Mengen erzeugen zu können.

Im Anbaugebiet Jura findet der Chardonnay Eingang in den Appellationen Arbois, Côtes du Jura und L’Étoile sowie im Schaumwein Crémant du Jura. Im auf gleicher geographischer Höhe wie das Burgund gelegenen Jura wird der Chardonnay häufig mit dem eigenwilligen Savagnin verschnitten.

Australien[Bearbeiten]

Hauptartikel: Weinbau in Australien

In Australien wird der Chardonnay sehr erfolgreich angebaut, mit Stand 2007 auf 32.150 ha Fläche[6]. Die Rebsorte wurde im Jahr 1832 von James Busby in das Land eingeführt. Das Hunter Valley westlich von Newcastle baut neben Shiraz auch Chardonnay an.

Vereinigte Staaten von Amerika[Bearbeiten]

Kalifornien ist das mittlerweile weltweit größte Anbaugebiet für Chardonnay. Ca. 44.500 ha Rebland sind mit dieser Rebsorte bepflanzt. Fast die Hälfte der kalifornischen Bestände ist in den Countys Sonoma, Napa sowie Monterey konzentriert. Neben Kalifornien spielen noch die Staaten Oregon und Washington eine bedeutendere Rolle. Dort sind in der Summe etwa 3.200 ha mit Chardonnay bestockt.

Kalifornien[Bearbeiten]

Hauptartikel: Weinbau in Kalifornien

Erste Anzeichen eines erfolgreichen Anbaus des Chardonnay in Kalifornien kamen aus einer Region, die heute der Herkunftsbezeichnung Livermore Valley AVA entspricht. Dem Weingut Wente Vineyards kam dabei das Verdienst zu, einen den klimatischen Bedingungen der Region geeigneten Klon zu selektieren. Der von Ernest Wente züchterisch bearbeitete Klon (Klon 4 oder Wente-Klon genannt) wird seit den 1940er Jahren erfolgreich eingesetzt.

Der ehemalige amerikanische Botschafter in Rom, James D. Zellerbach erwarb im Jahr 1948 etwa 80 Hektar Land in den Mayacamas Mountains. Zellerbachs Ziel war es, Spätburgunder und Chardonnay nach dem Vorbild großer Burgunder auszubauen. Im Jahr 1953 legte er seinen ersten, nur 1,5 Hektar großen Weinberg an und benannte sein Weingut Hanzell Winery. Die seit 1957 vermarkteten Weine hatten großen Erfolg. Andere Winzer der Region eiferten Zellerbach nach und pflanzten ebenfalls die Burgundersorten. Internationale Anerkennung erfuhren die Chardonnay-Weine Kaliforniens in einer legendären Weinprobe des Jahres 1976, die unter dem Namen Weinjury von Paris bekannt wurde. In dieser Blindverkostung mit einer vorrangig aus Amerikanern und Franzosen besetzten Jury wurden im Bereich der Weißweine Burgunderweine und Chablis der Extraklasse mit den besten Erzeugern Kaliforniens verglichen. Als Sieger ging ein Wein des kalifornischen Weinguts Château Montelena hervor. Mit dem Urteil der Weinjury von Paris wurde die bis dahin kaum angezweifelte Vormachtstellung französischer Qualitätsweine erstmals öffentlichkeitswirksam in Frage gestellt. Als Konsequenz stieg die Nachfrage nach kalifornischem Wein dramatisch an. Bereits im Jahr 1988 lag Kalifornien in Bezug auf die bestockte Rebfläche gleichauf mit Frankreich. Mit fast 44.500 Hektar im Jahr 2007 stellt der amerikanische Bundesstaat ein Viertel des weltweiten Chardonnay-Bestands.

Während zunächst die Erzielung eines Burgunderstils Ziel der führenden Winzer war, schälte sich schnell ein eigenständiger kalifornischer Weinstil heraus. Das Klima ermöglicht ein zuverlässiges Erreichen der Vollreife. Die dabei gebildeten Aromen sowie das höhere Mostgewicht schafft vollmundige Weine, die einen Ausbau im kleinen Eichenfass erlauben. In den letzten Jahren ging der Trend weg von den sehr hohen Alkoholgraden. Mit dem Einsatz neuer Technologien wie der Umkehrosmose sowie der Schleuderkegelkolonne (engl. Spinning Cone Column) versuchen einige Weinhäuser, überschüssigen Alkohol aus dem Wein herauszufiltern und den Alkoholgehalt auf 12,5–14 Volumenprozent zu begrenzen. Da die oben erwähnten Technologien kostenintensiv sind, gibt es Dienstleister, die die Alkoholreduktion für eine große Kundschaft vornehmen.

Als Weinbauregionen mit hohem Qualitätspotential haben sich die Herkunftsbezeichnungen (in den Vereinigten Staaten American Viticultural Area oder kurz AVA genannt) Alexander Valley, Los Carneros, Santa Maria Valley, Russian River Valley sowie Teile des Sonoma Countys herausgeschält. Diesen Weinbaugebieten ist gemein, dass sie von der kühlenden Wirkung morgendlicher Nebel des nahegelegenen Pazifik profitieren. Dadurch verlängert sich der Reifeprozess der Beere und erlaubt der Rebe, mehr Extrakt zu bilden.

Das kalifornische Längstal ist die Heimat riesiger Rebflächen, die der Erzeugung preiswerter Massenweine dienen. Durch eine frühe Lese können in den kühleren Lagen Kaliforniens auch Beeren gelesen werden, die zur Erzeugung qualitativ guter Schaumweine geeignet sind. Führende Champagnerhäuser wie Bollinger, Louis Rœderer, Moët & Chandon oder auch Taittinger verfügen über eigene Weingüter oder über bedeutende Beteiligungen in der Region.

Andere amerikanische Bundesstaaten[Bearbeiten]

Das Klima des im Vergleich zu Kalifornien weiter nördlich gelegenen Bundesstaat Washington (→ Weinbau in Washington) begünstigt meist fruchtbetonte Weißweine. Spätestens seit dem Jahr 2000 ist der Chardonnay die flachenmäßig wichtigste Qualitätsrebsorte Washingtons. Die Winzer setzen dabei auf Rebmaterial, das von der Universität von Davis selektiert wurde. Im Gegensatz zu den klassischen Klonen des Burgunds setzt man in Davis auf etwas später reifende Spielarten. Die längere Reifezeit erhöht die Aromaausbeute der Rebe und sorgt dafür, dass das Beerenmaterial eine ausreichend hohe Säure behält.

Die Chardonnay-Weine aus Washington verfügen daher über ein gut ausgeprägtes Apfelaroma, das in der amerikanischen Literatur dem der Sorten Golden Delicious, Fuji, Gala oder Jonathan ähnelt.

Im kühleren Klima von Oregon wählen die Winzer aufgrund der zeitlich eingeschränkten Vegetationsperiode die frühreifenden Klone des Burgunds.

Italien[Bearbeiten]

Hauptartikel: Weinbau in Italien

In Italien sind etwa 11.800 ha mit Chardonnay bestockt. Die größten Bestände stehen in den Anbaugebieten Friaul, Südtirol (Alto Adige), Trentino sowie Veneto. Der Anbau von Chardonnay hat insbesondere in Alpennähe Tradition, wurde aber bis in die späten 1970er Jahre nicht wahrgenommen. Bis in die 1980er Jahre liefen diese Weine jedoch unter der Bezeichnung Pinot bianco. Große Bestände standen gemeinsam im Gemischten Satz. Da eines der Unterscheidungsmerkmale die Beerenfarbe bei Vollreife ist, kannte man in Südtirol sowohl den Weißburgunder als auch den Gelben Weißburgunder der in Wahrheit der Chardonnay ist. 1982 wurde in einer offiziellen landwirtschaftlichen Erhebung nicht ein einziger Hektar Chardonnay erwähnt. 1990 wurden aber schon 6.000 ha festgestellt. Der Chardonnay ist laut Jancis Robinson mittlerweile die viertwichtigste Weiße Rebsorte Italiens.

Die Rebsorte wird auch heute noch viel im Verschnitt mit so verschiedenen Sorten wie Albana, Catarratto Bianco comune, Catarratto Bianco lucido, Cortese, Erbaluce, Favorita, Garganega, Grecanico Dorato, Nuragus, Procanico, Ribolla Gialla, Verdeca, Vermentino und Viognier eingesetzt. Aufgrund seiner frühen Reife steht ein großer Anteil der italienischen Bestände im Norden des Landes.

Der Chardonnay ist Bestandteil der Vorschriften der DOC–Weine Alghero, Bagnoli di Sopra, Carso, Castel del Monte, Colli Berici, Colli Bolognesi, Colli del Trasimeno, Colli dell'Etruria Centrale, Colli di Conegliano, Colli di Faenza, Colli di Scandiano e di Canossa, Colli d'Imola, Colli Orientali del Friuli, Colli Piacentini, Colline Lucchesi, Collio Goriziano, Contea di Sclafani, Contessa Entellina, Controguerra, Delia Nivolelli, Franciacorta, Friuli Annia, Friuli Aquileia, Friuli Grave, Friuli Isonzo, Friuli Latisana, Galatina, Garda, Garda Colli Mantovani, Langhe, Lison Pramaggiore, Maremma Toscana, Menfi, Molise, Montello e Colli Asolani, Oltrepò Pavese, Piave, Piemonte, Recioto di Soave, Salice Salentino, Sambuca di Sicilia, Sant’Antimo, Scavigna, Sciacca, Soave, Südtirol, Terre di Franciacorta, Torgiano, Trentino, Val d’Arbia, Valdadige, Valdichiana und Valle d’Aosta

Moldawien[Bearbeiten]

Hauptartikel: Weinbau in Moldawien

Die Anbaufläche in Moldawien betrug im Jahr 2001 etwa 10.000 ha. In der Zeit als Sowjetrepublik wurde der Großteil der Ernte zu Schaumwein verarbeitet. Mittlerweile werden auch sortenreine Chardonnay-Weine angeboten.

Südafrika[Bearbeiten]

Hauptartikel: Weinbau in Südafrika

Die Anbaufläche in Südafrika betrug im Jahr 2007 8230 ha.[7]

Chile[Bearbeiten]

Hauptartikel: Weinbau in Chile

Die Anbaufläche in Chile betrug im Jahr 2006 8.548 ha.[8] Die bedeutendste Anbauregion war dabei die Región del Maule mit knapp über 3.000 Hektar.

Slowenien[Bearbeiten]

Hauptartikel: Weinbau in Slowenien

Die Anbaufläche in Slowenien betrug im Jahr 2001 etwa 3.600 ha.

Argentinien[Bearbeiten]

Hauptartikel: Weinbau in Argentinien

Argentinien verfügte im Jahr 2005 laut dem Instituto Nacional de Vitivinicultura über 5.150 ha Chardonnay, überwiegend im Gebiet Mendoza .

Neuseeland[Bearbeiten]

Hauptartikel: Weinbau in Neuseeland

Die neuseeländischen Chardonnays weisen beträchtlich mehr natürliche Säure auf als ihre australischen Nachbarn. Im Jahr 2008 lag die bestockte Rebfläche bei kaum noch steigender Tendenz bei 3.881 Hektar [9]. Im Jahr 2007 lag die Rebfläche noch bei 3.802 Hektar.[10]

Österreich[Bearbeiten]

Hauptartikel: Weinbau in Österreich

Im Weinbaugebiet Südsteiermark wird der Chardonnay Morillon genannt. 2009 waren in Österreich 1.431 Hektar mit Chardonnay bestockt, das entspricht einem Anteil von 3,1 % an der gesamten Rebfläche.[11]

Schweiz[Bearbeiten]

Hauptartikel: Weinbau in der Schweiz

In der Schweiz gedeiht der Chardonnay überwiegend im Kanton Wallis, im Waadtland sowie im Tessin. Die bestockte Rebfläche beträgt 336,7 Hektar (Stand 2012 [12])

Deutschland[Bearbeiten]

Hauptartikel: Weinbau in Deutschland

In Deutschland waren im Jahr 2007 1.120 Hektar (=1,1 % der deutschen Rebfläche)[13] mit der Rebsorte Chardonnay bestockt. Im Jahr 2006 waren lediglich 1087 Hektar[14] Anbaufläche bestockt, nachdem im Jahr 1999 nur 531 Hektar[15] erhoben wurden. Die Rebsorte ist seit dem Jahr 1994 vom Bundessortenamt zugelassen.

Weinbaugebiet Rebfläche (Hektar)
Ahr unter 0,5
Baden 151
Franken 10
Hessische Bergstraße 2
Mittelrhein 1
Mosel 32
Nahe 38
Pfalz 450
Rheingau 10
Rheinhessen 385
Saale-Unstrut unter 0,5
Sachsen
Stargarder Land
Württemberg 40
Summe Deutschland 2007 1.120

Quelle: Rebflächenstatistik vom 13. März 2008, Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2008 in Beschreibende Sortenliste des Bundessortenamtes 2008, Seite 198ff.[16]

Synonyme[Bearbeiten]

Der Großteil dieser Bezeichnungen sind heute nicht mehr zulässig. Mittels der Gentechnik konnten viele Sortennamen als selbstständige Sorten identifiziert werden. In der EU ist nur Chardonnay und in Österreich (Steiermark) Morillon zugelassen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Chardonnay – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Chardonnay – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erika Maul, Die sehr alte Rebsorte Weißer Heunisch und ihre zum Teil berühmt gewordenen Kinder, wie z. B. Chardonnay, in: Deutsches Weinbau-Jahrbuch 56 (2005), S. 129–145
  2. http://ecaaser3.ecaa.ntu.edu.tw/weifang/ishs/pap1.files%5Csample.pdf A SINGLE PAIR OF PARENTS PROPOSED FOR A GROUP OF GRAPEVINE VARIETIES IN NORTHEASTERN FRANCE, von J.E. Bowers, R. Siret und C.P. Meredith sowie von P. This und J.-M. Boursiquot
  3. LES CEPAGES BLANCS DANS LE VIGNOBLE (PDF), Statistik zu weißen Rebsorten je Großregion, Teil 1, Veröffentlichung des OFFICE NATIONAL INTERPROFESSIONNEL DES FRUITS, DES LEGUMES, DES VINS ET DE L’HORTICULTURE – kurz ONIVINS, Stand 2008
  4. LES CEPAGES BLANCS DANS LE VIGNOBLE (PDF), Statistik zu roten Rebsorten je Großregion, Teil 2, Veröffentlichung des OFFICE NATIONAL INTERPROFESSIONNEL DES FRUITS, DES LEGUMES, DES VINS ET DE L’HORTICULTURE – kurz ONIVINS, Stand 2008
  5. Benoît France (Hrsg.): Grand Atlas des Vignobles de France. Solar, Paris 2002, ISBN 2-263-03242-8
  6. https://www.awbc.com.au/winefacts/data/free.asp?subcatid=102 Statistik des Australian Government
  7. http://www.suedafrika-wein.de/Book_2008_web.pdf Southafrican Wine Industry Statistics, Veröffentlicht im Juni 2008
  8. CATASTRO VITICOLA NACIONAL 2006 (PDF), vom SAG Chile, Veröffentlicht 2007, in spanischer Sprache
  9. New Zealand Winegrowers Statistical annual 2008 (PDF)
  10. New Zealand Winegrowers Statistical annual 2007 (PDF)
  11. ÖWM: Rebsortenverteilung in Österreich
  12. Das Weinjahr 2011 (PDF), Herausgeber Bundesamt für Landwirtschaft BLW, aufgerufen am 30. Juni 2012
  13.  Deutsches Weininstitut: Statistik 2008/2009, (PDF Datei; 454 kB). Mainz 2008.
  14.  Deutsches Weininstitut: Statistik 2007/2008, (PDF Datei; 430 kB). Mainz 2007.
  15.  Deutsches Weininstitut: Statistik 2004/2005, (PDF Datei; 777 kB). Mainz 2004.
  16. Beschreibende Sortenliste des Bundessortenamtes 2008(PDF; 519 kB)