Charikar

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Dieser Artikel behandelt die Stadt, für den Informatiker siehe Moses S. Charikar
چاریکار
Charikar
Charikar (Afghanistan)
Red pog.svg
Koordinaten 35° 1′ N, 69° 10′ O35.01666666666769.166666666667Koordinaten: 35° 1′ N, 69° 10′ O
Basisdaten
Staat Afghanistan

Provinz

Parwan
Höhe 1600 m
Einwohner 34.900 (2003)
Straße in Charikar

Charikar (auch: Chârikâr, Askandria-e-Qafqaz oder Askandria Paro paizad; ‏چاریکار‎) ist eine Stadt in Afghanistan. Sie ist die Hauptstadt der Provinz Parwan und liegt rund 65 km nördlich von Kabul am Übergang der Straße nach Masar-e Scharif über den Fluss Panjshir am Fuß des Hindukusch in einer Höhe von 1600 Metern.

Charikar hat laut Hochrechnung 2012 42.277 Einwohner (2012).[1]

Bereits in der Antike gründete Alexander der Große in der Region die Stadt Alexandria ad Caucasum. Deren genaue Lokalisierung ist aber umstritten; sie wird in der Gegend von Charikar oder in der Region Bagram vermutet. Das Gebiet gehörte später zum Griechisch-Baktrischen Reich, dann zum Indo-Griechischen Königreich und dann zum Reich der Yuezhi.

Unter der Herrschaft Meandros I. blühte hier der Buddhismus auf.

Im fünften Jahrhundert fielen die Hephtaliten von Norden her ein und eroberten die Stadt. Zu Beginn des 8. Jahrhunderts geriet Charikar unter die Herrschaft der Araber, die die Gegend in der Folge islamisierten. Vom 10. bis zum Ende des 12. Jh. gehörte die Stadt zum Reich der Ghaznawiden, 1221 erfolgte ein erster Einfall der Mongolen, 1398 stieß Timur über Charikar und Kabul nach Indien vor.

In der Folge dominierten aber die indischen Einflüsse, da das Mogulreich seinen Machtbereich bis zum Hindukusch ausdehnen konnte, bis Mitte des 18. Jahrhunderts die Paschtunen ein eigenes Königreich begründeten. Eine britische Garnison, die in der Stadt stationiert war, wurde 1841 im Verlauf des Ersten anglo-afghanischen Krieges getötet. In den 1960er Jahren entstand nahe der Stadt Charikar in Golbahar Afghanistans größte Textilfabrik. Infolge der sowjetischen Invasion kam es um Charikar zu heftigen Kämpfen um die Kontrolle des nördlich der Stadt gelegenen Salang-Gebirgspasses durch den Hindukusch; die Mujaheddin besaßen im benachbarten Panjshir-Tal eine Hochburg.

Wichtigste Erzeugnisse aus Charikar sind neben Textilien vor allem Südfrüchte und Tonwaren, außerdem ist die Stadt bekannt für die Herstellung von Silberwaren und Besteck.

In der Gegend von Bagram befindet sich heute die Bagram Air Base, ein Militärstützpunkt der USA.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Charikar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/bevoelkerungsstatistik.deWorld Gezatteer 2012