Charles-François Sturm

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Charles-François Sturm.

Jacques Charles François Sturm (auch Jacob Karl F. Sturm, Karl Sturm; * 29. September 1803 in Genf; † 18. Dezember 1855 in Paris) war ein schweizerisch-französischer Mathematiker.

Sturm begann mit seinem Studium 1821 an der Universität Genf und war dort auch Schüler von Simon Lhuilier. 1823 beendete er sein Studium und wurde Hauslehrer für den Sohn der Madame de Staël. Als die Familie de Staël nach Paris zog, ging Sturm mit. 1826 arbeitete er mit seinem Freund Jean-Daniel Colladon an der ersten genauen Messung der Schallgeschwindigkeit im Wasser. 1829 entwickelte er ein Theorem, das später nach ihm Sturmsche Kette benannt wurde. 1830 erhielt er eine Professur am Collège Rollin, seit 1833 war er französischer Staatsbürger.

Sturm wurde im Jahr 1836 Mitglied der Académie des sciences und 1840 Professor an der Sorbonne sowie an der École Polytechnique, wo er Siméon Denis Poisson auf dem Lehrstuhl der Mechanik nachfolgte. Ebenfalls 1840 wurde er Mitglied der Royal Society, die ihm im gleichen Jahr zusammen mit Justus Liebig die Copleymedaille verlieh.

Seine Vorlesungen, denen er viel Zeit widmete, wurden postum als Cours d'analyse de l'école polytechnique (1857–1863) und Cours de mécanique de l'école polytechnique (1861) veröffentlicht. Nach ihm und Joseph Liouville ist das Sturm-Liouville-Problem benannt.

Er ist namentlich auf dem Eiffelturm verewigt, siehe: Die 72 Namen auf dem Eiffelturm.

Werke[Bearbeiten]

  • Cours d'analyse, Paris, 1857–59, 2 Bände, 12. Auflage 1901, deutsch von Groß, Berlin 1897–98, 2 Bände
  • Cours de mécanique, Paris, 1861, 2 Bände, 5. Auflage 1883, neuer Druck 1905, deutsch von Groß, Berlin 1898–1900, 2 Bände

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]