Charles Aznavour

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Aznavour 1988
Charles Aznavour (2006)

Charles Aznavour ( anhören?/i) eigentlich Schahnur Waghinak Asnawurjan (armenisch Շահնուր Վաղինակ Ազնավուրյան / Šahnowr Vałinak Aznavowryan), auch Charles Aznavourian (* 22. Mai 1924 in Paris), ist ein französischer Autor armenischer Herkunft und Staatsbürgerschaft, der auch als Komponist und Interpret von Chansons sowie als Schauspieler bekannt wurde.

Die Texte seiner Lieder behandeln oft die Liebe. Einige seiner bekanntesten Chansons sind La Bohème, La Mamma, Que c’est triste Venise, She, Mourir d’aimer, Paris au mois d’août, Je m’voyais déjà, Les Comédiens, Tu t’laisses aller, Emmenez-moi, Comme ils disent, Pour faire une jam.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Aznavour gehört seit über einem halben Jahrhundert zu den herausragenden Gestalten des französischen Chansons. Der Durchbruch gelang ihm 1946, als Édith Piaf auf ihn aufmerksam wurde und ihn auf eine Tournee durch Frankreich und die Vereinigten Staaten mitnahm. Charles Aznavour hat über tausend Chansons geschrieben und sie in fünf Sprachen, darunter auch deutsch in der Übertragung von Bader, Walter Brandin, Michael Kunze und Jacky Dreksler interpretiert. Die deutsch gesungene CD „Das Beste auf Deutsch“ erschien 2004 beim Label EMI. Im Laufe der Jahre sind über hundert Schallplatten entstanden. Er gilt als der international bekannteste französische Sänger.

Am 20. Februar 2006 endete seine internationale Abschiedstournee in Essen. Dies war offiziell sein deutsches Abschiedskonzert und galt zugleich als sein letztes öffentliches Konzert überhaupt. Charles Aznavour hatte jedoch schon mehrmals Abschiedskonzerte gegeben und so blieb auch dies nicht sein letztes. Im September 2006 startete er eine Nord-Amerika Tournee, im November 2007 trat er im Pariser Palais des Congrès auf. Im Frühjahr 2008 gab er auch im kanadischen Montréal ein weiteres Konzert. Auf der Bühne konnte er bis zuletzt vor stets ausverkauften Häusern mit körperlicher Fitness und grandioser Stimme überzeugen, wobei er ohne Teleprompter oder andere Hilfsmittel auftritt und häufig in mehreren Sprachen singt.

Als Schauspieler wirkte Aznavour in über 70 Filmen mit, unter anderem 1979 in der oscarprämierten Verfilmung Die Blechtrommel von Volker Schlöndorff und 2002 in Atom Egoyans Reflexion über Künstler, Erinnerung und die armenische Geschichte Ararat.

Im Januar 1967 heiratete Aznavour die Schwedin Ulla Ingegerd Thorssell. Am 12. Januar 1968 wurden sie vom armenischen Erzbischof in Paris kirchlich getraut. Das Paar hat mehrere Kinder. Charles Aznavour hat aus seiner ersten Ehe eine Tochter.

Am 30. September 2006 trat Aznavour vor 50.000 Zuschauern auf dem Platz der Republik in der armenischen Hauptstadt Eriwan auf und wandte sich auch auf Armenisch an sein Publikum. Anlass war der erste Staatsbesuch eines französischen Präsidenten in der Republik Armenien. Charles Aznavour zählt zu den prominentesten Armeniern weltweit und hat sich vor allem seit dem verheerenden Erdbeben 1988 in Armenien immer wieder für das Land eingesetzt. Im Dezember 2008 wurde Aznavour, der auch Vertreter Armeniens bei der UNICEF ist, die armenische Staatsbürgerschaft verliehen.[1]

Aznavourstatue in Gumri

Am 12. Februar 2009 wurde bekannt, dass Aznavour armenischer Botschafter in der Schweiz (Bern) werden soll.[2]

[Bearbeiten] Filmografie (Auswahl)

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. AFP: „Charles Aznavour erhält armenische Staatsbürgerschaft“, 26. Dezember 2008
  2. http://bazonline.ch/panorama/vermischtes/Charles-Aznavour-wird-Armeniens-Botschafter-in-der-Schweiz/story/28973580. In: baz.online. 12. Februar 2009. Abgerufen am 12. Februar 2009.
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