Charles Baudin

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Charles Baudin

Charles Baudin (* 1784 bei Sedan, Frankreich; † 7. Juni 1854 in Ischia, Italien) war ein französischer Admiral.

Bereits als 16-Jähriger verlor Baudin bei einem Kampf gegen die britische Marine 1808 im Indischen Ozean einen Arm. 1812 erhielt er als Schiffsleutnant und Befehlshaber der Brigg Rénard vor Genua den Befehl, 14 mit Munition beladene Fahrzeuge bis nach Toulon zu begleiten. Von britischen Kreuzern verfolgt, konnte er sein Geschwader bis nach St. Tropez retten. Hierauf wurde er zum Kapitän befördert. Er stand unter anderem bereit, seinen geschlagenen Kaiser Napoléon Bonaparte nach der Schlacht bei Waterloo durch die britischen Kreuzer zu führen, doch konnte sich Napoléon nicht dazu entschließen.

Nach der Restauration wurde Baudin in den Ruhestand versetzt und schloss sich 1816 der Handelsmarine an, nahm jedoch unter der Juliregierung wieder militärische Dienste an. 1838 wurde er Konteradmiral und erhielt den Oberbefehl über das gegen Mexiko entsandte Geschwader. Bei diesen Gefechten eröffnete er am 27. November 1838 das Feuer gegen das Fort von Vera Cruz, San Juan de Ulúa. Das Fort ergab sich einen Tag später.

Im Januar 1839 wurde Baudin zum Vizeadmiral ernannt und im Jahr darauf vertraute man ihm eine militärische und diplomatische Mission nach Buenos Aires an. Auch erhielt er den Oberbefehl über die Flotte in den Meeren von Südamerika. 1841 übernahm er das Marineministerium, zog sich aber bald zurück und wurde Seepräfekt in Toulon.

Nach der Februarrevolution wurde er 1848 Oberbefehlshaber über die Mittelmeer-Flotte Frankreichs. Er nahm in dieser Stellung am Kampf der Lazzaroni und von Truppen gegen Neapel teil und zog dann nach Sizilien, wo er gegen die Gewalttätigkeit Carlo Filangieris vorging.

1849 zog sich Baudin mit seiner Familie nach Ischia zurück, wo er am 7. Juni 1854 starb. Kurz vorher war er zum Admiral ernannt worden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Charles Baudin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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