Charles Benoît Hase

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Karl Benedikt Hase.

Charles Benoît Hase (deutsch: Karl Benedikt Hase, * 11. Mai 1780 in Bad Sulza bei Naumburg; † 21. März 1864 in Paris) war Gräzist und Paläograph sowie Professor und Bibliothekar in Paris.

Hase studierte nach Besuch des Wilhelm-Ernst-Gymnasiums in Weimar seit 1798 in Jena und Helmstedt, ging 1801 nach Paris und erhielt dort 1805 eine Anstellung an der Kaiserlichen Bibliothek, wurde 1812 zugleich Miterzieher der beiden Söhne der Königin Hortense Eugenie Beauharnais (Napoleon Ludwig und Ludwig Napoleon), 1816 Professor der griechischen Paläographie und des Neugriechischen an der Schule der orientalischen Sprachen (École des langues orientales), 1824 Mitglied der Académie des Inscriptions et Belles-Lettres, 1830 Professor der deutschen Sprache und Literatur an der École polytechnique, 1832 Konservator der Handschriften der Bibliothek, 1852 Professor der vergleichenden Grammatik an der Universität. Er starb am 21. März 1864 in Paris.

Ein hervorragender Kenner des Griechischen und der Paläographie, doch kein fruchtbarer Schriftsteller, hat sich Hase verdient gemacht durch die hauptsächlich mit den Gebrüdern Wilhelm und Ludwig Dindorf bearbeitete neue Ausgabe von Stephanus' Thesaurus graecae linguae (Paris 1832-65, 9 Bde.). Am 28. August 1812 erhielt er die philosophische Ehrendoktorwürde der Berliner Universität.

Weiterhin stammt von ihm eine Ausgabe des Leo Diaconus (Paris 1819; neu bearbeitet in der Ausgabe der Byzantiner, Bonn 1828), von Johannes Lydos' De ostentis et de mensibus (Paris 1823) und eine Anzahl von Monographien.

Literatur [Bearbeiten]