Charles Bourseul

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Charles Bourseul (* 28. April 1829 in Brüssel; † 23. November 1912 in Saint-Céré, Frankreich) war ein französischer Erfinder, der in Paris an der elektrischen Übertragung der menschlichen Stimme arbeitete und 1854 in der Zeitschrift L'Illustration de Paris den Artikel „Téléphonie électrique“ veröffentlichte, in dem er als erster die Idee des Telefons beschrieb. Allerdings wurde Bourseul weder ernst genommen noch erhielt er Unterstützung. So gab Bourseul seine Pläne für die Umsetzung der Idee auf, und sein Vorschlag geriet für lange Zeit in Vergessenheit.

[Bearbeiten] Leben

1848 diente Bourseul in der afrikanischen Armee und machte auf sich aufmerksam, indem er den Kindern anderer Soldaten erfolgreich Mathematikunterricht erteilte. Als 1849 sein Militärdienst endete, zog er nach Paris und arbeitete als Telegraphenbeamter. Er machte in der Postverwaltung Karriere und war bei seinem Eintritt in den Ruhestand „Directeur des Postes et Télégraphes“. 1907 beantragte er unter Verweis auf seine Vorarbeiten zur Entwicklung des Fernsprechers eine Erhöhung seiner Pension, woraufhin der damalige französische Generalpostmeister Mougeot Nachforschungen anstellen ließ. Als Bourseuls Angaben bestätigt wurden, erfolgte eine beträchtliche Erhöhung seiner Pension.

[Bearbeiten] Literatur

  • (fr) C. Bourseul, « Transmission électrique de la parole », Paris, L'Illustration, 26. VIII. 1854.
  • (fr) G. Babin, « Le téléphone, invention française », Paris, L'Illustration, 21.XI 1908.
  • Wolfgang Klein: Pioniere des Fernsprechwesens. In: 100 Jahre Fernsprecher in Deutschland. Sonderdruck des Heftes 1/1977 des „Archiv für deutsche Postgeschichte“, ISSN 0003-8989, S. 4-5.

[Bearbeiten] Siehe auch

Erfindung des Telefons

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