Charles Geschke

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Charles Matthew Geschke (* 8. September 1939 in Cleveland, Ohio)[1] ist ein US-amerikanischer Softwareentwickler und Unternehmer. Er ist mit John E. Warnock einer der Gründer von Adobe Systems (1982).

Geschke studierte an der Xavier University mit dem Bachelor-Abschluss in klassischen Sprachen 1962 und dem Master-Abschluss in Mathematik 1963 und wurde 1972 an der Carnegie Mellon University in Informatik promoviert. Von 1963 bis 1968 war er Instructor für Mathematik an der John Carroll University. Ab 1972 war er am Xerox Parc Forschungszentrum in Palo Alto, wo er leitender Wissenschaftler wurde. 1978 gründete er dort das Imaging Sciences Laboratory für Informatik, Bildverarbeitung, Computergraphik und Optik, das er von 1980 bis 1987 leitete. Mit seinem langjährigen Forscherkollegen John Warnock entwickelten sie dort die Seitenbeschreibungssprache InterPress, aus der später Postscript wurde. Da sie das Management von Xerox nicht davon überzeugen konnten, die Software weiterzuentwickeln, gründeten sie 1982 eine eigene Firma: Adobe Systems. Mit dem Aufkommen der Personalcomputer und Laserdrucker Anfang der 1980er Jahre (speziell von Apple mit dem LaserWriter 1985) brachten sie auf Basis von Postscript das erste Desktop Publishing System auf den Markt. Von 1987 bis 1994 war er CEO und von 1989 bis 2000 Präsident von Adobe sowie ab 1997 Vorstand des Aufsichtsrats.

Er ist Fellow der ACM (1999), der Mathematical Association of America und der National Academy of Engineering (1995). 2010 erhielt er mit Warnock den Marconi-Preis und 2008 den Computer Entrepreneur Award der IEEE Computer Society. 2009 erhielt er die National Medal of Technology. Er ist Ehrendoktor der John Carroll University. 2002 wurde er Fellow des Computer History Museum.[2] 1989 erhielt er mit Warnock anderen den ACM Software System Award für die Entwicklung von Postscript.

Geschke ist seit 1964 verheiratet und hat drei Kinder. Am 26. Mai 1992 wurde er auf dem Parkplatz von Adobe in Mountain View von zwei bewaffneten Männern entführt und ein paar Tage später, am 31. Mai, vom FBI befreit, nachdem ein Verdächtiger mit Lösegeld ertappt worden war und bei der Polizei ausgesagt hatte. Die beiden Entführer wurden zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lebensdaten nach American Men and Women of Science, Thomson Gale 2004
  2. Biographie beim Computer History Museum