Charles Le Hon

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Charles Le Hon

Charles Amé Joseph Graf Le Hon (* 10. Januar 1792 in Tournai; † 30. April 1868 in Paris) war ein südniederländischer, später belgischer Staatsmann.

Le Hon praktizierte nach beendeten Rechtsstudien als Rechtsanwalt in Lüttich, bis er 1825 Abgeordneter in der Zweiten Kammer der Generalstaaten wurde. Er schloss sich den Gegnern der damaligen Regierung an, ohne jedoch an der belgischen Revolution von 1830 unmittelbaren Anteil zu nehmen.

Zum Mitglied des belgischen Kongresses erwählt, gehörte er in demselben zu den gemäßigten Doktrinären, deren Werk die Errichtung des neuen Königreichs Belgien und seine Verfassung war. Von 1831 bis 1842 war er belgischer Gesandter in Paris, 1836 wurde er in den belgischen Grafenstand erhoben, und 1847–1857 war er Mitglied der Zweiten Kammer. Seit 1857 lebte er wieder in Paris und starb daselbst 30. April 1868.

Sein Sohn Louis Xavier Léopold Lehon war 1851–1856 Kabinettschef des Grafen Morny in Paris, 1856 bis 1870 Mitglied des Gesetzgebenden Körpers.

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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