Charles Starkweather

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Charles Raymond Starkweather (* 24. November 1938 in Lincoln, Nebraska; † 25. Juni 1959 ebenda) war ein Serienmörder.

Der Fall[Bearbeiten]

Am 1. Dezember 1957 raubte er eine Tankstelle aus und entführte den Tankwart Robert Colvert. Er fuhr Colvert zu einem abgeschiedenen Ort und tötete ihn mit mehreren Kopfschüssen.

Am 28. Januar 1958 ging er zum Haus seiner Freundin Caril Ann Fugate (* 1944) und begann einen Streit mit ihren Eltern. Daraufhin erschoss er die beiden, würgte und erstach Caril Anns zwei Jahre alte Schwester.

Starkweather versteckte die Leichen an verschiedenen Stellen außerhalb des Hauses. Caril Ann und er blieben zwei weitere Tage im Haus und schickten Besucher unter dem Vorwand weg, dass alle die Grippe hätten. Caril Anns Großmutter aber schöpfte Verdacht und rief die Polizei.

Als diese dort ankam, waren Charles und Caril Ann bereits verschwunden. In der folgenden Woche erstach Starkweather sieben Menschen. Über 1.200 Polizeibeamte und Mitglieder der Nationalgarde suchten nach dem Paar und konnten es schließlich in Douglas, Wyoming, festnehmen. Starkweather behauptete zunächst, er hätte Caril Ann als Geisel gehalten, ließ dies aber wieder fallen, nachdem sie ihn einen Mörder genannt hatte. Er wurde am 25. Juni 1959 im Staatsgefängnis von Nebraska auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Caril Ann Fugate wurde, obwohl zum Tatzeitpunkt erst 14-jährig, zu lebenslanger Haft verurteilt, 1976 begnadigt und lebt heute unter anderem Namen.

Starkweather wurde auf dem Wyuka-Friedhof in Lincoln, Nebraska, begraben.

Der Fall in der Populärkultur[Bearbeiten]

Starkweather war die Inspiration und Hauptfigur in Bruce Springsteens Song Nebraska, der ursprünglich Starkweather heißen sollte. Die Morde wurden ebenfalls von Terrence Malick für seinen Film Badlands – Zerschossene Träume aufgegriffen. Er wird auch in Billy Joels Song We Didn't Start the Fire von 1989 genannt, ebenso wie in dem Song der japanischen Stoner- und Doomrock-Band Church of Misery (auf dem Album The Houses Of The Unholy - „Track #7 Badlands (Charles Starkweather & Caril Fugate)“). Im Computerspiel Manhunt heißt ein Regisseur von Snuff-Filmen Starkweather. Außerdem bedient sich der Film Natural Born Killers von Regisseur Oliver Stone der Vorfälle. 2004 wurde Starkweathers Geschichte in dem Film Starkweather von Byron Werner mit Brent Taylor und Shannon Lucio in den Hauptrollen verfilmt.[1] Stephen King nennt in The Stand „einen rothaarigen o-beinigen Jungen namens Charles Starkweather“ als Schulkameraden von Randall Flagg. Weiterhin greift John Katzenbach in seinem 1997 erschienenen Psychothriller Das Rätsel den Namen Caril Ann Fugate auf und gibt ihn als Decknamen einer seiner Hauptfiguren, die sich in einer ähnlichen Situation wie ihre Namensgeberin befindet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Starkweather in der Internet Movie Database (englisch)