Charles Van Doren

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Charles Van Doren (* 12. Februar 1926) wurde als Kandidat der amerikanischen Quiz-Show Twenty-One berühmt.

Charles Van Doren (rechts) mit "Twenty-One"-Moderator Jack Barry (Mitte)

Er ist der Sohn des Dichters und Pulitzerpreisträgers Mark Van Doren und der Schriftstellerin Dorothy Van Doren und zeichnete sich von seiner Jugend an als vielseitig beschlagener Intellektueller aus. Er erwarb einen B.A. in englischer Literatur am St. John's College in Annapolis, Maryland, und promovierte in diesem Feld an der New Yorker Columbia-Universität, an der er zudem einen M. A. in Astrophysik erwarb.

Im Jahr 1956 bewarb er sich als Kandidat für die Fernseh-Quizshow „Twenty-One“. Deren Produzenten hatten mit sinkenden Einschaltquoten zu kämpfen und beschlossen, die Ergebnisse der Show zu manipulieren und van Doren zum Star aufzubauen. Im Januar 1957 begann seine Gewinnserie, die bis zum 11. März des Jahres anhielt. An diesem Tag verlor er gegen Vivienne Nearing, deren Gatten er zuvor bereits geschlagen hatte. In der Zwischenzeit erlangte Van Doren nationale Berühmtheit; sein Porträt zierte am 11. Februar das Titelbild der Zeitschrift TIME. Insgesamt beliefen sich seine Gewinne auf rund $138.000.

Bald nach Beginn seiner Gewinnserie kamen Gerüchte auf, Van Doren habe die Antworten von den Produzenten der Show zugesteckt bekommen, doch er bestritt die Vorwürfe lange. Erst im November gestand er die Manipulationen vor einem Untersuchungsausschuss des House Committee on Interstate and Foreign Commerce, der den sogenannten Quizshow-Skandal untersuchte.

Später wurde er Assistenzprofessor an seiner Alma mater, der Columbia-Universität, wurde Redakteur der Encyclopædia Britannica und veröffentlichte einige Bücher, von denen „A History of Knowledge“ wohl das bekannteste war.

Im Jahr 1994 verfilmte Robert Redford die Geschichte Van Dorens in Quiz Show.

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