Charles Théobald de Choiseul-Praslin

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Charles Laure Hugues Théobald Herzog von Choiseul-Praslin

Charles Laure Hugues Théobald, Herzog von Choiseul-Praslin (* 29. Juni 1805 in Paris; † 24. August 1847 in Paris) war ein Angehöriger des französischen Hochadels, der durch den Mord an seiner Frau Françoise (genannt „Fanny“) de Choiseul-Praslin (geb. Sébastiani de la Porta) bekannt wurde.

Der fünfte Herzog von Praslin heiratete 1824 die Tochter des Marschalls Horace-François Sébastiani, die ein bedeutendes Vermögen mit in die Ehe brachte. Als die Herzogin am 17. August 1847 im gemeinsamen Haus in der Rue du Faubourg Saint-Honoré in Paris tot aufgefunden wurde, fiel der Verdacht schnell auf den Herzog, der deshalb am 21. August verhaftet wurde, um vom Pairsgerichtshof abgeurteilt zu werden. Der Herzog entzog sich dem Verfahren aber am 24. August, indem er Gift nahm und starb. Er soll seine Frau, die ihn leidenschaftlich liebte, wegen der Gouvernante seiner Kinder, Henriette Deluzy-Desportes ermordet haben.

Der Julimonarchie wurde vorgeworfen, dass sie den Selbstmord des Herzogs nicht verhinderte und er sich dadurch der Strafe entziehen konnte, was die Autorität der Regierung schwer beschädigte. Die Ereignisse sind unter anderem das Thema des Romans All This, and Heaven Too von Rachel Field und des gleichnamigen Films, den Anatole Litvak 1940 inszenierte (deutscher Titel Hölle, wo ist dein Sieg, auch unter Das Glück in der Glaskugel gezeigt).