Charli XCX

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Charli XCX (2012)

Charlotte Aitchison (* 2. August 1992 in Stevenage, Hertfordshire, England[1]), besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Charli XCX, ist eine britische Sängerin und Songwriterin. Sie schrieb unter anderem Songs für Britney Spears, Iggy Azalea, Gwen Stefani, Rita Ora, Marina and the Diamonds und Hilary Duff.

Leben[Bearbeiten]

Charli XCX ist die Tochter eines schottischen Vaters und einer indischen Mutter aus Uganda.[2] Sie begann mit acht Jahren, eigene Songs zu schreiben und besuchte das Bishop's Stortford College bis 2010.[3] Laut eigener Aussage besitzt sie eine Ton-Farb-Synästhesie, wodurch sie Töne durch verschiedene Farben wahrnimmt.[4]

Karriere[Bearbeiten]

Charli XCX beim Auftritt auf dem Postivus Festival 2013

Mit 14 Jahren wurde sie eingeladen, auf einer Party in London zu spielen, nachdem der Veranstalter ihre Songs auf MySpace gehört hatte.[5]

2008 erschienen die Singles Emelline/Art Bitch und !Franchesckaar! woraufhin sie von This Is Music und IAMSOUND Records unter Vertrag genommen wurde. Später veröffentlichte Aitchison drei weitere Songs namens Stay Away, Nuclear Seasons und You’re the One, zu welchen auch Videos produziert wurden. Ende 2011 veröffentlichte sie zwei EPs. Charli XCX schrieb den Song I Love It, welcher später von dem schwedischen Duo Icona Pop aufgenommen wurde und hohe Chartplatzierungen erreichte. Als ein Produzent dem Duo den Song vorspielte, wollten diese ihn unbedingt aufnehmen.[6] Ihr erstes Album unter einem Major-Label erschien im April 2013 und heißt True Romance. Das Album wurde nach dem gleichnamigen Film von Quentin Tarantino benannt. Obwohl es bei Metacritic eine durchschnittliche Punktzahl von 77 von 100 bekam, konnte das Album international in keine Charts einsteigen.

Im Juni 2013 gab Charli XCX bekannt, dass sie an ihrem dritten Album arbeitet. Zwischendurch veröffentlichte sie die Single SuperLove, welche trotz vorheriger Ankündigungen jedoch nicht auf ihrem neuen Album enthalten sein wird. Der Song erreichte Platz 62 in den britischen Singlecharts und war somit Charli XCXs erster Charteinstieg als Solokünstlerin in diesen Charts.[7] Am 17. Februar 2014 wurde die Single Fancy veröffentlicht, die in Zusammenarbeit von Iggy Azalea und Charli XCX entstand. Der Song erreichte international hohe Chartplatzierungen und war sowohl Azaleas, als auch Charli XCXs erster Nummer-eins-Hit in den Billboard Hot 100. Das Musikvideo zur Single ist eine Hommage an den Film Clueless – Was sonst! und war unter anderem in vier Kategorien bei den MTV Video Music Awards 2014, sowie in den Kategorien Record of the Year und Best Pop Duo or Group Performance bei den Grammy Awards 2015 nominiert. Ihre im Mai 2014 erschienene Single Boom Clap ist Teil des Soundtracks zum Film Das Schicksal ist ein mieser Verräter und ist ebenfalls auf ihrem dritten Album Sucker enthalten. Der Song erreichte die Top-10 in mehreren Ländern. Die zweite Single ihres dritten Albums veröffentlichte Charli XCX am 25. August 2014 unter dem Namen Break the Rules. Im September 2014 gab Katy Perry bekannt, dass Charli XCX als Vorprogramm ihrer Europakonzerte im Rahmen der Prismatic World Tour auftritt.[8] Im November 2014 bot sie als Live-Act bei den MTV Europe Music Awards 2014, wo sie in den Kategorien Bester Newcomer und Bester Push Act nominiert war, Boom Clap and Break the Rules dar.[9] Im Januar 2015 fungierte Break the Rules als Titelsong der neunten Staffel von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! und stieg daraufhin in die deutschen und schweizerischen Singlecharts ein.

Musikalischer Stil[Bearbeiten]

Charli XCXs Musik wird mit dem charakteristischen Synthie Pop der 1980er verglichen und dazu mit der Gespensterhaftigkeit von Siouxsie Sioux oder der frühen Madonna.[10] Ihre Einflüsse gibt sie unter anderem mit Christina Aguilera, Britney Spears, Spice Girls, Kate Bush, Lil Wayne und Quentin Tarantino an.[11][12] Einzelne Quellen ordnen Charli XCXs Musik als Goth Pop oder Dark Pop ein.[13]

Die Bedeutung ihres Künstlernamens ist bisher nicht eindeutig von ihr erklärt worden. In einem Interview mit der Musikzeitschrift Rolling Stone erklärte sie, dass das XCX in ihrem Künstlernamen für nichts besonderes steht, sondern alles repräsentiert was sie bisher gemacht hat. Sie wählte den Namen, weil er cool aussieht und einprägsam ist.[14] In einem Interview mit Details hingegen erklärte sie, ihr Künstlernamen steht für Kiss Charli Kiss und entstammt ihrem MSN Messenger Namen. Da sie diese Bezeichnung jedoch als zu langweilig empfand, erzählte sie ihrem Musiklabel, dass es für "X-rated Cunt X-rated" (X-rated bezeichnet eine Altersfreigabe für stark sexuelle Inhalte, welche nicht jugendfrei sind, meist werden Pornofilme mit dieser Freigabe versehen, Cunt ist englisch für Fotze) stünde.[5]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[15] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2008 14

Erstveröffentlichung: 2008

2013 True Romance 85
(1 Wo.)

Erstveröffentlichung: 12. April 2013

2014 Sucker 57
(1 Wo.)
44
(… Wo.)
33
(… Wo.)
15
(… Wo.)
28
(… Wo.)

Erstveröffentlichung: 16. Dezember 2014

EPs[Bearbeiten]

Jahr Titel Anmerkungen
2012 You’re the One Erstveröffentlichung: 12. Juni 2012
iTunes Festival: London 2012 Erstveröffentlichung: 6. September 2012

Mixtapes[Bearbeiten]

Jahr Titel Anmerkungen
2012 Heartbreaks and Earthquakes Erstveröffentlichung: 12. Juni 2012
Super Ultra Erstveröffentlichung: 7. November 2012

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[15] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2013 SuperLove 62
(1 Wo.)

Erstveröffentlichung: 2. Dezember 2013

2014 Boom Clap
Sucker
36
(22 Wo.)
26
(19 Wo.)
33
(12 Wo.)
6
(26 Wo.)
8
(25 Wo.)

Erstveröffentlichung: 23. Mai 2014
Silber Silber (UK); Platin Platin (US)

Break the Rules
Sucker
4
(… Wo.)
6
(… Wo.)
13
(… Wo.)
35
(3 Wo.)
91
(3 Wo.)

Erstveröffentlichung: 13. Oktober 2014

2015 Doing It
Sucker
8
(… Wo.)

Erstveröffentlichung: 8. Februar 2015

Als Gastmusikerin[Bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[15] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2012 I Love It
This Is… Icona Pop
3
(46 Wo.)
3
(39 Wo.)
10
(45 Wo.)
1
(20 Wo.)
7
(29 Wo.)

Erstveröffentlichung: 9. November 2012
(Icona Pop featuring Charli XCX)
Platin Platin (DE); Platin Platin (AT); Platin Platin (CH); Gold Gold (UK); Doppelplatin Doppelplatin (US)

2014 Fancy
The New Classic
51
(19 Wo.)
46
(16 Wo.)
47
(12 Wo.)
5
(39 Wo.)
1
(39 Wo.)

Erstveröffentlichung: 7. März 2014
(Iggy Azalea featuring Charli XCX)
Gold Gold (UK); 5-fach-Platin 5-fach-Platin (US)
Verkäufe: +7.000.000 [16]

Weitere Lieder
Jahr Titel Anmerkungen
2008  !Franchesckaar!
14
Erstveröffentlichung: 18. August 2008
Emelline/Art Bitch Erstveröffentlichung: 17. November 2008
2011 Stay Away
True Romance
Erstveröffentlichung: 15. Mai 2011
End of the World
Open Your Eyes
Erstveröffentlichung: 26. August 2011
(Alex Metric feat. Charli XCX)
Nuclear Seasons
True Romance
Erstveröffentlichung: 20. November 2011
2012 You’re the One
True Romance
Erstveröffentlichung: 12. Juni 2012
2013 You (Ha Ha Ha)
True Romance
Erstveröffentlichung: 8. Februar 2013
What I Like
True Romance
Erstveröffentlichung: 15. April 2013
Illusions of
Double Denim Vol. 1
Erstveröffentlichung: 9. August 2013
(J£ZUS MILLION feat. Charli XCX)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten]

Silberne Schallplatte[17]

Goldene Schallplatte[17]

  • DanemarkDänemark Dänemark
    • 2014: für die Single „I Love It“
    • 2014: für die Single „Boom Clap“
  • NeuseelandNeuseeland Neuseeland
    • 2012: für die Single „I Love It“[18]
    • 2014: für die Single „Boom Clap“[19]

Platin-Schallplatte[17]

  • AustralienAustralien Australien
    • 2014: für die Single „Boom Clap“
    • 2015: für die Single „Break the Rules“[20]
  • DanemarkDänemark Dänemark
    • 2014: für die Single „Fancy“
  • DeutschlandDeutschland Deutschland
    • 2013: für die Single „I Love It“
  • ItalienItalien Italien
    • 2014: für die Single „Boom Clap“
    • 2015: für die Single „Fancy“
  • NeuseelandNeuseeland Neuseeland
    • 2014: für die Single „Fancy“[21]
  • OsterreichÖsterreich Österreich
    • 2014: für die Single „I Love It“
  • SchwedenSchweden Schweden
    • 2012: für die Single „I Love It“
    • 2014: für die Single „Fancy“
    • 2014: für die Single „Boom Clap“
  • SchweizSchweiz Schweiz
    • 2013: für die Single „I Love It“
  • Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
    • 2015: für die Single „I Love It“
    • 2015: für die Single „Fancy“
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
    • 2014: für die Single „Boom Clap“

2x Platin-Schallplatte[17]

  • ItalienItalien Italien
    • 2012: für die Single „I Love It“
  • KanadaKanada Kanada
    • 2015: für die Single „Boom Clap“
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
    • 2013: für die Single „I Love It“

3x Platin-Schallplatte[17]

  • AustralienAustralien Australien
    • 2014: für die Single „Fancy“
  • KanadaKanada Kanada
    • 2013: für die Single „I Love It“[22]
    • 2014: für die Single „Fancy“

5x Platin-Schallplatte[17]

Land Silver.png Silber Gold.png Gold Platinum.png Platin
AustralienAustralien Australien 0 0 10
DanemarkDänemark Dänemark 0 2 1
DeutschlandDeutschland Deutschland 0 0 1
ItalienItalien Italien 0 0 4
KanadaKanada Kanada 0 0 8
NeuseelandNeuseeland Neuseeland 0 2 1
OsterreichÖsterreich Österreich 0 0 1
SchwedenSchweden Schweden 0 0 3
SchweizSchweiz Schweiz 0 0 1
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 1 0 2
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 0 0 8
Insgesamt 1 4 40

Künstlerauszeichnungen[Bearbeiten]

  • Teen Choice Awards 2014: Choice Music: R&B/Hip-Hop Song (Iggy Azalea ft. Charli XCX - Fancy)
  • SESAC Pop Awards 2014: Songwriter of the Year, Song of the Year

Quellen[Bearbeiten]

  1. Charli XCX Biography. In: starpulse.com. Abgerufen am 16. Mai 2014 (englisch).
  2. Chris Tinkham: Charli XCX This Is Me. In: undertheradarmag.com. 12. September 2013, abgerufen am 17. September 2014 (englisch).
  3. Alex Needham: Brit Pop Girls. In: Interview. 27. Juli 2009, abgerufen am 17. September 2014 (englisch).
  4. Mark Savage: Charli XCX: Pop, punk and synaesthesia. In: BBC News. 12. Dezember 2013, abgerufen am 17. September 2014 (englisch).
  5. a b Laurence Lowe: Q&A: Charli XCX. In: Details. 1. Februar 2013, abgerufen am 22. Dezember 2014 (englisch).
  6. Christine Werthman: Q&A: Icona Pop. CMJ, 19. Dezember 2012, abgerufen am 17. September 2014 (englisch).
  7. CHARLI XCX - UK Singles Chart. Official Charts Company, abgerufen am 24. Februar 2015 (englisch).
  8. 💘EUROPE!💘 @charli_xcx is going to get prismatic with us next February & March! Excited to welcome her to #ThePrismaticWorldTour! 4. September 2014, abgerufen am 17. September 2014.
  9. Let's Revisit Charli XCX's Perfect MTV EMAs Performance, Huffington Post, 9. November 2014
  10. Caramanica, Jon: Untamed and Unabashed. Rolling Stone, 11. März 2012, abgerufen am 17. September 2014 (englisch).
  11. British pop starlet Charli XCX, the particularly grown-up 21-year-old. Nashville Scene, abgerufen am 17. September 2014 (englisch).
  12. Charli XCX | Biography. AllMusic, abgerufen am 17. September 2014 (englisch).
  13. Q&A: Charli XCX: Music + Books. Details, 1. Februar 2013, abgerufen am 17. September 2014 (englisch).
  14. Colleen Nika: Dark Star Rising: Charli XCX Talks Rave Roots and Her Colorful Future. In: Rolling Stone. Abgerufen am 17. September 2014 (englisch).
  15. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US
  16. Iggy Azalea announces new album release. In: Yahoo News. 28. Oktober 2014, abgerufen am 19. Januar 2015 (englisch).
  17. a b c d e f Auszeichnungen für Musikverkäufe: CA UK US DE AT CH AU DK SE IT
  18. NZ Music Charts 12. November 2012. Abgerufen am 15. Oktober 2014.
  19. NZ Music Charts 22. September 2014. Abgerufen am 15. Oktober 2014.
  20. ARIA Singles Chart 19/01/2015. ARIA, 19. Januar 2015, abgerufen am 26. Januar 2015 (englisch).
  21. NZ Music Charts 9. Juni 2014. Abgerufen am 15. Oktober 2014.
  22. Gold/Platinum Music Canada. Abgerufen am 15. Oktober 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Charli XCX – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien