Charlie Whiting

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Charlie Whiting beim Großen Preis von Japan 2010.

Charlie Whiting (* 1952 in Sevenoaks, Kent, England) ist Renndirektor der FIA, Sicherheitsbeauftragter und Leiter der technischen Abteilung der Formel 1. In dieser Funktion koordiniert er auch hauptsächlich die Logistik der Formel-1-Rennen, inspiziert vor jedem Grand Prix im Parc fermé die Autos, setzt die FIA-Regeln durch und bedient die Signalanlage, die jedes Rennen startet.

Karriere[Bearbeiten]

In seinem ersten Beruf assistierte er seinem Bruder Nick beim Vorbereiten von Touren- und Rallyewagen in der Nähe des Brands Hatch Circuit, einer Motorsport-Rennstrecke in England. Mitte der 1970er Jahre arbeiteten die Brüder beim Formel 1 Team Surtees für die Rennfahrerin Divina Galica. In der Saison 1977 trat Whiting Hesketh Racing bei. Nach dem Niedergang des Teams wechselte er zu Bernie Ecclestones Brabham-Formel-1-Team bei Weybridge, wo er das folgende Jahrzehnt blieb und seit den Erfolgen von Nelson Piquet, der 1981 und 1983 Formel-1-Weltmeister wurde, Chefmechaniker war. Später stieg er zum Cheftechniker auf, während sein Bruder Nick ein Geschäft für Motorsportersatzteile in der Nähe des Brands Hatch Circuit eröffnete. Nick wurde 1990 ermordet.[1]

Zur Saison 1988 wurde Whiting Technischer Vertreter der Formel 1 und 1997 zum Renndirektor und Sicherheitsbeauftragten der FIA ernannt.

Großer Preis der USA 2005[Bearbeiten]

Während des Großen Preises der USA 2005 war er an einer Kontroverse beteiligt, als keiner der Reifen, die Michelin nach Indianapolis gebracht hatte, sicher zu nutzen war. Der französische Reifenhersteller war nicht in der Lage, neue Reifen zu produzieren, um die unsicheren Reifen seiner sieben Kunden zu ersetzen. Man bat Whiting stattdessen, eine neue Schikane in Kurve 13 des Indianapolis Motor Speedway errichten zu lassen. Er verweigerte dies mit der Begründung, dass es unfair gegenüber den anderen Teams sei, welche in der Lage sind die bestehende Strecke sicher zu befahren.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Charlie Whiting – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Life and times of Britain's most infamous villain (The Independent). 14. April 2000, archiviert vom Original am 11. April 2008, abgerufen am 25. September 2011 (englisch).
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatCorrespondence between representatives of Michelin in Indianapolis and the FIA Formula One race director (FIA). 18. Juni 2005, abgerufen am 25. September 2011 (englisch).