Charlize Theron

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Charlize Theron, 2012

Charlize Theron [ʃaːˈliz tron[1]] (* 7. August 1975 in Benoni) ist eine südafrikanische Schauspielerin. Sie ist unter anderem Oscar- und Golden-Globe-Preisträgerin und seit 2007 auch im Besitz der US-amerikanischen Staatsbürgerschaft.[2]

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Therons Vater Charles Jacobus Theron (1947–1991) war Bauunternehmer. In ihrer Jugend, als sie noch eine Schule in Johannesburg besuchte, fand ein traumatisches Ereignis statt: Als der alkoholkranke Vater sie und ihre deutschstämmige Mutter Gerda Jacoba Aletta (geb. Maritz) bedrohte, erschoss ihn die Mutter.[3] Kurze Zeit später, mit 16 Jahren, nahm Charlize an einem Modelwettbewerb teil, den sie gewann. Einer Einladung folgend ging sie daraufhin nach Mailand, um dort in den nächsten Jahren (mit mäßigem Erfolg) zu modeln.[4]

Im Anschluss begann sie eine Ausbildung als Balletttänzerin. Mit einer Ballettgruppe hatte sie Auftritte in Europa und den USA, wo sie schließlich am Joffrey Ballet in New York aufgenommen wurde. Außerdem erhielt sie Engagements als Fotomodell. Nach einer Knieverletzung musste sie ihre Karriere als Tänzerin aufgeben.

Im Alter von 18 Jahren zog Theron nach Los Angeles. Als sie am Hollywood Boulevard wartend in einer Schlange stand, wurde sie von einem Agenten entdeckt. Acht Monate später hatte sie ihre erste kleine Filmrolle in dem Horrorfilm Kinder des Zorns III.

Jahrelang war sie nun auf die Rolle der schönen Frau an der Seite des männlichen Hauptdarstellers festgelegt, bis sie in dem Film Monster die Rolle der amerikanischen Serienmörderin Aileen Wuornos spielte. Dafür wurde sie mit zahlreichen Filmpreisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Oscar für die Beste weibliche Hauptrolle sowie mit einem Golden Globe in der Kategorie Beste Schauspielerin (Drama). Sie war die erste Südafrikanerin, die einen Oscar in dieser Kategorie erhielt, und gehörte fortan zu den bestbezahlten Schauspielerinnen Hollywoods.[5] 2006 erhielt sie in Berlin die Goldene Kamera in der Kategorie Film international.

Ihr erster Film nach der Oscar-Auszeichnung, Head in the Clouds, war ein Flop; er gilt als misslungener Versuch, eine gefühlvolle Liebesgeschichte vor einem zeitgeschichtlichen Hintergrund zu erzählen. Für ihre Rolle als Britt Ekland in dem Fernsehfilm The Life and Death of Peter Sellers erhielt sie eine weitere Golden-Globe-Nominierung und für ihre schauspielerische Leistung in Kaltes Land wurde sie 2006 erneut für mehrere Filmpreise, unter anderem einen Oscar als beste Hauptdarstellerin, nominiert.

2011 spielte Theron die Hauptrolle in der Komödie Young Adult, die auf vielen Listen der „Besten Filme des Jahres“ auftauchte. 2012 war sie als die böse Königin in der Schneewittchen-Adaption Snow White and the Huntsman zu sehen.

2012 stand sie als Furosia für die australische Produktion Mad Max: Fury Road, den vierten Teil der Mad-Max-Reihe, vor der Kamera. In dem Actionfilm verkörpert Tom Hardy die Hauptrolle des Max Rockatansky, George Miller führte wieder Regie.

Persönliches[Bearbeiten]

Theron war von 1997 bis 2001 mit dem Third-Eye-Blind-Sänger Stephan Jenkins liiert.[6] Von 2001 bis 2009 war sie mit ihrem Schauspielkollegen Stuart Townsend zusammen; die beiden standen für 24 Stunden Angst, Head in the Clouds und Battle in Seattle gemeinsam vor der Kamera. Am 15. März 2012 wurde bekannt, dass Charlize Theron ein Kind namens Jackson adoptiert hat.[7]

2006 wurde ihr Antrag auf Einbürgerung in Deutschland abgelehnt.[8] Von Theron, die 2007 (zusätzlich zu ihrer südafrikanischen) die US-amerikanische Staatsbürgerschaft erwarb, heißt es, sie spreche – zumindest gebrochen – 28 Sprachen.[9] Ihre Muttersprache ist Afrikaans, ihre Zweitsprache Englisch.

Auszeichnungen und öffentliche Aufgaben[Bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten]

Charlize Theron, 2008

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Theron bei der Oscarverleihung 2010
Oscar
Critics’ Choice Movie Award
  • 2003: Critics’ Choice Movie Award – Beste Hauptdarstellerin für Monster
  • 2006: nominiert als Beste Hauptdarstellerin – Drama für Kaltes Land
  • 2012: nominiert als Beste Hauptdarstellerin für Young Adult
Golden Globe
  • 2004: Preis für die Beste Hauptdarstellerin – Drama für Monster
  • 2005: nominiert als Beste Nebendarstellerin in einer Serie, einer Miniserie oder einem Fernsehfilm für The Life and Death of Peter Sellers
  • 2006: nominiert als Beste Hauptdarstellerin – Drama für Kaltes Land
  • 2012: nominiert als Beste Hauptdarstellerin – Komödie/Musical für Young Adult
British Academy Film Award
  • 2005: nominiert als Beste Hauptdarstellerin für Monster
  • 2006: nominiert als Beste Hauptdarstellerin für Kaltes Land
Satellite Award
  • 2003: Satellite Award – Beste Hauptdarstellerin für Monster
  • 2006: nominiert als Beste Hauptdarstellerin für Kaltes Land
Screen Actors Guild Award
  • 1999: nominiert als Teil des besten Ensembles Gottes Werk & Teufels Beitrag
  • 2004: als Beste Hauptdarstellerin für Monster
  • 2005: nominiert als Beste Nebendarstellerin in einer Serie, einer Miniserie oder einem Fernsehfilm für The Life and Death of Peter Sellers
  • 2006: nominiert als Beste Hauptdarstellerin für Kaltes Land
Goldene Himbeere
Weitere Auszeichnungen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Charlize Theron – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Interview mit Charlize Theron, in dem sie ihren Namen ausspricht
  2. Charlize’ härteste Prüfung auf n-tv.de
  3. Charlize Theron: Zur UN-Botschafterin ernannt auf focus.de
  4. Biographie, MovieMaze, Artikel von Thomas Straßer
  5. http://www.today.com/id/15958023/ns/today-entertainment/t/kidman-now-highest-paid-actress/#.U_L0e2OG_xU
  6. Charlize Theron Biography. In: People. Archiviert vom Original am 28. März 2011. Abgerufen am 30. November 2011.
  7. Plötzlich Mama: Charlize Theron hat ein Baby adoptiert. Vereinte Nationen. T-Online, abgerufen am 15. März 2012.
  8. Einbürgerung abgelehnt: Deutschland lässt Theron abblitzen. focus-online vom 23. Februar 2006, abgerufen am 29. Dezember 2013
  9. a b Charlize Theron zur Friedensbotschafterin ernannt. Vereinte Nationen. In: welt.de. Welt Online, 18. November 2008, archiviert vom Original am 22. April 2011, abgerufen am 22. April 2011.