Charlotte McShane

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Charlotte McShane für Brive Limousin beim Grand Prix de Triathlon in Dünkirchen, 2013
Charlotte McShane wird 25. beim Eröffnungstriathlon der Grand-Prix-Serie 2013 in Dünkirchen

Charlotte McShane (* 14. August 1990 in Wick, Schottland) ist eine schottisch-stämmige australische Profi-Triathletin auf der Kurz- und Langdistanz, Xterra-U20-Weltmeisterin des Jahres 2008 und Triathlon-U23-Weltmeisterin des Jahres 2013.

Werdegang[Bearbeiten]

McShane wuchs in Helensburgh auf, übersiedelte jedoch mit 15 Jahren im Jahr 2005 in einen Ort nahe bei Bairnsdale in Victoria. McShane lebt und trainiert jetzt in Wollongong, New South Wales, ihr Coach ist der NSWIS-Cheftrainer Jamie Turner. Auch ihren jüngeren Bruder Stephen schätzt Charlotte McShane als Trainingspartner.

2001 fuhr McShane samt Familie nach Kona auf Hawai, um ihren Vater Frank anzufeuern – seit damals wusste Charlotte McShane, dass auch ihre Zukunft im Triathlon liegt und Kona ihr Fernziel bleibt.[1] In Schottland studierte Charlotte McShane an der Glasgow School of Sport und gewann mehrere schottische Junioren-Meisterschaften. Im November 2005 zog McShanes Familie nach Australien und trotz ihres jungen Alters begann Charlotte zunächst auf der Langdistanz und mit Halb-Ironman – vor allem, weil sie das Windschattenfahren ablehnt.

2008, mit 18 Jahren, wurde McShane U20-Xterra-Weltmeisterin in Wailea Maui und wurde bei zwei Elite-Half-Ironmen-Bewerben jeweils Vierte: dem Yeppoon 70.3 Half Ironman sowie dem Canberra Half Ironman Triathlon. Bei den Ozeanien-Meisterschaften auf der Langdistanz wurde die noch 18-Jährige Sechste – ebenfalls in der Elite-Kategorie.

2009 konzentrierte sich McShane noch auf die Langdistanz. Bei den Elite-Kurzdistanz-Meisterschaften des Bundesstaates Victoria gewann McShane Gold, ebenso bei den Südaustralischen und den Nordterritorien-Langdistanz-Meisterschaften. Beim Elite Female Shepparton 70.3 Half Ironman wurde sie Dritte, beim Elite Female Canberra 70.3 Half Ironman Vierte.

2010 entschloss sich McShane, trotz ihrer Abneigung gegen das Windschattenfahren, wieder ausschließlich auf der Kurzdistanz, d.h. bei ITU-Wettkämpfen an den Start zu gehen. In Genf konnte sie Europacup-Silber erringen und bei den U23-Weltmeisterschaften vertrat sie Australien.

Seit 2011 nimmt McShane auch an der angesehenen französischen Clubmeisterschaftsserie Lyonnaise des Eaux teil und ging zunächst für TOCC (Tri Olympique Club Cessonais) an den Start. McShane bestreitet auch kleinere Nicht-ITU-Rennen. Im Juni 2011 etwa nahm sie an zwei baskischen Triathlon-Bewerben nahe ihres Trainingslagers in Vitoria teil: sowohl den Donostia Sprint Triathlon (12. Juni 2011) als auch den Lekeitio Triathlon (18. Juni 2011) konnte sie gewinnen.

2013 vertritt sie „Brive Limousin Tri“ und ist das Zugpferd ihres Clubs. In Dünkirchen (26. Mai 2013) wurde sie 25., in Les Sables d'Olonne (9. Juni 2013) 4., wobei nur zwei der Läuferinnen dieses Clubs überhaupt das Ziel erreichten. Im September 2013 wurde sie in London U23-Weltmeisterin.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

Charlotte McShane beim Grand Prix de Triathlon in Tours, 2011
Charlotte McShane begleitet die Abschluss-Staffel-Läuferin ihres Clubs, Schorez, in Tour ins Ziel 2011

ITU-Wettkämpfe[Bearbeiten]

In den sieben Jahren von 2006 bis 2012 nahm McShane an 37 ITU-Bewerben teil und erreichte 16 Top-Ten-Platzierungen. Allerdings nahm McShane insbesondere im Jahr 2008 nur an Langdistanz- und Half-Ironmen-Wettkämpfen, also keinen ITU-Bewerben, teil. Im Jahr 2013 war McShane bis Juni bereits zweimal unter den zehn Weltbesten in der World-Triathlon-WM-Serie.

Die folgende Aufstellung beruht auf den offiziellen ITU-Ranglisten und der Athletes's Profile Page.[2] Sofern nicht eigens angegeben, handelt es sich um Triathlon-Bewerbe (Olympische Distanz) und um die Elite-Kategorie.

Datum Wettkampf Ort Rang
19. Februar 2006 Ozeanien-Cup (Junioren) Hobart 15
22. Februar 2009 Ozeanien-Meisterschaften (Langdistanz) Huskisson 8
21. Oktober 2009 Weltmeisterschaften (Langdistanz) Perth 13
13. März 2010 Ozeanien-Meisterschaften (U23) Wellington 7
27. März 2010 Weltcup Mooloolaba DNF
23. Mai 2010 Europacup Strathclyde 3
30. Mai 2010 Afrikacup Larache 5
12. Juni 2010 Premium-Europacup Pontevedra 20
27. Juni 2010 Premium-Europacup Brasschaat 8
10. Juli 2010 Weltcup Holten 26
08. August 2010 Weltcup Tiszaújváros 22
15. August 2010 Europacup Genf 2
08. September 2010 Weltmeisterschaftsserie, Großes Finale: U23-WM Budapest 25
25. September 2010 Premium-Panamerikacup Tuscaloosa DNF
10. Oktober 2010 Weltcup Huatulco 20
12. März 2011 Ozeanien-Meisterschaften Wellington 5
26. März 2011 Weltcup Mooloolaba DNF
17. April 2011 Weltcup Ishigaki 15
08. Mai 2011 Weltcup Monterrey 43
29. Mai 2011 Premium-Europacup Brasschaat 23
10. Juli 2011 Weltcup Edmonton 29
24. Juli 2011 Europacup Genf 7
14. August 2011 Weltcup Tiszaújváros 27
24. September 2011 Panamerikacup Buffalo 4
09. Oktober 2011 Panamerikacup Myrtle Beach 2
05. Februar 2012 Ozeaniencup Kinloch 17
12. Februar 2012 Sprint-Premium-Ozeaniencup Geelong 10
10. März 2012 Ozeanien-Meisterschaften Devonport 7
24. März 2012 Weltcup Mooloolaba 25
14. April 2012 World Triathlon Series Sydney 59
10. Juni 2012 Sprint-Europacup Cremona 4
17. Juni 2012 Weltcup Banyoles 14
14. Juli 2012 Weltcup Tiszaújváros 4
22. Juli 2012 Europacup Genf 5
25. August 2012 World Triathlon Series Stockholm 35
22. September 2012 Weltcup Tongyeong 4
20. Oktober 2012 World Triathlon Series, Großes Finale: U23-WM Auckland 12
23. Februar 2013 Sprint-Ozeanien-Meisterschaften Devonport 4
09. März 2013 Ozeanien-Meisterschaften Wellington 5
16. März 2013 Weltcup Mooloolaba 7
06. April 2013 World Triathlon Auckland 9
11. Mai 2013 World Triathlon Yokohama 10
01. Juni 2013 World Triathlon Madrid 18

DNF = Did Not Finish

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kevin Koresky: Charlotte McShane Q&A. 1. November 2009, abgerufen am 27. Mai 2014.
  2. Charlotte McShane in der Datenbank der ITU auf Triathlon.org (englisch), abgerufen am 26. Mai 2014

Weblinks[Bearbeiten]