Charoen Pokphand Foods

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Charoen Pokphand Foods
Rechtsform Public Company Limited
ISIN TH0101A10Z19
Gründung 17.01.1978
Sitz Bangkok, ThailandThailand Thailand

Leitung

  • Adirek Sripratak (Präsident und CEO)
  • Dhanin Chearavanont (Aufsichtsratsvorsitzende)
Mitarbeiter 24.743 [1]
Umsatz 209.013 Mio. Baht (2011)[1]
Branche Agrarindustrie

Produkte

Website Charoen Pokphand Foods

Charoen Pokphand Foods Public Company Limited (Thai: บริษัท เจริญโภคภัณฑ์อาหาร จำกัด (มหาชน) ) ist Thailands größtes Unternehmen der Agrarindustrie. Es ist Teil der Charoen Pokphand-Unternehmensgruppe. Das Unternehmen ist im SET Index an der Thailändischen Börse gelistet (SET: CPF)[2].

Übersicht[Bearbeiten]

CPF bildet als wichtigstes Unternehmen der thailändischen Agrarindustrie selbst einen Großkonzern, deren größerer Teil in Thailand selbst operiert, während andere im Ausland tätig sind. Kerngeschäft von CPF sind die Tierhaltung und die Aquakultur. Dazu gehören Hühnerfarmen für die Fleisch- und Eierproduktion, Entenfarmen sowie Schweinehaltung. Die wichtigsten Bereiche der Aquakulturen bilden Seefisch und Garnelen.

Neben der Tierhaltung beherrscht CPF auch den Markt mit Futtermitteln in Thailand. Man konzentriert sich auch auf die Schaffung geeigneter Markenartikel sowie von Wertschöpfungsprozessen bei Lebensmitteln.

Geschäftsgebiete[Bearbeiten]

Tierhaltung[Bearbeiten]

Die Geschäfte in der Tierhaltung sind voll integriert und umfassen Hähnchen, Legehennen, Enten und Schweine, deren Produkte in drei Kategorien anfallen: (1) Futtermittel, (2) Tierzucht und (3) Fleisch- und Tierprodukte.

Futtermittel[Bearbeiten]

Die Produktion an Futtermitteln umfasst Konzentrate, Pulver und Pellets für Hähnchen, Legehennen, Enten und Schweine. Die Futtermittel werden in Thailand über etwa 600 Handelsbeauftragte vertrieben. Daneben wird ein Teil der Futtermittel auch direkt an große Tierhaltungsbetriebe im Land verkauft.

Für die Futtermittel verwendet man Mais, Sojamehl und gebrochenen Reis mit Hilfe computergesteuerter Fertigungsprozesse, um eine gleichbleibende Qualität zu garantieren. Stichprobenartig werden die Rohmaterialien und die erzeugten Produkte geprüft.

Tierzucht[Bearbeiten]

Ziel der Aktivitäten im Bereich Tierzucht ist es, qualitativ hochwertige und krankheitsresistente Zuchttiere zu generieren, die im tropisch-monsunalen Klima des Landes gut gedeihen können. Diese werden entweder direkt an die Betriebe abgegeben oder über die Handelsbeauftragten vertrieben.

Fleischprodukte[Bearbeiten]

CPF verkauft Tiere an fleischproduzierende Betriebe und stellt selbst auch verzehrfähige Fleischprodukte her. Zur Verbesserung der Qualität der Prozesse im tropischen Klima des Landes wird Forschung und Entwicklung betrieben. Die firmeneigenen Betriebe nutzen hierzu ein System zur Kontrolle und Prävention von Tierkrankheiten, was letztlich zu einem rascheren Wachstum der Tiere, höherer Überlebensrate und Kostenminderung führt.

Die verzehrfähigen Fleischprodukte umfassen die gesamte Produktpalette der Produktion. Entsprechend den Kundenanforderungen stellt man gekühltes und Gefrierfleisch her. Diese Produkte werden auch ins Ausland exportiert, hauptsächlich in die Europäische Union, nach Japan und andere asiatische Länder.

Kritik[Bearbeiten]

Greenpeace kritisierte das Unternehmen wegen der Zerstörung von Mangrovenwälder, die Massenhaltung von Fischen, Einsatz von Chemikalien und die umweltschädliche Beseitigung von Abwässern. [3]

Die britische Zeitung The Guardian berichtete im Juni 2014 über weitverbreiteten Menschenhandel und Versklavung in der thailändischen Fischereibranche, darunter auch von für CP Foods oder zuliefernde Subunternehmer tätigen Fischern.[4][5][6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Jahresbericht 2011 (PDF-Datei; 10,63 MB)
  2. SET: CPF
  3. NDR Reportage über Shrimp Aquakulturen in Thailand
  4. http://www.theguardian.com/global-development/2014/jun/10/supermarket-prawns-thailand-produced-slave-labour
  5. http://www.theguardian.com/global-development/2014/jun/10/-sp-migrant-workers-new-life-enslaved-thai-fishing
  6. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/sklavenarbeit-auf-thailaendischen-fischkuttern-wirbel-um-sklavenschiffe-erfasst-aldi-nord-1.1998459

Weblinks[Bearbeiten]