Charondas

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Charondas (griechisch Χαρώνδας), geboren in Katane, lebte im 7. Jahrhundert v. Chr. und war griechischer Philosoph und Gesetzgeber.

Er gab seiner Vaterstadt und andern chalkidischen Kolonien in Italien und Sizilien Gesetze, die sich auf das gesamte öffentliche und häusliche Leben bezogen und eine streng sittliche Geistes- und Charakterbildung bezweckten. Sie standen in großem Ansehen und wurden von vielen Städten Großgriechenlands und Siziliens angenommen.

Jede Änderung der Gesetze erschwerte Charondas dadurch, dass er festsetzte, derjenige, der einen Gesetzvorschlag mache, solle mit einem Strick um den Hals erscheinen, um sofort erdrosselt zu werden, wenn sein Vorschlag durchfiele.

Anekdote[Bearbeiten]

Als Charondas einst, von einer Reise zurückkehrend, bewaffnet in die Volksversammlung trat und darauf aufmerksam gemacht wurde, dass er damit sein eignes Gesetz umstoße, durch welches bewaffnetes Erscheinen verboten werde, rief er: Nein, beim Zeus, ich bekräftige es! und stieß sich das Schwert in die Brust.

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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