Chaumont (Haute-Marne)

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Chaumont
Wappen von Chaumont
Chaumont (Frankreich)
Chaumont
Region Champagne-Ardenne
Département Haute-Marne
Arrondissement Chaumont
Kanton Hauptort von 2 Kantonen
Koordinaten 48° 7′ N, 5° 8′ O48.1111111111115.1386111111111310Koordinaten: 48° 7′ N, 5° 8′ O
Höhe 247–416 m
Fläche 55,26 km²
Einwohner 22.705 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 411 Einw./km²
Postleitzahl 52000
INSEE-Code
Website www.ville-chaumont.fr

Ansicht von Chaumont

Chaumont ist eine französische Stadt mit 22.705 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Haute-Marne, in der Region Champagne-Ardenne. Sie ist Sitz der Präfektur des Départements Haute-Marne.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt am Rande des Plateau von Langres, einer Hochebene, auf der einige wichtige Flüsse Frankreichs entspringen, wie z. B. die Marne, die Seine und die Aube. Chaumont selbst liegt an der Marne, unmittelbar an der Einmündung des linken Nebenflusses Suize. Die Marne speist auch den Canal entre Champagne et Bourgogne (deutsch Kanal zwischen Champagne und Burgund), durch welchen - unter Ausnutzung weiterer Flüsse und Kanäle - eine schiffbare Verbindung aus dem Raum Paris bis zum Mittelmeer ermöglicht wird.

Die Gemeinde hat, seit 1857, einen Bahnhof an der Bahnstrecke Paris–Mulhouse, welcher von TER Champagne-Ardenne und Intercités Zügen bedient wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name der Stadt soll - nach Emile Jolibois (lokaler Geschichtsschreiber aus dem 19. Jahrhundert) - von der Bezeichnung Calvus Mons (deutsch: Kahler Berg) abgeleitet sein, die an jenen Ort erinnert, wo die Stadt im 10. Jahrhundert erbaut wurde: ein steiler Sporn, der die Täler der Suize und der Marne beherrschte. Als ehemaliger Wohnsitz der Grafen von Champagne hat die Stadt sehr früh eine strategische Lage genossen, die auf die ganze Region ausstrahlte.

Chaumont als Grenzfestung[Bearbeiten]

Um 1300 war Chaumont ein wichtiger Grenzposten zwischen dem Königreich Frankreich und Burgund. Nach der Anklageerhebung gegen den Templerorden anno 1306 ließ Philipp der Schöne an diesem Ort diverse flüchtige Tempelritter festnehmen, die via Chaumont ins "Ausland" fliehen wollten.

Quadrupelallianz[Bearbeiten]

Am 1. März 1814 schlossen Großbritannien, Russland, Österreich und Preußen hier den Vertrag von Chaumont, ihr Bündnis (Viermächteallianz) gegen Napoleon wurde hiermit nach dem Scheitern der Verhandlungen des Kongresses von Châtillon-sur-Seine erneuert und bestätigt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Viaduc de Chaumont bei Mondlicht

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Chaumont

  • Burg der Grafen von Champagne (11./12. Jahrhundert)
  • Basilika Saint-Jean-Baptiste von Chaumont (13./14. Jahrhundert)
  • die Lohgerbereien
  • Jesuitenkapelle aus dem 18. Jahrhundert
  • Eisenbahnviadukt
    Seine Dimensionen (600 m lang, 50 Bögen mit einer Höhe von 52 m) machen daraus einen der bemerkenswertesten Kunstbauten aus der Mitte des 19. Jahrhunderts in Europa. Es wurde 1857 erbaut, damit die Bahnstrecke Paris–Mulhouse den hoch gelegenen Teil der Stadt erreichen konnte. Der Bau wurde in der Rekordzeit von 15 Monaten ausgeführt. Sein imposantes Bild ist zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden und hat bereits in mehreren Filmen mitgewirkt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Chaumont (Haute-Marne) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien