Chaur Fakkan

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25.33916666666756.356111111111Koordinaten: 25° 20′ N, 56° 21′ O

Karte: Vereinigte Arabische Emirate
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Chaur Fakkan
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Vereinigte Arabische Emirate
Straßenszene in Chaur Fakkan.
Briefmarke für das Postgebiet Chaur Fakkan vom 1. Mai 1966.

Chaur Fakkan (arabisch ‏خور فكان‎, DMG Ḫaur Fakkān, auch Chūr Fakkan, nach Angaben der VAE-Botschaft und sowohl in der deutschen als auch in der englischen Literatur meist Khor Fakkan) ist eine Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie liegt am Golf von Oman, ist umgeben vom Emirat Fudschaira, gehört aber als Exklave zum Emirat Schardscha. Die Stadt besitzt einen Hochseehafen mit einem Container-Terminal.

Geschichte[Bearbeiten]

1580 erwähnte der venezianische Juwelier Gasparo Balbi "Chorf" in einer Liste von Orten an der Ostküste der heutigen Vereinigten Arabischen Emirate, das von Historikern als das heutige Chaur Fakkan angesehen wird.

Die Portugiesen bauten dort ein Fort, welches aber 1666 geschleift wurde. Im Logbuch des holländischen Schiffes Meerkat wird dieses Fort und ein anderes unter dem Namen Gorfacan erwähnt, in Verbindung mit einer Siedlung, bestehend aus 200 kleinen Holzhütten. Die Siedlung war umgeben von Dattelpalmen und Feigenbäumen, in der Siedlung gab es Brunnen, die zur Bewässerung genutzt wurden.

1737 wurde Chaur Fakkan von den Persern erobert, und ab 1765 gehörte die Stadt der im Emirat Schardscha herrschenden Scheich-Familie. Von 1903 bis 1952 war Chaur Fakkan Teil des von Schardscha abgespaltenen Emirats Kalba.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde das deutsche U-Boot U 533 vor der Küste versenkt. Das Wrack befindet sich 40 km von Chaur Fakkan entfernt. Von 1965 bis 1969 bildete die Exklave ein eigenständiges Postgebiet und gab Briefmarken mit der Inschrift Sharjah & Dependencies / Khor Fakkan heraus.[1]

Heutige Bedeutung[Bearbeiten]

Die Stadt bezieht die heutige Bedeutung hauptsächlich durch den wichtigen Seehafen, ebenfalls auch durch die Touristik. Außerhalb des Hafens gibt es attraktive Strände und Korallenbänke, an denen getaucht werden kann.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michel Übersee Katalog, Band 10, Naher Osten 1999. Schwaneberger Verlag, München, ISBN 3-87858-752-X