Chemnitz-Furth

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Wappen von Furth
Wappen von Chemnitz

Furth
Stadtteil und Statistischer Stadtteil Nr. 11 von Chemnitz

Lage des statistischen Stadtteils Furth in Chemnitz
Koordinaten 50° 51′ 45″ N, 12° 55′ 15″ O50.862512.920833333333Koordinaten: 50° 51′ 45″ N, 12° 55′ 15″ O.
Fläche 2,47 km²
Einwohner 1341 (31. Dez. 2010)
Bevölkerungsdichte 542,9 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Juli 1913
Postleitzahl 09113, 09114
Vorwahl 0371
Verkehrsanbindung
Bundesstraße Bundesstraße 107 number.svg
Bus 22, 23

Furth, am 1. Juli 1913 eingemeindet, ist ein nördlich gelegener Ortsteil von Chemnitz, durch den der Fluss Chemnitz fließt. Durch Furth führt die B 107 (Chemnitztalstraße). Der Ortsteil ist reich an Industrieanlagen, so befinden sich u. a. an der Blankenburgstraße das Heizkraftwerk Chemnitz-Nord und der Abfallentsorgungsbetrieb ASR. Die Stadtwerke und enviaM befinden sich an der Chemnitztalstraße.

Angrenzende Stadtteile sind (von Norden im Uhrzeigersinn) Glösa, Ebersdorf, Zentrum, Schloßchemnitz und Borna. Die Gemarkungsgrenze bildet im Süden und Westen die Eisenbahnstrecke nach Rochlitz, im Osten die Eisenbahnstrecke nach Riesa.

Mit den Buslinien 22 und 23 ist Furth mit dem Stadtzentrum verbunden. Bis 1972 führte noch die eingleisige Straßenbahnlinie 7 bis zum Further Trift.

[Bearbeiten] Geschichte

Furth wird 1338 (Forth), erneut 1402 (Furt), erstmalig urkundlich erwähnt. Der Name deutet auf eine Furt hin, durch die der Chemnitzfluss fließt. Westlich des Chemnitzflusses befanden sich die Fischteiche des Chemnitzer Benediktinerklosters, daran erinnert heute noch der Damm- und der Fischweg.

An der Blankenauer Straße lag nördlich der beiden Eisenbahnbrücken ein ehemaliges Landgut („Die Scheibe“). Es war seinerzeit das größte Landgut (53,9 ha) innerhalb der alten Stadtgrenzen. Es gehörte von 1841 bis 1843 der Interessengruppe „Comitee der erzgebirgischen Eisenbahn“, das die erste Eisenbahn in Chemnitz baute. Bis zum Zweiten Weltkrieg diente es als Ausflugsziel mit Gasthof und Tiergarten. Heute befindet sich an dieser Stelle eine Tankstelle.

ehem. Cammann-Weberei – ältestes Hochhaus der Stadt Chemnitz

Die Möbelstoff-Weberei Cammann & Co. AG ließ nördlich dieses Gasthofes von 1923 bis 1925 das erste Chemnitzer Hochhaus nach einem Entwurf des Architekten Willy Schönefeld errichten. Dieses 40 m hohe, achtgeschossige Gebäude wird heute als Bürogebäude genutzt.

Hochwasser der Chemnitz in Chemnitz-Furth (Januar 1932)

Auch in Furth begann im frühen 19. Jahrhundert die Industrialisierung. So gründete z.B. J. C. Irmscher 1812 eine Maschinenspinnerei, die in den 1950er Jahren für die Verbreiterung der Chemnitztalstraße weichen musste.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Chemnitz-Furth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Furth im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
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