Chenois

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Chenois
Wappen von Chenois
Chenois (Frankreich)
Chenois
Region Lothringen
Département Moselle
Arrondissement Château-Salins
Kanton Delme
Gemeindeverband Saulnois.
Koordinaten 48° 58′ N, 6° 30′ O48.9594444444446.4975241Koordinaten: 48° 58′ N, 6° 30′ O
Höhe 226–311 m
Fläche 3,62 km²
Einwohner 65 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 18 Einw./km²
Postleitzahl 57580
INSEE-Code

Chenois ist eine französische Gemeinde mit 65 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Moselle in der Region Lothringen. Sie gehört zum Arrondissement Château-Salins, zum Kanton Delme und zum Kommunalverband Communauté de communes du Saulnois.

Geografie[Bearbeiten]

Chenois liegt im Saulnois, 37 Kilometer nordöstlich von Nancy, 29 Kilometer südöstlich von Metz und 22 Kilometer südwestlich von Saint-Avold, zwischen den Nachbargemeinden Lesse im Nordosten und Holacourt im Südwesten,[1] auf einer Höhe zwischen 226 und 311 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 3,62 km² (362 Hektar).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname entstand aus dem gallischen Wort Cassano und einer lateinischen Ortsnamensendung. Cassano bedeutet so viel wie Eichenwald.[2] Chenois wurde erstmals 1505 als Chanoy urkundlich erwähnt.[3]

Chenois bestand im Mittelalter und Ancien Régime aus zwei Teilen, einer gehörte zur Baronie von Viviers, die zur Grafschaft Salm und ab dem 14. Jahrhundert zum Marquisat von Pont-à-Mousson gehörte,[3] das wiederum zum Herzogtum Bar gehörte. Der andere Teil gehörte der Abtei Sankt Arnulf in Metz, die wiederum zum Bistum Metz gehörte.[4]

1793 erhielt Chenois im Zuge der Französischen Revolution (1789–1799) den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. Noch vor 1806 wurden die beiden Teile von Chenois, die Gemeinden Chenois und Chenoy, zusammengeführt.[5] Chenois gehörte von 1801 bis 1871 zum früheren Departement Meurthe, das 1871 in Meurthe-et-Moselle umbenannt wurde. 1871 wurde die Gemeinde wegen Gebietsveränderungen durch den Verlauf des Deutsch-Französischen Kriegs (1870–1871) in das neu geschaffene Reichsland Elsaß-Lothringen des Deutschen Reiches eingegliedert. Das Reichsland Elsaß-Lothringen bestand bis zum Ende des Ersten Weltkriegs (1914–1918) und wurde danach aufgelöst. Chenois lag in jener Zeit im Département Moselle, diese Änderung wurde auch 1918 beibehalten, als Moselle wieder Frankreich zugesprochen wurde.[6] Chenois gehörte als französischsprachige Ortschaft zu den 247 letzten Gemeinden, deren Name am 2. September 1915 eingedeutscht wurde. Der Name wurde zu „Eichendorf“ geändert und war bis 1918 offizieller Ortsname.[7]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 35 57 59 58 66 53 59

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde ist in zwei Hälften geteilt. Auf der linken Seite zeigt es auf blauem Grund einen goldenen Lachs, ein ganzes Kreuzchen und zwei halbe Kreuzchen, denn diese Seite entspricht dem Wappen des Herzogtums Bar. Die rechte Seite zeigt einen halben goldenen Adler auf blauem Grund, denn die Abtei Sankt Arnulf hatte als Wappen den Adler des Apostels Johannes. In der Mitte ist als redendes Element eine grüne Eiche dargestellt, denn Chêne ist das französische Wort für Eiche.[4]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Der nächste Flughafen ist der Flughafen Metz-Nancy-Lothringen, er liegt 18 Kilometer nordwestlich von Chenois.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Chenois – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Village de Chenois, Actuacity.com (französisch)
  2.  Ernest Nègre: Toponymie générale de la France. 1, Librairie Droz, 1990, ISBN 9782600028844, S. 269 (in Google Books, abgerufen am 5. April 2010). (französisch)
  3. a b  Henri Lepage: Dictionnaire topographique du département de la Meurthe. In: Société d'archéologie lorraine et du Musée historique lorrain (Hrsg.): Dictionnaire topographique de la France. 6 Auflage. 14, Nr. 18, Imprimerie impériale, Paris 1862, S. 32+110 (in Google Books, abgerufen am 5. April 2010).(französisch)
  4. a b Union des Cercles Génealogiques Lorrains (französisch)
  5. Chenoy, Des villages de Cassini aux communes d’aujourd’hui (französisch)
  6. Chenois, Des villages de Cassini aux communes d’aujourd’hui (französisch)
  7. Les 247 dernières communes à noms français, débaptisées seulement le 2 septembre 1915 (französisch)
  8. Village de Chenois, Annuaire-mairie.fr (französisch)