Cherry Pie

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Cherry Pie
Studioalbum von Warrant
Veröffentlichung 11. September 1990
Aufnahme 1989 – 1990
Label Columbia Records
Format CD, LP
Genre Hard Rock
Anzahl der Titel 12
Laufzeit 38:14

Besetzung

Produktion Beau Hill
Studio The Enterprise
Chronologie
Dirty Rotten Filthy Stinking Rich
(1989)
Cherry Pie Dog Eat Dog
(1992)

Cherry Pie ist das zweite Studioalbum der US-amerikanischen Glam Metal-Band Warrant und ihr kommerziell größter Erfolg. Das Album erreichte Platz 7 der US-amerikanischen Album-Charts; alle vier ausgekoppelten Singles erreichten die Billboard Hot 100, zwei davon die Top 10.

Entstehung[Bearbeiten]

Warrant hatten mit ihrem Debütalbum Dirty Rotten Filthy Stinking Rich 1989 einen Sensationserfolg landen können: Es hatte Platz 10 der amerikanischen Albumcharts erreicht; vier Singles hatten es in die Billboard Hot 100 geschafft. Gleichzeitig landete die Gruppe ihren bis heute größten Singleerfolg mit Heaven: Der Titel erreichte Platz 2 der Hot 100 und konnte sich 19 Wochen in den Charts halten. Die Band war als Vorgruppe Teil der 1989er Tourneen von Mötley Crüe, Paul Stanley, Queensrÿche, Poison, Kingdom Come, Danger Danger und Skid Row.

Im Februar 1990 begann Warrant in Hawaii mit den Aufnahmen für die Nachfolge-LP. An den Arbeiten waren verschiedene Gastmusiker beteiligt: Poison-Gitarrist C.C. Deville spielte Leadgitarre auf dem Titel Cherry Pie, Produzent Beau Hill spielte Banjo auf Uncle Tom’s Cabin, der Bruder von Sänger Jani Lane, Eric Oswald, spielte bei diesem Song die Einleitung auf der Akustikgitarre.

Zwölf Titel schafften es auf das radiofreundlich produzierte Album, das am 11. September 1990 veröffentlicht wurde. Die LP erklomm innerhalb von vier Wochen die Charts in den Vereinigten Staaten und erreichte Platz 7; in Großbritannien schafftes sie immerhin Platz 35. Cherry Pie wurde kurze Zeit nach der Veröffentlichung bereits mit Platin ausgezeichnet, erhielt auch in Kanada Platin und nach der Rückkehr der Band von einer Europatournee zum zweiten Mal Platin in den USA.[1][2] Nach Angaben der Band verkaufte sich Cherry Pie 2,7 Mio. mal.

Parental Advisory label.svg

Wegen des als Bonus Track bezeichneten Titels Ode To Tipper Gore, der aus Zusammenschnitten zahlreicher bei Konzerten geäußerter Flüche und Schimpfworte bestand, wurde das Album mit dem bekannten „Parental Advisory - Explicit Content“-Sticker versehen. Tipper Gore war deshalb Ziel dieser Provokation, weil sie Initiatorin des „Parents Music Resource Center“ gewesen war.


Albumcover

Das Albumcover zeigte eine rothaarige junge Frau auf Rollschuhen, die ein weit ausgeschnittenes, kurzes, enges Kleid mit einer kurzen Kellnerschürze darüber trägt. Auf ihrer erhobenen rechten Hand balanciert sie einen Teller, von dem ein dreieckiges Stück Kuchen (Cherry Pie) heruntergefallen ist, das sich jetzt genau in Höhe ihrer Scham befindet. Über ihrem Kopf befindet sich eine große Kirsche.

Re-Release

2004 wurde das Album in der Reihe The Metal Masters Series von Columbia Records wiederveröffentlicht. Das Re-Release enthielt zwei zusätzliche Titel

Titelliste[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben
Cherry Pie
  US 7 13.10.1990 (60 Wo.)
Singles
Cherry Pie
  US 10 03.11.1990 (19 Wo.)
I Saw Red
  US 10 23.02.1991 (19 Wo.)
Uncle Toms Cabin
  US 78 18.05.1991 (6 Wo.)
Blind Faith
  US 88 20.07.1991 (6 Wo.)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung
  1. 3:21 – Cherry Pie J. Lane, J. Allen, S. Sweet, J. Dixon, E. Turner
  2. 4:01 – Uncle Tom’s Cabin J. Lane, J. Allen, S. Sweet, J. Dixon, E. Turner
  3. 3:47 – I Saw Red J. Lane, J. Allen, S. Sweet, J. Dixon, E. Turner
  4. 4:04 – Bed Of Roses J. Lane, J. Allen, S. Sweet, B. Hill, J. Dixon, E. Turner
  5. 2:39 – Sure Feels Good To Me J. Lane, J. Allen, S. Sweet, J. B. Frank, D. Stag, J. Dixon, E. Turner
  6. 3:07 – Love In Stereo J. Lane, J. Allen, S. Sweet, J. Dixon, E. Turner
  7. 3:33 – Blind Faith J. Lane, J. Allen, S. Sweet, J. Dixon, E. Turner
  8. 2:58 – Song And Dance Man J. Lane, J. Allen, S. Sweet, J. Dixon, E. Turner
  9. 3:34 – You’re The Only Hell Your Mama Ever Raised J. Lane, J. Allen, S. Sweet, J. Dixon, E. Turner
  10. 3:29 – Mr. Rainmaker J. Lane, J. Allen, S. Sweet, J. Dixon, E. Turner
  11. 2:49 – Train Train S. Medlocke
  12. 0:55 – Ode To Tipper Gore J. Lane, J. Allen, S. Sweet, J. Dixon, E. Turner

Bonus-Tracks der Wiederveröffentlichung:

  1. 3:37 – Game Of War J. Lane, E. Turner, J. Dixon – (bisher unveröffentlichte Demoaufnahme von 1988)
  2. 3:00 – The Power J. Lane – (Demo zum Soundtrack zu Fäuste - Du mußt um Dein Recht kämpfen von 1992)


Rezeption[Bearbeiten]

Frank Trojan schrieb für Rock Hard, Cherry Pie sei seinem ersten Eindruck nach wieder so ein Schmalz-Stampf-Hüpf-Album amerikanischer Machart. Beim zweiten Song allerdings habe er allerdings aufgehorcht und „geile Akustikparts“ ausgemacht, die sich „mit rauhen Gitarrenläufen“ abwechselten. In dem Glauben, dies sei ein „einmaliger positiver Ausrutscher“, sagten ihm die folgenden 'Bed Of Roses' und 'I Saw Red' „überraschenderweise“ auch zu. 'Sure Feels Good To Me' überzeuge ihn von seinem Eindruck, das Lied sei „ein kurzweiliger, flotter Headbanger“. Trojan schreibt, sein erster Eindruck sei „mehr als positiv“. Seite 2 des Albums starte „gut durch, allerdings nicht mit der Konstanz“. Die Stärken lägen „im treibenden 'Mr. Rainmaker', der schönen Halbballade 'Blind Faith' und dem Sleaze-angehauchten 'Train, Train'“. Im Endeffekt sei "Cherry Pie" eine „sehr gute Hardrock-Platte mit echtem Street-Feeling“ geworden.[3]

Gastmusiker[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Cherry Pie wurde in den USA 2x mit Platin ausgezeichnet.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b RIAA: Gold- und Platinauszeichnungen für Cherry Pie (abgerufen am 3. April 2008)
  2. CRIA: Gold- und Platinauszeichnungen
  3. Rezension von Frank Trojan in Rock Hard, Heft 44