Chevrolet Venture

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Chevrolet
Chevrolet Venture SWB (1996–2001)

Chevrolet Venture SWB (1996–2001)

Venture
Produktionszeitraum: 1996–2005
Klasse: Van
Karosserieversionen: Kombi
Motoren: Ottomotoren:
3,4 Liter
(132–136 kW)
Länge: 4747–5103 mm
Breite: 1829 mm
Höhe: 1712–1730 mm
Radstand: 2845–3048 mm
Leergewicht:
Vorgängermodell: Chevrolet Lumina APV
Nachfolgemodell: Chevrolet Uplander

Der Chevrolet Venture war ein Van, den General Motors von 1996 bis 2005 fertigte. Er ersetzte den Chevrolet Lumina APV. Identisch gestylte Vans wurden auch in Deutschland als Opel Sintra und in Großbritannien als entsprechendes Vauxhall-Modell verkauft.

Opel war auch an der Konstruktion des Vans beteiligt. Bis 2005 verkaufte auch Chevrolet Europa einige Modelle, meistens aus US-Produktion mit Anpassungen an die europäischen Fahrzeugnormen, so den Chevrolet Trans Sport – einen Chevrolet Venture mit der Frontpartie des Pontiac Trans Sport. Im Laufe des Jahres 2005 wurden der Venture und der Astro durch den Uplander ersetzt. Der Venture und die anderen Chevrolet-Vans wurden in Doraville (Georgia) hergestellt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Venture wurde Ende 1996 als 1997er-Modell als Nachfolger des radikal gestylten Lumina APV auf dem Markt eingeführt. In den USA wurde er auch als Oldsmobile Silhouette und Pontiac Trans Sport – 1999 umbenannt in Pontiac Montana – verkauft. Der Venture und seine Schwestermodelle wurden von einem 3,4 l-V6-Motor mit 180 PS (132 kW) angetrieben.

Ab 2000 lieferte der leicht überarbeitete Motor 185 PS (136 kW). Alle Venture besaßen ein vierstufiges Automatikgetriebe. Ein Warner Brothers-Sondermodell von 2000 verfügte über Ledersitze, Warner-Brothers-Schilder, bei denen sich eine Bugs Bunny-Figur gegen das Warner-Brothers-Logo lehnt, und über ein DVD-Audiosystem, damals eine Neuheit.

Chevrolet Venture LWB
(2001–2005)

2001 wurde das Styling überarbeitet, und ab 2002 war auch eine Allradversion erhältlich. Artikel in Automagazinen präsentierten das Modell genauso lauwarm wie sich die Verkaufszahlen dann entwickelten. Kritiker monierten vor allem den engen Innenraum, was der Anpassung an europäische Größenverhältnisse zugeschrieben werden musste. Die Vans waren mit kurzem und langem Radstand lieferbar, ebenso mit Allradantrieb wie die Chrysler-Vans. Die Sitze in der dritten Reihe ließen sich flach umlegen, bildeten aber eine Stufe im Boden, nicht wie bei den Vans von Honda und Mazda, wo die Sitze in einer dafür vorgesehenen Aussparung im Boden des Kofferraums verschwanden.

Der Venture wurde Mitte 2005 durch den Chevrolet Uplander, einer überarbeiteten Variante mit einem verlängerten Vorderwagen, ersetzt. Der Uplander erhielt eine verlängerte Front, um das Crashverhalten zu verbessern, was dem Wagen ein SUV-ähnliches Aussehen verlieh. Auch dieses Modell war in zwei Radstandvarianten lieferbar. Im Modelljahr 2005 wurde der Venture dann nur noch mit langem Radstand angeboten.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) gab dem Chevrolet Venture 1997 in seiner Beurteilung vier von fünf möglichen Sternen im Frontaufpralltest. Folgetests in weiteren Jahren führten meist ebenfalls zu Bewertungen mit vier Sternen, andere zu drei oder fünf Sternen. Die NHTSA führt keine Offset-Crash-Versuche durch.

Das Insurance Institute for Highway Safety testete das Schwestermodell Pontiac Trans Sport 1997 und verlieh ihm im Offset-Crash[1] die Bewertung “schlecht”. Dieses Ergebnis beeinträchtigte das Sicherheitsimage des Venture wie auch des Oldsmobile Silhouette, was zu einer Verschlechterung der Verkaufszahlen führte. Das europäische Schwestermodell Opel Sintra wurde im Euro NCAP-Crash-Test ebenfalls schlecht bewertet und erhielt nur zwei von fünf Sternen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Chevrolet Venture – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bewertungen des National Institute for Highway Safety für den Pontiac Trans Sport / Montana (englisch)