Chiara Badano

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Chiara Luce Badano

Chiara „Luce“ Badano (* 29. Oktober 1971 in Sassello; † 7. Oktober 1990 ebenda) ist eine Selige der Katholischen Kirche.

Chiara Badano kam 1971 in Sasello, einem kleinen Dorf in Norditalien, zur Welt. Der Vater war LKW-Fahrer, die Mutter Angestellte in einem Betrieb, der Amaretti herstellt. Chiara besuchte den Kindergarten und die Grundschule in Sasello, trieb Sport und lernte Klavierspielen. Als sie 14 Jahre alt war, zog die Familie in die Stadt Savona. Im Januar des Jahres 1989 wurde bei Chiara ein aggressiver Knochenkrebs diagnostiziert. Es folgten Operationen, Chemos, verschiedene Therapien, Hoffnungen, Enttäuschungen. Die Art, wie Chiara ihren Umgang mit ihrer Familie, ihren Freundinnen und Bekannten und auch mit ihrer Erkrankung gestaltete, war von einer tiefen Beziehung zu Jesus geprägt. Ihr Verhalten weckte Erstaunen, ihre innere Klarheit und die tiefe Freude in ihren Augen wirkten berührend und anziehend. Den Beinamen „Luce“ („Licht“) bekam sie von Chiara Lubich, der Gründerin der Fokolar-Bewegung, mit der sie in engem Briefkontakt stand. Als Chiara Badano am 7. Oktober 1990 starb, blieb das Zeugnis eines jungen Menschen, der den Alltäglichkeiten des Lebens eine große Bedeutung geben konnte.

Chiara Badano wurde am 25. September 2010 im Santuario della Madonna del Divino Amore in Rom seliggesprochen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gudrun Griesmayer, Stefan Liesenfeld: Chiara Luce Badano: „Gott liebt mich doch!“ – ein kurzes, intensives Leben. Verl. Neue Stadt, München, Zürich, Wien 2010, ISBN 978-3-87996-884-8.
  • Maria Amata Calò: Chiara Luce Badano (1971–1990). (Filmdokumentation DVD 43 Minuten) Verl. Neue Stadt, München, Zürich, Wien 2010, ISBN 978-3-87996-906-7.

Weblinks[Bearbeiten]