Chinesische Wasserfolter
Die Chinesische Wasserfolter ist ein Verfahren, welchem nachgesagt wird, dass es zur Folterung von Menschen geeignet sei. Bei dieser Methode muss das Opfer gefesselt unter kaltem tropfendem Wasser verharren, was eine Qual hervorrufen soll. Die Wirksamkeit dieser Methode ist nicht nachgewiesen. Die chinesische Wasserfolter wird in der schöngeistigen Literatur, z. B. vom Autor Karl May als „Tropffolter“ beschrieben.[1]
Namensgebend für die Bezeichnung „chinesische Wasserfolter“ war vermutlich die Aufführung „Chinese Water Torture Cell“ des Entfesslungskünstlers Harry Houdini, bei der er mehrfach gefesselt kopfüber in einen wassergefüllten Glastank gesperrt wurde.[2]
In der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen ist ein Exponat einer Apparatur zur chinesischen Wasserfolter zu besichtigen, das Angaben eines ehemaligen Häftlings folgend aufgebaut wurde.[3] Die tatsächliche Existenz und Verwendung einer solchen Vorrichtung in der Untersuchungshaftanstalt ist zweifelhaft.[4]
Siehe auch [Bearbeiten]
- Für andere Arten der Wasserfolter siehe Schwedentrunk und Waterboarding.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Karl May: In den Cordilleren, 1894
- ↑ straightdope.com
- ↑ Peter Erler: „Folter im MGB-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen“. Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, 2003.
- ↑ Peter Erler: „Das Untersuchungsgefängnis des sowjetischen Staatssicherheitsdienstes in Hohenschönhausen 1947–1951. Ein historischer Exkurs“. In: Deutschland Archiv 2005, S. 257 online als pdf