Chip-Ball

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Chip-Ball ist ein von Adidas, dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen und der Firma Cairos Technologies AG entwickelter Fußball mit einem integriertem ASIC-Chip und einem integriertem Transmitter für die Übersendung von Daten.

Technologie[Bearbeiten]

Der Chip ist in der Mitte des Balls aufgehängt und sendet beim Überqueren der Torauslinie Radiosignale in weniger als einer Sekunde zum Schiedsrichter zu einem Empfänger am Handgelenk.

Erste Tests fanden im Stadion in Nürnberg statt, wo zwölf Antennen in Lichtmasten und am Spielfeldrand in der Arena die Datenübermittlung übernahmen. Die Antennen sind über Lichtwellenleiter mit einem Linux-basierenden Server verbunden, der die Auswertung der Daten vornimmt.

Historie[Bearbeiten]

Bei der U-17-Fußball-Weltmeisterschaft 2005 in Peru wurde der Ball das erste Mal in einem Turnier getestet, jedoch nicht für die Schiedsrichterentscheidung eingesetzt.[1] Die FIFA lehnte den Einsatz der Technologie über Jahre ab.[2] Erst nach dem als „Revanche für Wembley“ bezeichneten, vom Schiedsrichter nicht gegebenen Tor der Nationalmannschaft Englands im Rahmen des Achtelfinals der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010 gegen Deutschland am 27. Juni 2010 begann eine neue Diskussion bei der FIFA über den Einsatz technischer Hilfsmittel.[3] Im Juli 2012 schließlich stimmte die FIFA der Einführung der Torlinientechnologie, also dem Einsatz von elektronischen Hilfsmitteln zur Tor-Feststellung, zu, jedoch konnte sich diese „Chip-Ball“-Lösung nicht durchsetzen und so fällt die Wahl zwischen den Systemen Hawk-Eye und GoalRef.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tooor! Oder nicht? Der Chip im Ball weiß es
  2. Fifa verweigert sich dem Hightech-Fußball
  3. Blatter erwägt Einführung technischer Hilfsmittel
  4. http://www.sueddeutsche.de/sport/entscheid-ueber-elektronischen-tor-beweis-fifa-laesst-hilfe-fuer-schiedsrichter-zu-1.1402863

Weblinks[Bearbeiten]