Chirurgenknoten

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Chirurgenknoten
Chirurgenknoten
Typ Verbindung
Anwendung Nähen einer Wunde
Ashley-Nr 461, 1209
Synonyme Wundknoten, Ligaturknoten
Englisch Surgeon's Knot

Bei dem Chirurgenknoten (präziser: Ligaturknoten[1]) handelt es sich um eine Abwandlung des Kreuzknotens.

Anwendung[Bearbeiten]

Der Name „Chirurgenknoten“ stammt aus der Medizin, wo diese Knotenart in der Chirurgie zum Verschließen einer Wunde mit Nadel und Faden (chirurgisches Nahtmaterial, z.B. Catgut) dient. Der Vorteil beim Gebrauch in der Chirurgie liegt darin begründet, dass während des Knüpfens des Knotens der Zug auf das Nahtmaterial konstant aufrechterhalten werden kann. Ebenfalls findet dieser Knoten Anwendung in der Sportfischerei.

Abwandlungen[Bearbeiten]

Beim Angeln wird der Knoten in Form eines „mehrfachen Überhandknotens“ (zweifach gesteckter Sackstich) zur Verbindung einer monofilen (einfädigen) Vorfachspitze mit dem Flechtteil des Vorfaches oder zum Erzeugen einer Schlaufe verwendet.[2]

Knüpfen[Bearbeiten]

Zuerst wird ein Doppelter Überhandknoten geknüpft. Durch das doppelte Umschlingen der Fäden entsteht genügend Reibung, damit die Spannung des Fadens und damit der Abstand der Wundränder gut kontrolliert werden kann. Damit der Knoten dauerhaft hält, wird er mit einem einfachen Überhandknoten abgeschlossen, der wie beim Kreuzknoten gegenläufig geknüpft wird. Wenn der Knoten richtig geknüpft ist, kommen die Fäden auf beiden Seiten parallel aus dem Knoten. Der Knoten hält nicht richtig, wenn der zweite Überhandknoten gleich wie der erste geknüpft wird. Es entsteht dann eine Art „Altweiberknoten“.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ashley-Buch der Knoten. Nr. 461, S. 1209.
  2. http://www.angelknotenpage.de/Knotenbank/was_seiten.htm