Chiusdino

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Chiusdino
Wappen
Chiusdino (Italien)
Chiusdino
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Siena (SI)
Koordinaten: 43° 9′ N, 11° 5′ O43.1511.083333333333573Koordinaten: 43° 9′ 0″ N, 11° 5′ 0″ O
Höhe: 573 m s.l.m.
Fläche: 141 km²
Einwohner: 1.876 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 13 Einw./km²
Postleitzahl: 53012
Vorwahl: 0577
ISTAT-Nummer: 052010
Volksbezeichnung: Chiusdinesi
Website: Gemeinde Chiusdino
Panorama von Chiusdino
Panorama von Chiusdino

Chiusdino ist ein Ort mit 1876 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der Provinz Siena, Region Toskana in Italien.

Geografie[Bearbeiten]

miniatur

Der Ort erstreckt sich über 141 km². Er liegt ca. 30 km südwestlich von Siena und ca. 70 km südlich von Florenz in der Hügelkette der Colline Metallifere und im Val di Merse (Mersetal). Chiusdino liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2303 GR/G[2].

Ortsteile sind Ciciano (506 Höhenmeter, ca. 300 Einwohner), Frassini (350 Höhenmeter, ca. 150 Einwohner), Fròsini (346 Höhenmeter, ca. 50 Einwohner), Montalcinello (378 Höhenmeter, ca. 150 Einwohner) und Palazzetto (347 Höhenmeter, ca. 100 Einwohner).[3]

Die Nachbargemeinden sind Casole d’Elsa, Monticiano, Montieri (GR), Radicondoli, Roccastrada (GR) und Sovicille.

Geschichte[Bearbeiten]

Erste Siedlungen entstammen wahrscheinlich aus der Zeit der Langobarden im 6. Jahrhundert. Der Ort wurde im 12. Jahrhundert von den Bischöfen von Volterra mit einer Burg ausgestattet und erweitert. Diese erhielten ihre Herrschaft bis 1230, als der Ort von Siena nach langer Belagerung erobert wurde. 1554 eroberte Florenz im Zuge des Krieges gegen Siena den Ort, der 1776 freie Kommune wurde. Am Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Gemeinde von den Truppen Napoleons erobert, die bis 1814 blieben. Danach wurde Chiusdino in das Großherzogtum Toskana eingegliedert, wo es bis 1861 verblieb und dann ins Königreich Italien integriert wurde.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Abbazia San Galgano
  • Chiesa della Madonna del Buon Consiglio, Kirche im Ortsteil Fròsini, enthält die Werke Visione di San Galgano von Pietro Benvenuti und Santa Teresa von Carlo Dolci.
  • Eremo di Santa Lucia a Rosia, Eremitage nahe Rosia bei Sovicille, aber noch dem Gemeindegebiet von Chiusdino zugehörig. Wurde im 12. Jahrhundert errichtet, die dazugehörige Kirche Santa Lucia wurde 1252 begonnen und 1267 konsekriert. Seit 1575 gehört es zum Erzbistum Siena.
  • Santuario della Madonna delle Grazie, im 15. Jahrhundert errichtetes Heiligtum. Wurde 1555 im Konflikt zwischen Siena und Florenz stark beschädigt und 1564 restauriert.

Chiusdino verfügt über einen hervorragend erhaltenen und zum Großteil noch bewohnten mittelalterlichen Ortskern.

Bilder[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

  • Palla eh!, ein Vorläufer des Tennis und Faustball, wurde um 1300 im Stadtteil Ciciano erstmals geschichtlich dokumentiert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Comune di Chiusdino (Hrsg.): Chiusdino. Il suo terretorio e l’abbazia di San Galgano., Nuova Immagine Editrice, Chiusdino 1995
  • Emanuele Repetti: CHIUSDINO, GIUSDINO, JUSDINO, (Clusdinum, già Cluslinum). In Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846), Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, ital.)
  • Touring Club Italiano: Toscana, Mailand 2003, ISBN 88-365-2767-1, S. 831

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Chiusdino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 26. Januar 2013 (ital.) (PDF; 330 kB)
  3. Offizielle Webseite des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Siena, abgerufen am 27. Januar 2012 (ital.)