Chlorella
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
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| Beij. |
Chlorella ist eine Gattung von Süßwasseralgen. Sie bildet kugelförmige, einzeln vorliegende Zellen und ist durch Chlorophyll a und b grün gefärbt. Die Zellen sind mit 2 bis 10 µm Durchmesser sehr klein.
Die Zellwand dieser Algengattung besteht aus einem mehrschichtigen Cellulosegerüst, in das Schichten aus polymeren Kohlenwasserstoffketten eingelagert sind. Die Zellen enthalten einen einzelnen Chloroplasten und verstreut im Zytoplasma liegende Mitochondrien.
Die Vermehrung geschieht offenbar ausschließlich ungeschlechtlich, es wurde jedenfalls noch keine Gametenbildung beobachtet.
Die Gattung Chlorella ist keine monophyletische Verwandtschaftsgruppe. Wahrscheinlich handelt es sich sogar um eine polyphyletische, also künstliche, Gattung, deren gemeinsame Merkmale durch konvergente Evolution entstanden sind.[1]
Diese Algengattung ist in der Natur weit verbreitet, sie kann aber auch gezielt kultiviert werden. Hinsichtlich der Produktionstechnologie wird zwischen der Kultivation in offenen und geschlossenen Systemen unterschieden. Chlorella wird verwendet für die Herstellung von Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetika. Seit dem Jahr 1999 existiert in Deutschland eine Produktionsanlage für Mikroalgen in Klötze/Altmark. In dieser wird die Alge in einem 500 km langen Glasröhrensystem kultiviert.
Bei Chlorella erforschte Melvin Calvin die Photosynthese, wofür er 1961 den Nobelpreis erhielt.
Chlorella wird in der Alternativmedizin häufig als Mittel zur Schwermetallausleitung[2] angewendet, vor allem während und nach Amalgam-Entfernungen. Gelegentlich kann es dabei jedoch – zum Teil auch erst nach mehrwöchiger Einnahme – zu Unverträglichkeitsreaktionen kommen. Diese äußern sich zumeist in Magen-/Darm-Beschwerden wie Blähungen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
Chlorella vulgaris ist die Typusart der Gattung Chlorella. Sie wurde 1889 von Martinus Willem Beijerinck bei Delft beschrieben und wird nun in offiziellen Stammsammlungen wie der Deutschen Sammlung von Mikroorganismen weitergezüchtet.
[Bearbeiten] Arten
In der Algaebase[3] werden folgende 24 Arten als „currently accepted taxonomically“ (derzeit taxonomisch anerkannt) gelistet:
- Chlorella angustoellipsoidea N. Hanagata & M. Chihara
- Chlorella botryoides J.B. Petersen
- Chlorella capsulata R.R.L. Guillard, H.C. Bold & F.J. MacEntee
- Chlorella ellipsoidea Gerneck
- Chlorella emersonii Shihira & Krauss
- Chlorella fusca Shihira & Krauss
- Chlorella homosphaera Skuja
- Chlorella luteo-viridis Chodat
- Chlorella marina Butcher
- Chlorella miniata (Nägeli) Oltmanns
- Chlorella minutissima Fott & Nováková
- Chlorella mirabilis V. M. Andreeva
- Chlorella ovalis Butcher
- Chlorella parasitica (K. Brandt) Beijerinck
- Chlorella peruviana G.Chacón Roldán
- Chlorella rugosa J.B. Petersen
- Chlorella saccharophila (Krüger) Migula
- Chlorella salina Butcher
- Chlorella spaerckii Ålvik
- Chlorella sphaerica Tschermak-Woess
- Chlorella stigmatophora Butcher
- Chlorella subsphaerica H. Reisigl
- Chlorella trebouxioides M. Puncochárová
- Chlorella vulgaris Beijerinck
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Christian van den Hoek, Hans M. Jahns, David G. Mann: Algen. 3. Auflage. Thieme, Stuttgart 1993, ISBN 3-13-551103-0
- ↑ Mercola J., Klinghardt D.: "Mercury Toxicity and Systemic Elimination Agents", Journal of Nutritional and Environmental Medicine, Volume 11, Issue 1, March 2001, S. 53-62
- ↑ Chlorella M. Beijerinck in Guiry, M.D. & Guiry, G.M. 2009. AlgaeBase. World-wide electronic publication, National University of Ireland, Galway.
[Bearbeiten] Weblinks
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