Chlorophytum

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Chlorophytum
Chlorophytum inornatum

Chlorophytum inornatum

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Unterfamilie: Agavengewächse (Agavoideae)
Gattung: Chlorophytum
Wissenschaftlicher Name
Chlorophytum
Ker Gawl.

Chlorophytum ist eine Pflanzengattung aus der Unterfamilie der Agavengewächse (Agavoideae). Der botanische Name der Gattung leitet sich von den griechischen Worten chloros für ‚gelblich grün‘ bzw. ‚hellgrün‘ sowie phyton für ‚Pflanze‘ ab und verweist auf die Laubblätter einiger Taxa.

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Arten der Gattung Chlorophytum sind ausdauernde, immergrüne oder laubabwerfende geophytische, krautige Pflanzen. Ihre unterschiedlichen Wurzeln sind meist sukkulent oder gelegentlich knollig. Das kriechende Rhizom ist häufig mit alten Blattbasen bedeckt. Die Laubblätter sind rosettig oder büschelig angeordnet. Selten sind sie auf ein einzelnes Blatt reduziert oder sind fast zweizeilig. Ihre kahle bis behaarte Blattspreite ist flach und länglich bis linealisch. Der Blattrand ist häufig gefranst. [1]

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Der endständige Blütenstand ist traubig oder rispig. Der Blütenstandsstiel ist mit Brakteen besetzt, der Blütenstiel nahe seiner Mitte gegliedert. Die weiße bis blaue Blütenhülle ist sternförmig, selten urnenförmig oder glockig. Die sechs länglichen Perigonblätter verbleiben vertrocknet, die Mittelrippe wird dunkler. Die äußeren Perigonblätter sind schmaler als die inneren Perigonblätter. Es sind sechs Staubblätter vorhanden. Ihre Staubfäden sind kahl oder warzig, die Staubbeutel basifix und intrors. Der sitzende oder kurz gestielte, dreikantige Fruchtknoten enthält 6 bis 30 Samenanlagen, die in zwei Reihen angeordnet sind. Der stielrunde Griffel ist glatt und die apikale Narbe winzig. [1]

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die Früchte sind dreilappige oder dreikantige lokulizide Kapselfrüchte. Sie enthalten flache, gerundete, schwarze, glänzende Samen. [1]

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Chlorophytum ist in Afrika, auf Madagaskar und in Asien in Wäldern, Savannen und der Karoo-Vegetation verbreitet.

Die Erstbeschreibung der Gattung Chlorophytum erfolgte 1807 durch John Bellenden Ker Gawler.[2] Die Typusart der Gattung ist Chlorophytum inornatum.

Die Gattung Chlorophytum umfasst folgende Arten:[3]

Synonyme für Chlorophytum Ker Gawl. sind Hartwegia Nees (1831), Asphodelopsis Steud. ex Baker (1876), Acrospira Welw. ex Baker (1878, nom. illeg. ICBN-Artikel 53.1), Dasystachys Baker (1878, nom. illeg. ICBN-Artikel 53.1), Debesia (Welw. ex Baker) Kuntze (1891) und Verdickia De Wild. (1902).

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Ernst Jacobus van Jaarsveld: Chlorophytum. In: Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Einkeimblättrige Pflanzen (Monocotyledonen). Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3662-7, S. 236–237.
  • A. Amelia Obermeyer: A revision of the South African species of Anthericum, Chlorophytum and Trachyandra. In: Bothalia. Band 7, Nummer 4, 1962, S. 669–767.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Einkeimblättrige Pflanzen (Monocotyledonen). S. 236–237.
  2. Curtis’s Botanical Magazine. Band 27, 1807, Tafel 1071 (online).
  3. Artenliste bei Kew Checklists (abgerufen am 4. Januar 2013)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Chlorophytum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien