Chorion

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt die Embryonalhüllen. Für die ebenfalls als Chorion bezeichnete Eihülle der Fische und Insekten siehe Chorion (Eizelle). Die ökologische Einheit wird in Biochorion beschrieben.
Bildung der Sekundärzotten
Querschnitt einer sich entwickelnden Tertiärzotte
Schema der humanen Plazenta

Das Chorion (griech., „Zottenhaut“) ist die äußere Schicht der Fruchthüllen um den Embryo bzw. Fetus bei Wirbeltieren. Der vom Chorion umschlossene Raum wird auch als Chorion- oder Fruchthöhle bezeichnet. Auch bei Wirbellosen sind die Embryonen von einem Chorion umgeben. Bei Insekten wird die äußere Schicht der Eischale als Chorion bezeichnet.

Bei den Säugetieren erfolgt der Stoffaustausch mit der Mutter durch das Chorion. Sie besteht aus dem extraembryonalen Mesoderm und dem Trophoblasten, der sich im Laufe der Entwicklung in den äußeren Syncytiotrophoblasten und den inneren Cytotrophoblasten differenziert. Aus dem Trophoblasten wachsen sogenannte Zotten in Richtung des Endometriums, während der Schwangerschaft Decidua genannt.
Die Zottenbildung beginnt mit der Ausbildung der Primärzotten aus dem Cytotrophoblasten. Von innen wächst das extraembryonale Mesoderm in die Primärzotten, in diesem Stadium Sekundärzotten genannt. Sie wachsen weiter und bilden das Chorion frondosum, welches einen Teil der Plazenta darstellt. Im extraembryonalen Mesoderm der Zotten bilden sich nun Kapillargefäße, durch welche embryonales, später fetales, Blut fließt. Die Oberflächenvergrößerung durch die Zotten und deren Durchblutung ermöglichen den im Wachstum zunehmenden Stoffaustausch zwischen Mutter und Kind.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]