Chrabry

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Chrabry

Krasnoje Snamja

Kaiserlich Russische Marine Военно Морскоий Флот СССР (Sowjetische Seekriegsflotte)
Chrabry
Schiffsdaten
Schiffstyp Kanonenboot
Baudaten
Bauwerft Neue Admiralitätswerft St. Petersburg
Kiellegung 15. Dezember 1894
Stapellauf 9. November 1895
Fertigstellung 1897
Verbleib 1960-62 abgewrackt
Technische Daten
Wasserverdrängung (Konstr.) 1.823 ts
Verdrängung (Einsatz)
Länge 72,2 m
Breite 12,7 m
Tiefgang 4,0 m
Bewaffnung
(1897)
  • 2 x 203-mm-Geschütze
  • 1 x 152-mm-Geschütz
  • 5 x 47-mm-Geschütze
  • 1 x Torpedorohr Ø 457-mm
Bewaffnung
(August 1914)
Bewaffnung
(Oktober 1914)
  • 5 x 130-mm-Geschütze
  • 7 x 45-mm-Geschütze
  • 50 Minen
Panzerung
  • Gürtelpanzer: 76 mm bis 127 mm
  • Kommandostand: 82 mm
  • Hauptdeck: 25,4 mm
Antriebsanlage 2 stehende 3-Zylinder-
Dreifachexpansions-Dampfmaschinen
8 kohlegefeuerte Niclausse-Dampfkessel
Maschinenleistung ca. 2.200 PSi
Brennstoffvorrat Kohle
Geschwindigkeit 14,5 Knoten
Fahrbereich 1.050 sm bei 7 kn
Besatzung 201 Mann

Die Chrabry (russisch Храбрый - der Kühne) war ein Kanonenboot der Kaiserlich Russischen Marine. Die Sowjetische Marine führte das Kriegsschiff unter dem Namen Krasnoje Snamja (russ. Красное Знамя - Rotes Banner).

Die Halb-Schwesterschiffe der Chrabry waren die Grosjaschtschi (russ. Грозящий), Gremjaschtschi (russ. Гремящий) und die Otwaschny (russ. Отважный)

Einsätze[Bearbeiten]

Chrabry stand zusammen mit seinem Schwesterschiff Grosjaschtschi während des gesamten Ersten Weltkriegs im Ostseeraum im Kampf und war an den meisten bedeutenden Aktionen, wie dem Kampf um den Golf von Riga 1915, der Abwehr des deutschen Ösel-Unternehmens im Herbst 1917 sowie dem Eismarsch der Baltischen Flotte beteiligt. Dabei wurden die beiden Schiffe meist als Bedeckung von Zerstörern und zur Küstenbeschießung eingesetzt.

Nach dem den Winterkrieg beendenden Frieden von Moskau zwischen Finnland und der Sowjetunion wurde das Boot auf Lavensaari, einer der neu okkupierten Inseln im Finnischen Meerbusen, stationiert. Am 18. November 1942 griffen drei finnische Schnellboote im Zuge des sogenannten Fortsetzungskriegs den Hafen von Lavisaari an und versenkten die jetzige Krasnoje Snamja mittels eines Torpedotreffers. Das Schiff sank am folgenden Morgen und wurde erst 13. November 1943 gehoben und am 17. September 1944 wieder in Dienst gestellt.

Das Boot wurde erst 1956 außer Dienst gestellt bis 1962 abgewrackt.

Halb-Schwesterschiffe[Bearbeiten]

Die älteren Halb-Schwesterschiffe der Chrabry hatten bei gleichen Abmessungen eine andere Antriebsanlage und unterschiedliche Bewaffnung. Statt 8 Niclausse-Kesseln besaßen sie 6 Belville-Kessel. Und statt 2 x 203/L45-mm-Geschützen und 1 x 152/L45-mm-Geschütz besaßen sie 1 x 229/L35-mm-Geschütz, 1 x 152/L35-mm-Geschütz, 6 x 47-mm-Geschütze, 2 x 37-mm-Geschütze und 2 x 381-mm-Torpedorohre.

Grosjaschtschi[Bearbeiten]

Auf Kiel gelegt 1889 bei der Neuen Admiralitätswerft in St. Petersburg; Stapellauf Mai 1890 und seit 1891 in Dienst. Im Ersten Weltkrieg neu armiert mit 4 x 152/L45-mm-Geschützen und in der Ostsee eingesetzt. Nach der Revolution aufgelegt und bis 1924 abgewrackt.[1][2]

Gremjaschtschi[Bearbeiten]

Auf Kiel gelegt 1890 bei der Neuen Admiralitätswerft in St. Petersburg; Stapellauf Mai 1892 und seit 1893 in Dienst. Gesunken am 18. August 1904 nach einem Minentreffer vor Port Arthur.[3]

Otwaschni[Bearbeiten]

Auf Kiel gelegt 1890 bei den Baltischen Werken in St. Petersburg; Stapellauf Mai 1892 und seit 1894 in Dienst. Selbstversenkt am 2. Januar 1905 in Port Arthur.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bilder und Geschichte der Grosjaschtschi auf russisch
  2. Geschichte der Grosjaschtschi auf russisch
  3. Bild und Geschichte der Gremjaschtschi auf russisch

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Chrabry – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien