Chris Ferguson

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Dieser Artikel behandelt den Pokerspieler. Für den gleichnamigen Astronauten siehe Christopher John Ferguson.
Chris Ferguson
Chris Ferguson.jpg
Spitzname(n) Jesus
Wohnort Pacific Palisades, Kalifornien
World Series of Poker
Bracelets
(Turniersiege)
5
money finishes 63
Höchstes money finish im Main Event Sieger (2000
World Poker Tour
Titel Keine
Finaltische 2
money finishes 11
European Poker Tour
Titel keine
Finaltische keine
money finishes 1
Letzte Aktualisierung der Infobox: 21. Januar 2014

Chris „Jesus“ Ferguson (* 11. April 1963 in Los Angeles) ist ein US-amerikanischer professioneller Pokerspieler.

Ferguson besuchte die University of California, Los Angeles (UCLA), wo er 1999 im Bereich Informatik (Schwerpunkt Künstliche Intelligenz) promoviert wurde. Er studierte fünf Jahre vor seinem ersten Abschluss und 13 Jahre als Universitätsabsolvent. Sein Doktorvater war Leonard Kleinrock. Beide Elternteile Fergusons sind promovierte Mathematiker. Sein Vater, Thomas Ferguson, lehrt Spieltheorie an der UCLA.

Ferguson spielte bereits mit neun Jahren Poker. Im College schliff er seine Fertigkeiten durch IRC-Poker, wo er in Chatrooms um Geld spielte. 1994 begann er Turniere in Kalifornien zu besuchen und 1995 nahm er zum ersten Mal an der World Series of Poker teil. Ferguson besiegte T. J. Cloutier im Hauptturnier der World Series of Poker 2000 und gewann so das Preisgeld von 1.500.000 US-Dollar.

Er ist der einzige Spieler, der drei Titel bei den World Series of Poker Circuit-Turnieren gewonnen hat. Er siegte in Las Vegas und in San Diego und gewann mehr als 1,2 Million US$.

Im Jahr 2005 beendete Ferguson die National Heads-Up Poker Championship als Zweiter hinter Phil Hellmuth. Er schaffte es 2006 nochmals ins Finale, aber gelangte wieder nur auf den zweiten Platz, diesmal hinter Ted Forrest. 2008 gelang es ihm endlich sich im Finale gegen Andy Bloch durchzusetzen und gewann somit 500.000 US-Dollar.

Ferguson erhielt den Spitznamen „Jesus“ durch sein Markenzeichen: lange, braune Haare und Bart. Im April 2006 nahm Chris Ferguson die Herausforderung an, aus 0 Dollar einen Betrag von 10.000 Dollar zu gewinnen. Er begann mit Freeroll-Turnieren und benötigte sieben Monate, um auf 6,5 Dollar zu kommen. Nach neun weiteren Monaten erreichte er die 10.000-Dollar-Marke. Das gewonnene Geld spendete er Save the Children.[1]

Im Februar 2007 gewann Ferguson eine Ausgabe von Poker After Dark und kassierte 120.000 Dollar. Er besiegte im Heads-up Tony G.

Seine Spielweise wird unter den etablierten Pokerspielern als äußerst tight angesehen. In den frühen Jahren seiner Karriere basierten seine Entscheidungen beim Pokern ausschließlich auf der Mathematik und er gilt deshalb neben Andy Bloch als „Mathematiker des Poker“ (englisch: „math guy“) (Zitat von Chris Ferguson:"If you think the math isn't important, you don't know the right math" - zu deutsch: Wenn Sie denken, dass die Mathematik [beim Poker] nicht wichtig ist, kennen Sie nicht die richtige Mathematik). Bei Turnieren sind ihm diese Fähigkeiten von großem Vorteil, machen ihn aber in den großen Cash Games zu einem eher ungefährlichen Spieler. Seinen Lebensunterhalt verdient er sich dementsprechend - anders als der Großteil seiner Kollegen - fast ausschließlich mit Turnieren. In den letzten Jahren hat Ferguson seine Spielweise nach eigenen Aussagen etwas geändert, da er durch seinen ansteigenden Bekanntheitsgrad von anderen Spielern, die ihn aus dem Fernsehen kannten, mehr und mehr berechenbar wurde. Er hat zwar das Image des äußerst tighten Spielers beibehalten, ist aber nun auch in der Lage, unkonventioneller zu spielen.

Bisher gewann er mehr als 8.200.000 $ in Pokerturnieren. Sein bislang letztes Turnier bestritt er im Dezember 2010.

Full Tilt Poker[Bearbeiten]

Ferguson war Mitglied des Designteams von Full Tilt Poker, einer Onlinepoker-Website, die im Juli 2004 eröffnet wurde.

Am 20. September 2011 reiche das Justizministerium der USA eine Zivilklage gegen Full Tilt Poker ein. Chris Ferguson, Howard Lederer und Rafe Furst wurden beschuldigt, als Geschäftsführer Kundengelder unterschlagen zu haben. Fergusons Anwalt bestritt die Anschuldigungen und führte den Zusammenbruch von Full tilt Poker auf Fehler im Management zurück.[2]. Am 20. Februar 2013 schloss er einen Vergleich. Ohne seine Schuld einzugestehen, bezahlte er eine Geldstrafe in unbekannter Höhe.

Bracelets der World Series of Poker[Bearbeiten]

Jahr Turnier Preis ($)
2000 2.500 $ Seven Card Stud 151.000
2000 10.000 $ No Limit Hold'em World Championship 1.500.000
2001 1.500 $ Omaha High/Low 164.735
2003 2.000 $ Omaha High/Low 123.680
2003 2.000 $ 1/2 Limit Hold'em - 1/2 Seven Card Stud 66.220

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chris Ferguson-Challenge
  2. Spiegel Online US-Anklage: Poker-Profis sollen Kunden abgezockt haben

Weblinks[Bearbeiten]